The Medium im Test: Nur mittel gruselig

Der erste konsolenexklusive Titel für Xbox Series X/S (und Windows-PC) entpuppt sich trotz spannender Spielmechanik als simples Adventure.

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Szene aus The Medium
Szene aus The Medium (Bild: Bloober Team/Screenshot: Golem.de)

Marianne befindet sich in zwei Welten gleichzeitig: Links in einer gewöhnlichen Umgebung könnte sie einfach durch eine Tür laufen. Aber rechts in einer übernatürlichen Ebene verhindert eine Schleimblockade das Fortkommen - was tun? Die Sache mit den zwei Parallelwelten ist die wichtigste Idee in The Medium.

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Wir als Spieler müssen in dem sehr linearen Abenteuer eine Möglichkeit finden, die Hindernisse und Gefahren mit Marianne zu überwinden. Im konkreten Fall können wir die Hauptfigur kurz in zwei Mariannes trennen und mit der Geister-Version der Heldin etwa nach einem Messer suchen.

Das ist in The Medium eine durchaus typische Aufgabe. Das Spiel ist trotz der Anmutung eines Actionspiels nämlich ein Adventure, in dem es fast nie auf schnelle Reaktionen und so gut wie immer auf das Finden und Kombinieren von Gegenständen ankommt. Besonders schwierig ist das selten, die meisten Probleme sind rasch gelöst.

Die Handlung der rund acht bis zehn Stunden langen Kampagne dreht sich eher allgemein um düstere Träume und übernatürliche Vorkommnisse. Die Story ist meist solide erzählt, es gibt aber immer wieder merkwürdige Momente.

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So wundert sich Marianne in einem längeren Dialog, dass in der übernatürlichen Eben ein junges Mädchen den Namen "Trauer" hat, wo es doch so fröhlich wirke. Dabei trägt das Kind eine Totenmaske, es ist halb vermodert und hat nur noch einen Arm.

  • The Medium spielt in und um die polnische Stadt Krakau. (Bild: Bloober Team/Screenshot: Golem.de)
  • Marianne findet immer wieder merkwürdige Zeichnungen … (Bild: Bloober Team/Screenshot: Golem.de)
  • Links sind keine Gegner, recht schützt sich Marianne vor Geisterbiestern. (Bild: Bloober Team/Screenshot: Golem.de)
  • Auf diesem Bild sind die unterschiedlichen und doch gleichen Ebenen gut zu erkennen. (Bild: Bloober Team/Screenshot: Golem.de)
  • Die Bedienung per Gamepad klappt problemlos. (Bild: Bloober Team/Screenshot: Golem.de)
The Medium spielt in und um die polnische Stadt Krakau. (Bild: Bloober Team/Screenshot: Golem.de)

Die ersten ein oder zwei Stunden sind wir fast nur in der materiellen Welt unterwegs. Dabei ist eine der Herausforderungen, trotz der oft umklappenden statt sanft der Hauptfigur folgenden Kamera den Überblick zu behalten. Da kann es schon mal eine Herausforderung darstellen, den Weg über einen großen leeren Parkplatz zu finden.

Das Adventure vom polnischen Entwicklerstudio Bloober Team ist in einer Hinsicht eine Besonderheit: Es ist das erste Spiel, das für die Xbox Series X/S erscheint und nicht auch auf der One läuft - und damit das erste Halb-Exklusivspiel für die neue Konsole. Halb, weil es parallel eine Version für Windows-PC gibt.

The Medium ist ab dem 28. Januar 2021 für Xbox Series X/S und Windows-PC verfügbar, der Preis liegt bei 45 Euro. Alternativ ist das Programm als rund 23 GByte großer Download im Xbox Game Pass erhältlich. Es gibt eine englische Sprachausgabe und zuschaltbare deutsche Untertitel. Multiplayer oder Mikrotransaktionen enthält das Programm nicht. Von der USK hat es eine Freigabe ab 16 Jahre erhalten.

Fazit

Wer von The Medium so etwas wie Horror auf Next-Gen-Niveau erwartet, wird enttäuscht: Das Abenteuer rund um Marianne ist ein düsteres Adventure mit ein paar schönen Ideen und einer belanglosen Handlung. Nur ab und zu gibt es etwas Grusel - dem sich aber auch Spieler gefahrlos aussetzen können, die bei einem Resident Evil oder Silent Hill kurz vor dem Herzstillstand stehen.

In den ersten zwei Stunden fanden wir das Adventure sogar langweilig und haben uns wegen der teils unübersichtlichen Schauplätze geärgert. Spannend und auch spielerisch etwas fordernder wird es erst, wenn wir öfter in die Parallelwelt gelangen.

Trotz vermeintlich moderner Technik und Xbox-Series-only auf Konsole macht die Grafik keinen gelungenen Eindruck. Viele Stellen sehen verwaschen und farbarm aus. Unterm Strich geht The Medium nur gerade noch so als solide Unterhaltung durch, insbesondere beim Zugang über ein Spieleabo.

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