• IT-Karriere:
  • Services:

The Mask/Careto: Hochentwickelter Cyberangriff auf Energieunternehmen

Bis Januar 2014 war die Cyberwaffe The Mask aktiv, die Sicherheitslücken in Kaspersky-Software und im Adobe Flash Player ausnutzte. Die Malware arbeitet mit Rootkit, Bootkit und Versionen für Mac OS X, Linux, Android und iOS und löscht ihre Logdateien durch Überschreiben.

Artikel veröffentlicht am ,
The Mask/Careto: Hochentwickelter Cyberangriff auf Energieunternehmen
(Bild: Kaspersky Lab)

Die über Jahre genutzte Cyberwaffe The Mask oder Careto ist eine der gefährlichsten und am höchsten entwickelten Malware-Attacken. Das berichtet das russische IT-Sicherheitsunternehmen Kaspersky Lab, das den Angriff analysiert hat. The Mask war danach seit mindestens fünf Jahren, bis zum Januar 2014, aktiv.

Stellenmarkt
  1. ZfP Südwürttemberg, Bad Schussenried
  2. Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Albstadt

Bei der APT-Attacke (Advanced Persistent Threat) kommen eine hochentwickelte Malware mit Rootkit, Bootkit, Versionen für Mac OS X, Linux und Varianten für Android und iOS zum Einsatz. Angriffsziele sind Energie-, Öl- und Gasunternehmen, Regierungsorganisationen, diplomatische Einrichtungen und Botschaften, Forschungseinrichtungen und Aktivisten. The-Mask-Opfer kommen aus 31 Staaten, darunter auch aus Deutschland und der Schweiz.

Die Angreifer wollten von den infizierten Systemen Arbeitsdokumente, Verschlüsselungscodes, VPN-Konfigurationen, SSL-Schlüssel und RDP-Dateien (Remote Desktop Protocol) kopieren, so die Sicherheitsexperten.

Offenbar sind Geheimdienste die Täter. "Es gibt zahlreiche Anzeichen dafür, dass hinter 'The Mask' eine nationalstaatlich unterstützte Kampagne steht", sagte Costin Raiu, Director Global Research and Analysis Team bei Kaspersky Lab. Auch dass Logdateien durch Überschreiben gelöscht wurden, lasse diese APT-Attacke noch als fortschrittlicher als die Cyberwaffe Duqu erscheinen. Raiu: "Das operative Sicherheitsniveau ist für konventionelle Cyberkriminelle ungewöhnlich."

Kaspersky wurde im vergangenen Jahr auf The Mask/Careto aufmerksam, als es Exploit-Versuche auf eine Schwachstelle in Unternehmenssoftware von Kaspersky Lab feststellte, die seit fünf Jahren behoben war. Das Exploit bot der Malware die Möglichkeit, sich vor Entdeckung zu schützen.

Für den Angriff diente auch ein Exploit für Adobe Flash Player (CVE-2012-0773) für Versionen, die älter als Version 10.3 und 11.2 waren.

Bei The Mask wurden Spear-Phishing-E-Mails mit Links auf eine mit zahlreichen Exploits infizierte Webseite eingesetzt, die Besucher abhängig von der Systemkonfiguration angreifen konnten. Die Exploit-Webseiten infizieren den Besucher nicht automatisch und die Angreifer hosten die Exploits in bestimmten Ordnern auf der Webseite. Nach einer Infizierung leitet die Webseite den Nutzer auf Youtube oder Nachrichtenportale weiter.

Während der Kaspersky-Untersuchungen wurden die Command-and-Control (C&C-)Server abgeschaltet. Kaspersky Lab hat 380 Opfer identifiziert. Infektionen gab es neben Deutschland und der Schweiz auch in Algerien, Argentinien, Ägypten, Belgien, Bolivien, Brasilien, China, Costa Rica, Frankreich, Gibraltar, Großbritannien, Guatemala, Irak, Iran, Kolumbien, Kuba, Libyen, Malaysia, Mexiko, Marokko, Norwegen, Pakistan, Polen, Spanien, Südafrika, Tunesien, Türkei, USA und Venezuela. Die Malware-Autoren scheinen Spanisch als Muttersprache zu sprechen, ergab die Analyse.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 48,99€
  2. (-79%) 5,99€
  3. 18,99€
  4. 6,63€

M.P. 11. Feb 2014

Wollen da Spin Doctors den Status Quo stabilisieren? http://www.focus.de/politik/ausland...


Folgen Sie uns
       


Razer Blade Stealth 13 - Test

Dass ein Gaming-Notebook kompakt sein kann und auch als Arbeitsnotebook fürs Schreiben taugt, haben wir eher weniger erwartet. Das Razer Blade Stealth 13 zeigt, dass dies trotzdem möglich ist.

Razer Blade Stealth 13 - Test Video aufrufen
Videoüberwachung: Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt
Videoüberwachung
Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt

Dass Überwachungskameras nicht legal eingesetzt werden, ist keine Seltenheit. Ob aus Nichtwissen oder mit Absicht: Werden Privatsphäre oder Datenschutz verletzt, gehören die Kameras weg. Doch dazu müssen sie erst mal entdeckt, als legal oder illegal ausgemacht und gemeldet werden.
Von Harald Büring

  1. Nach Attentat Datenschutzbeauftragter kritisiert Hintertüren in Messengern
  2. Australien IT-Sicherheitskonferenz Cybercon lädt Sprecher aus
  3. Spionagesoftware Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige gegen Finfisher

Energiewende: Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze
Energiewende
Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

Wasserstoff ist wichtig für die Energiewende. Er kann als Treibstoff für Brennstoffzellenautos genutzt werden und gilt als sauber. Seine Herstellung ist es aber bislang nicht. Karlsruher Forscher haben nun ein Verfahren entwickelt, bei dem kein schädliches Kohlendioxid entsteht.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Brennstoffzelle Deutschland bekommt mehr Wasserstofftankstellen
  2. Energiewende Hamburg will große Wasserstoff-Elektrolyseanlage bauen

Mikrocontroller: Sensordaten mit Micro Python und ESP8266 auslesen
Mikrocontroller
Sensordaten mit Micro Python und ESP8266 auslesen

Python gilt als relativ einfach und ist die Sprache der Wahl in der Data Science und beim maschinellen Lernen. Aber die Sprache kann auch anders. Mithilfe von Micro Python können zum Beispiel Sensordaten ausgelesen werden. Ein kleines Elektronikprojekt ganz ohne Löten.
Eine Anleitung von Dirk Koller

  1. Programmiersprache Python verkürzt Release-Zyklus auf ein Jahr
  2. Programmiersprache Anfang 2020 ist endgültig Schluss für Python 2

    •  /