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Stagecraft verändert das Filmemachen

Dass The Mandalorian so teuer wie ein Star-Wars-Kinofilm aussieht, ist beeindruckend, weil das Budget zwar mit 15 Millionen US-Dollar pro Folge imposant ist, für eine Show mit einer Laufzeit von vier Stunden aber natürlich nicht so hoch wie bei einem großen Kinofilm. Die außerirdischen Welten der Serie sehen beeindruckend aus. Erschaffen wurden sie mit einer neuen Technik namens Stagecraft.

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Hier wird auf riesigen High-Resolution-Leinwänden ein virtueller Hintergrund erschaffen, vor dem die Schauspieler agieren. Sie können ihn auch direkt sehen und sich darin bewegen - anders als beim Green Screen, wo die Schauspieler vor grünem Hintergrund agieren.

"John Favreau und ich sind zu Disney gegangen und haben gesagt: Das würden wir gern ausprobieren. Sie haben gefragt: Was ist das genau? Und wir sagten, wir wissen es nicht genau. Wir haben keine Ahnung, wie viel es kosten wird und wir hatten die Technik bei ILM noch nicht ausprobiert, die wir jetzt Stagecraft nennen", erzählt Kathleen Kennedy, die Präsidentin von Lucasfilm. "Im Grunde ist es ein Projektionssystem mit Bildschirmen. Das Neue daran ist, dass man bei einer Bewegung der Kamera innerhalb dieses Raums auch eine Parallax-Veränderung hat. Man befindet sich also in einer Umgebung, die sich genauso verhält, wie es bei einer echten Location der Fall wäre."

Bei dem in Los Angeles im Porsche Experience Center abgehaltenen Panel "Women of Lucasfilm - What Drives You?" erzählte Kennedy auch, wie ein Manager der Walt Disney Company das Set von The Mandalorian besucht und für real gehalten habe. "Die Wirkung dieser Technologie zu erklären, ist schwierig. Man muss es erleben. Der Manager kam zum Set, sah sich um und meinte zu Jon: Ich dachte, Sie wollten keine physischen Sets errichten. Er hatte keine Ahnung, dass er sich in einem virtuellen Set befand."

Diese neue Technik verändert die Art, wie Fernsehen, aber auch wie Film künftig gemacht werden. Denn wenn man einen Establishing Shot vor isländischer Kulisse machen möchte, muss man nun nicht mehr die ganze Crew dorthin bringen und das Budget dadurch strapazieren. Stagecraft macht es möglich, vor Ort zu sein, aber in der sicheren und kontrollierbaren Umgebung eines Studios zu arbeiten. Man könnte also sagen, dass The Mandalorian in Island gedreht wurde, obwohl nur ein Kameramann dort war, der die Umgebungsaufnahmen machte.

Dass die Technik bei einer - zwar teuren - Fernsehserie getestet wurde, zeigt auch, wie gerade dieses Medium davon profitieren kann. Das Risiko, das Lucasfilm mit dem erstmaligen Einsatz dieser Technik einging, ist hier auch geringer als es bei einer großen Kino-Produktion der Fall gewesen wäre.

Stagecraft ist das, was man einen Game Changer nennt, weil damit für große und kleine Produktionen ganz neue Möglichkeiten eröffnet werden. Für Lucasfilm ist dabei die eigene Effektschmiede Industrial Light & Magic von Vorteil, die mit den Geschichten, die die Autoren erzählen wollen, kontinuierlich die technologischen Grenzen ausweiten und neue Wege finden muss, um diese Geschichten auf die Leinwand oder den Fernseher zu bringen. Damit einher geht auch, dass die Storys immer fantasievoller werden können, da mit jeder neuen Technologie mehr real umgesetzt werden kann.

Bald geht es weiter

The Mandalorian kam so gut an, dass die Produktion der zweiten Staffel schon begonnen hat. Starten soll sie ein Jahr nach der ersten Staffel, also im November 2020. Für die deutschen Nutzer von Disney+ ergibt sich so zumindest der Vorteil, dass man in einem Jahr gleich zwei Staffeln hat.

Zudem wird an Kenobi gearbeitet, einer Miniserie, in der Ewan McGregor wieder als Obi-Wan Kenobi zu sehen sein wird. Auch hierfür wird Stagecraft ausgiebig genutzt. Die Dreharbeiten finden 2020 statt, ob die Show zum Ende des Jahres auch schon ausgestrahlt wird oder man sich bis 2021 gedulden muss, ist aber noch unklar.

Eines ist aber sicher: Die Zukunft des Star-Wars-Universums ist leuchtend und prächtig - und auf der Mattscheibe wohl noch aufregender als im Kino.

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PaBa 10. Jan 2020

Was war denn bitte A New Hope, wenn nicht ein Western? Es sind alle...

Shismar 09. Jan 2020

Erst recht nicht im linearen Fernsehen. Ich meine seit den 70ern, das wäre dann wohl das...

ibsi 03. Jan 2020

Kann sein. Hab ich ja nicht gemacht :)

delcox 30. Dez 2019

Film und Fernsehen leben nicht nur von der Technik. Die ist wichtig und bringt in der...

roflcopter21 30. Dez 2019

Schade dass du das so siehst, aber wie man weiß sind Geschmäcker verschieden. Als Star...


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