The Mandalorian and Grogu rezensiert: Schau da, eine Star-Wars-Referenz!
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2019 generierte die The Mandalorian mit dem mysteriösen Kopfgeldjäger und dem knuddeligen Alien Grogu, damals noch Baby Yoda genannt, wieder einen gewissen Hype für das Star-Wars-Franchise. Gleichzeitig war die Serie eine gute Werbung für Disney+. Drei Staffeln, 24 Episoden und acht Jahre später bekommen Fans nicht mehr Mandalorian in Serienform, sondern stattdessen ab dem 20. Mai 2026 einen Kinofilm geliefert: The Mandalorian and Grogu(öffnet im neuen Fenster).
Für einige Fans kam das als Überraschung. Schließlich hatte Serienschöpfer und Regisseur Jon Favreau bereits Drehbücher für eine vierte Staffel von The Mandalorian fertiggestellt.
Der finale Film wirkt deshalb fast schon wie eine Serie mit zu wenig Zeit. So wechselt er im hektischen Tempo Schauplätze und schlägt im Halbstundentakt eine neue Tonalität an. Das macht über weite Strecken Spaß, an anderen Stellen bleiben aber ein paar Dinge auf der Strecke.
Übrigens müssen wir die Serie nicht gesehen haben, um The Mandalorian and Grogu zu verstehen. Das liegt auch daran, dass die dritte Staffel von The Mandalorian wichtige Handlungsstränge bereits abschließt. Nun hat sich der Mandalorianer Din Djarin als Söldner mit Moral der noch jungen neuen Republik verschrieben. Ihm steht sein Schützling Grogu zur Seite, der ihn vor allem durch seine Knuddeligkeit und die Macht tatkräftig unterstützt.
Laser, Beskar und keine Pause
Schon in den ersten Szenen lässt Favreaus Film ein absolutes Actiongewitter los, in das die volle Packung Star-Wars-Fanfare fließt. Hier sausen Blasterschüsse durch die Luft und stampfen mächtige AT-AT-Kampfroboter durch schneebedeckte Berglandschaften. Wer die Trailer gesehen hat, wird sich an die meisten dieser Szenen erinnern.
Die ersten Minuten zeigen eine direkte Schwäche des Films auf, die es ehrlich gesagt auch schon in der Serie und einigen anderen Star-Wars-Geschichten gab: Die Bösewichte und ihre Handlanger stellen, bis auf eine Ausnahme, kaum eine Herausforderung dar. Stormtrooper schießen ständig daneben und die Überbleibsel des Imperiums glänzen nicht unbedingt durch taktisches Geschick. Was in der ersten Staffel von The Mandalorian noch ein lustiges Meme war, ist mittlerweile eher ein Spannungshindernis.
Ein Beispiel: Waren die riesigen AT-ATs in Star Wars Episode 5 noch eine nahezu unüberwindbare Barriere für eine ganze Rebellenbasis auf Hoth, entledigt sich Din Djarin innerhalb weniger Minuten gleich drei dieser Ungetüme samt Stormtrooper-Besatzung. Und dafür braucht er nicht einmal einen Snow-Speeder mit Harpunenkanone. Stattdessen ist seine Plotrüstung so undurchdringbar wie Beskar.
Die Action macht über große Strecken trotzdem Spaß, vor allem, wenn sie in den traditionell gebauten Sets und Locations stattfindet. Der Mandalorianer und sein Schützling flitzen und schießen sich etwa durch enge Gänge einer imperialen Basis, in besagten AT-AT-Kampfläufern oder in den dunklen Höhlen auf der Hutten-Heimatwelt Nal Hutta.
Tolle Sets und CGI-Welten
Hier werden physische Sets größtenteils überzeugend mit den aus der Serie bekannten CGI-Welten und LED-Hintergründen miteinander verbunden. An einigen Stellen wirken die Effekte allerdings eher unecht, was teils einfach an den menschlich unmöglichen Manövern und Bewegungen der Protagonisten liegt. Die reißen uns das ein oder andere Mal aus den ansonsten fantastisch wirkenden Schauplätzen heraus.
Grogu selbst ist ein gutes Beispiel für die Verschmelzung von digitalen und analogen Techniken. Die animatronische Puppe, die am Set von mehreren Puppenspielern gesteuert wird und durch CGI-Zugabe noch lebendiger wirkt, ist eine Liebeserklärung an traditionelle Special-Effects-Kunst. Das gilt auch für die Gruppe putziger Anzellaner, die dem Mandalorianer und Grogu auf ihren Abenteuern mit ihrem ebenso putzigen Miniraumschiff zur Seite stehen.
Für die eigentliche Charakterentwicklung hat The Mandalorian and Grogu eher wenig Zeit. Umso mehr freuen sich Star-Wars-Fans über versteckte Referenzen auf die alten Filme und sogar andere Sci-Fi-Klassiker.
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