The Legend of Zelda erfordert Durchhaltevermögen

Mein Erkundungsdrang lässt mich beinahe meine eigentliche Aufgabe vergessen, so dass ich mich erst nach gut einer halben Stunde frage: Was soll ich hier überhaupt machen? Richtig: Die Teile des sagenumwobenen Triforce finden und den bösen Ganon bekämpfen, um Prinzessin Zelda zu retten.

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Dafür muss ich die neun zentralen Dungeons des Spieles aufsuchen, deren Eingänge gut versteckt liegen. Gleichzeitig kommt Nintendos große Stärke zum Einsatz: ein spielerisch fantastisches Leveldesign mit einer glaubwürdigen Welt kombinieren zu können.

Durch die unterschiedliche Vegetation wie Wälder, Wüsten oder Berge verlaufe ich mich selten. Das Drücken gegen auffällige Steine oder Statuen offenbart Geheimnisse wie eine Treppe, die mich wiederum zu einem versteckten Händler führt.

Bestimmte Gebiete kann ich erst mit besonderen Werkzeugen erreichen, beispielsweise einem Floß oder einer Leiter. Somit gaukelt Nintendo den Spielern die totale Freiheit vor - und lenkt sie dann doch insgeheim von einer Station zur nächsten.

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Die ersten beiden Dungeons sind schön übersichtlich, auch die Endgegner bereiten mir keine Probleme. Noch mehr freut es mich, dass die meisten Höhlen einen eigenen Obermotz beherbergen - das war anno 1986 keine Selbstverständlichkeit. Nur die Suche nach Kompass und Karte, mit denen ich die volle Übersicht über das gesamte Stockwerk erhalte, entpuppt sich als enttäuschend plump und simpel.

Ab dem dritten Dungeon zieht der Schwierigkeitsgrad indes ungewöhnlich stark an: Die Widersacher zwacken spürbar mehr Lebensenergie ab und halten gleichzeitig deutlich mehr Treffer aus. Nur mit Hilfe einer Komplettlösung erfahre ich von besseren Schwertern sowie einem teuren Ring, der jeden kassierten Treffer halbiert.

Einige dieser Goodies sind verdammt gut versteckt; genauso wie die Tatsache, dass sich in den letzten Höhlen vermeintlich stabile Wände aufsprengen lassen und dadurch geheime Durchgänge sichtbar werden.

Spätestens dort merke ich den Unterschied zwischen damals und heute: The Legend of Zelda erfordert Durchhaltevermögen und einen ungebrochenen Erkundungswillen. Ohne Internet-Hilfen müsste ich vor allem die Dungeons mit all ihren Geheimnissen aufzeichnen und die oftmals kryptischen Hinweise der friedlichen Bewohner von Hyrule aufschreiben.

Ab dem fünften Dungeon fühlt sich das Abenteuer mehr nach Arbeit als nach Spaß an - was zugegebenermaßen an meiner sehr zügigen Spielweise liegt. Auch bin ich letztlich von der Effektivität der Werkzeuge wie der Bombe oder einer lichtspendenden Kerze enttäuscht: Entweder ist deren Einsatz viel zu offensichtlich oder mit viel Trial and Error verbunden.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild [Nintendo Switch]

The Legend of Zelda: Mein Fazit

Unterm Strich fällt meine Begeisterung gegenüber meiner letztjährigen Erfahrung mit Super Mario Bros. etwas gedämpfter aus, weil The Legend of Zelda nicht nur optisch und akustisch, sondern auch spielerisch recht alt ist.

Allerdings will ich dem Spiel daraus keinen Vorwurf machen: Denn sobald ich diesen inneren Kippschalter in mir betätige und mich an das Jahr 1986 zurückerinnere, wird mir die Fortschrittlichkeit gegenüber anderen Spielen aus jener Zeit schlagartig bewusst.

Aus diesem Grund hatte ich trotz aller Widrigkeiten große Freude an The Legend of Zelda - allein der Faszination wegen, mal wieder ein Stückchen Spielegeschichte erlebt zu haben.

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 Der schwierige Weg zum Spiel
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BlindSeer 24. Feb 2021

Die lokale Riegerung hat beschlossen, dass der PC nicht mehr ins Wohnzimmer soll. Damit...

Garius 22. Feb 2021

Einspruch! Er war viel linearer und vom Schwierigkeitsgrad einfacher als der erste. Ich...

genussge 22. Feb 2021

Das weiß ich leider nicht. Es war zirka ein Jahr in der Entwicklung für das NES. Schwer...

countzero 22. Feb 2021

Breath of the Wild hat das finde ich ganz gut gemacht. Es gab klassische "geh dahin und...

BlindSeer 22. Feb 2021

DAS habe ich glaube ich nicht gespielt, aber das gleiche Jahr Riddle of the Sphinx...



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