Der schwierige Weg zum Spiel

Erst im Laufe der Zeit verstand ich die Bedeutung von The Legend of Zelda und erkannte, welch wegweisende Grundlagen das Spiel Anfang 1986 geschaffen hatte. Und weil bahnbrechende Neuerungen jeglicher Art den Games-Historiker in mir interessieren, erstand ich irgendwann in den 2000er-Jahren gar die Urversion für das Famicom Disk System - einem Disketten-Laufwerk für das japanische NES, das seinerzeit nur in Fernost erhältlich war.

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Nun wollte ich mir, passend für diesen Artikel, genau diese Version noch einmal zu Gemüte führen, allein weil sie mit einem einmaligen Feature aufwartet: Das zweite Gamepad des Famicom besitzt ein eingebautes Mikrofon, das Geräusche registriert und mit dem man eine bestimmte Gegnersorte regelrecht niederbrüllen darf.

Die vielen Leben von The Legend of Zelda

Leider macht mir diesmal die Technik einen Strich durch die Rechnung: Während das Famicom selbst einwandfrei funktioniert, röhrt das Laufwerk nur laut vor sich hin. Ein Blick ins Innere des Geräts bestätigt eine Vermutung, die mir das Internet nach kurzer Recherche lieferte: Der Laufwerksriemen ist dahin.

Zum Glück stehen mir Alternativen zur Verfügung, darunter mein Originalmodul für das europäische NES. Das ist übrigens auf dem Gebrauchtmarkt ganz schön teuer geworden, gerade wenn man bedenkt, dass es recht häufig produziert wurde. Selbst ein loses Modul ohne Verpackung ist bei Ebay oder Amazon aktuell gut 50 Euro wert.

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Ich könnte auch zur The Legend of Zelda: Collector's Edition für den Gamecube greifen, die vier Zelda-Spiele auf einem Datenträger vereint. Die Sammlung lag 2003 als exklusiver Bonus einem Bundle mit Gamecube-Konsole und dem Fun-Racer Mario Kart: Double Dash bei. Wer sie wie ich einzeln erwarb, war aber von Anfang an auf Auktionshäuser und den Gebrauchtmarkt angewiesen.

Natürlich gibt es auch einige günstige Download-Optionen. So kostet das Spiel auf dem Nintendo 3DS via eShop knapp fünf Euro, außerdem haben Abonnenten von Nintendo Switch Online Zugriff darauf.

Am Ende entscheide ich mich für meinen Nintendo Classic Mini, den ich bei Super Mario Bros. noch verschmähte. Schließlich steht mir dort eine komfortablere Speicheroption zur Verfügung - und irgendwann muss die Minikonsole ja auch mal einen realen Nutzen haben, anstatt nur im Regal zu verstauben.

Auf ins alte Abenteuer!

Wie es sich für ein altes NES-Spiel gehört, reichen ein paar Knopfdrücke, und ich befinde mich mitten im Spielgeschehen. Ich scheine auf den ersten Blick komplett auf mich alleine gestellt zu sein und darf mich in der erstaunlich offenen Oberwelt des Fantasy-Reiches Hyrule frei bewegen. Allerdings komme ich nicht weit, weil in allen Himmelsrichtungen obskure Monster auf mich warten und ich mich mangels Waffe nicht wehren kann.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild [Nintendo Switch]

Also betrete ich die erstbeste Höhle und erhalte ein Schwert. Das hat es wahrlich in sich: Ich kann damit nicht nur zuschlagen, sondern auch schießen - eine Funktion, die wohl aufgrund mangelnder Glaubwürdigkeit in späteren Zelda-Teilen fehlt.

  • Schlicht, aber effektiv: Der Titelbildschirm von The Legend of Zelda kann sich immer noch sehen lassen. (Bild: Medienagentur plassma / Nintendo)
  • Die Welt von The Legend of Zelda ist ein gefährlicher Ort, weshalb man sich rasch ein Gratis-Schwert holen sollte. (Bild: Medienagentur plassma / Nintendo)
  • Bereits die Oberwelt strotzt nur so vor gefährlichen Kreaturen. (Bild: Medienagentur plassma / Nintendo)
  • Dieser Eingang führt in einen von insgesamt neun Dungeons, die den zentralen Angelpunkt von The Legend of Zelda darstellen. (Bild: Medienagentur plassma / Nintendo)
  • Geschafft: Das erste Teil des Triforce gehört uns! (Bild: Medienagentur plassma / Nintendo)
  • Die späteren Dungeons ziehen in puncto Schwierigkeitsgrad mächtig an, wobei diese Zauberer mit am gefährlichsten sind. (Bild: Medienagentur plassma / Nintendo)
  • Die Händler verlangen gesalzene Preise! Rubine erhält man entweder durch das Töten von Gegnern oder an geheimen Orten. (Bild: Medienagentur plassma / Nintendo)
  • Diese lustigen Kreaturen reagieren empfindlich auf Geräusche, jedoch nur in der Urversion für das Famicom Disk System. Hier muss man laut ins Mikrofon schreien. (Bild: Medienagentur plassma / Nintendo)
  • Wer diesen schmalen Wassergraben überqueren möchte, braucht eine Leiter, die man wiederum im vierten Dungeon ergattert. (Bild: Medienagentur plassma / Nintendo)
Die Händler verlangen gesalzene Preise! Rubine erhält man entweder durch das Töten von Gegnern oder an geheimen Orten. (Bild: Medienagentur plassma / Nintendo)

Im Original ist sie hingegen ungemein nützlich, denn die Monster sind unberechenbar und hoppeln wie von einem Zufallsgenerator gesteuert durch die Gegend. Jedenfalls ist die Gefahr eines Remplers groß, wenn man ihnen aufgrund der kurzen Schlagreichweite ständig auf die Pelle rücken muss.

Leider reicht ein Gegentreffer, schon ist meine Lebensenergie angekratzt und die Schussfähigkeit dahin. Dann heißt es, vorsichtig jene Kreaturen aufzusuchen und zu töten, die man aus der Nähe schnetzeln kann und die mit etwas Glück ein Lebensherzchen hinterlassen. Oder ich durchforste die Landschaft und suche nach einem See mitsamt Fee, die mir meine Energie auffüllt.

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 The Legend of Zelda: Das Vorbild für alle Action-AdventuresThe Legend of Zelda erfordert Durchhaltevermögen 
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BlindSeer 24. Feb 2021

Die lokale Riegerung hat beschlossen, dass der PC nicht mehr ins Wohnzimmer soll. Damit...

Garius 22. Feb 2021

Einspruch! Er war viel linearer und vom Schwierigkeitsgrad einfacher als der erste. Ich...

genussge 22. Feb 2021

Das weiß ich leider nicht. Es war zirka ein Jahr in der Entwicklung für das NES. Schwer...

countzero 22. Feb 2021

Breath of the Wild hat das finde ich ganz gut gemacht. Es gab klassische "geh dahin und...

BlindSeer 22. Feb 2021

DAS habe ich glaube ich nicht gespielt, aber das gleiche Jahr Riddle of the Sphinx...



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