The Last Hope angespielt: Gruseln für 99 Cent

Erinnert an The Last of Us, ist aber Trash pur: Golem.de hat sich durch The Last Hope gekämpft – selten zuvor haben wir uns so über Ladebalken gefreut.

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Szene aus The Last Hope
Szene aus The Last Hope (Bild: VG Games)

Seit einigen Tagen sorgt das für die Nintendo Switch für 99 Cent nur als Download erhältliche Actionspiel The Last Hope bei der Community für Diskussionen – oder eher: für Spott. Grund ist, dass der Name und einige Elemente verdächtig an The Last of Us erinnern.

Das von einem Entwickler namens VG Games produzierte Werk erreicht aber nicht einmal ansatzweise die Qualität des Originals von Naughty Dog.

Im Gegenteil: Beim Anspielen haben wir uns über jeden der vielen und lange sichtbaren Ladebalken gefreut, weil wir währenddessen nicht spielen mussten.

Wir steuern einen jungen Mann namens Ben, der die etwa zwölfjährige Eve erst finden und dann retten muss. Das machen wir in einer Stadtumgebung, in der uns ständig Zombies angreifen – eben wie in The Last of Us.

Eine gelungene Stelle gibt es

Um auch etwas Positives über das Spiel zu sagen: An einer Stelle hat uns die Handlung tatsächlich positiv überrascht. Um was es geht, verraten wir hier natürlich nicht. Der Rest ist der Rede eigentlich nicht wert: Die Grafik auf Basis der Unity Engine ist auf dem Stand von vor 20 oder 30 Jahren.

Die Kämpfe machen keinen Spaß – im Grunde treffen wir die Untoten nicht beim Zuschlagen, sondern beim Schwungholen, was sich wie ein Versehen anfühlt. Aber nach kurzer Zeit haben wir gemerkt, dass wir die Feinde eigentlich ganz gut ignorieren können, solange sie Ellie – ähem: Eve – nicht zu nahe kommen.

Wer sich ein bisschen beeilt, hat das Spiel nach rund 30 Minuten abgeschlossen. Extras oder Sammelkram ist uns nicht aufgefallen, der Wiederspielwert liegt unter Null.

  • Den Zombies können wir meist ausweichen. (Bild: VG Games/Screenshot: Golem.de)
  • Gespräch zwischen Ben und Eve (Bild: VG Games/Screenshot: Golem.de)
  • Schlösser knacken wir mit einem nicht katastrophal gemachten Minispiel. (Bild: VG Games/Screenshot: Golem.de)
  • Die Artwork des Hauptmenüs ist beim ersten The Division geklaut. (Bild: VG Games/Screenshot: Golem.de)
  • Auch in der Bibliothek weichen wir den Untoten aus. (Bild: VG Games/Screenshot: Golem.de)
Den Zombies können wir meist ausweichen. (Bild: VG Games/Screenshot: Golem.de)

Man kann sich schon mal fragen, wie so etwas wie The Last Hope in einen kuratierten Shop kommen kann. Natürlich ärgert sich kaum jemand nachhaltig wegen dem einen Euro Kaufpreis.

Offenbar setzen die Macher von billigst produzierten Klonen erfolgreicher Spiele auf das gleiche Prinzip, das auch bei Filmen zum Einsatz kommt: Ähnliche Artwork, ähnlicher Titel – ein paar Doofe werden es schon versehentlich kaufen. (Ist dem Autor auch schon passiert, zuletzt im TV-Store von Apple.)

Für The Last Hope sollte man wirklich kein Geld ausgeben, auch für Fans von Trash dürfte das Programm trotz des niedrigen Preises einfach nur herausgeschmissenes Geld bedeuten.

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Hoernchen 08. Jul 2023

Auf'm Bild war natürlich eine Frau, die man heutzutage als Lara Croft Cosplayerin in...

Prypjat 07. Jul 2023

Ja like mich am Arsch is das ein cooles Poster ^^ Das hätte ich gerne im Bilderrahmen an...

Prypjat 07. Jul 2023

Gamestar! LOL! Guck Dir das hier mal an. ;) https://www.youtube.com/watch?v=x06zRlP5TRI

BlindSeer 07. Jul 2023

Da fehlt noch was in Richtung "antelle von Konzernkriegen" oder so. Zumindest beim...



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