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Trico und sein junger Freund in The Last Guardian
Trico und sein junger Freund in The Last Guardian (Bild: Sony)

The Last Guardian im Test: Gassi gehen mit einem computergesteuerten Riesenbiest

Trico und sein junger Freund in The Last Guardian
Trico und sein junger Freund in The Last Guardian (Bild: Sony)

Ein kleiner Junge und ein großes Fabelwesen reisen gemeinsam durch menschenleere Umgebungen: Mit diesem nur auf den ersten Blick simplen Spielprinzip baut The Last Guardian auf der Playstation 4 ungeheuer viel Atmosphäre auf.
Ein Test von Peter Steinlechner

Hundebesitzer kennen das: Jeden Morgen geht es mit Hasso, Gino oder Fiffi die gleichen langweiligen 300 Meter nach links und dann noch nach rechts, damit der Köter sein Häufchen machen und dann sein Fresschen essen kann. Wäre es nicht schön, wenn beim Gassi gehen mal was richtig Tolles passieren würde? Als kleiner Junge erleben wir in The Last Guardian gemeinsam mit unserem vierbeinigen Freund Trico genau das: eine lange, gemeinsame Reise voller Abenteuer und Gefahren.

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Trico ist kein gewöhnliches Haustier, sondern ein Fabelwesen. Das Biest ist wohl um die 15 bis 20 Meter hoch, statt Fell trägt es ein dichtes Federkleid und statt Pfoten hat es vier Vogelkrallen. Die äußere Erscheinung erinnert an Hund und Katze, dazu kommen noch zwei Stummelflügel.

Beim Laden der Levels bekommen wir übrigens eine Ahnung davon, was als Vorbild für Trico gedient haben könnte: Dann sind - auch in der japanischen Originalversion - zum Teil deutsch beschriftete Zeichnungen von Tieren und Fabeltieren zu sehen, die aus der Feder des Renaissancemalers Albrecht Dürer stammen könnten. Der japanische Stardesigner Fumito Ueda (Ico, Shadow of the Colossus) hat als weitere Inspiration für sein Werk übrigens die Landschaftszeichnungen des italienischen Künstlers Giovanni Battista Piranesi genannt.

  • In den ersten Spielminuten liegt der arme Trico noch an der Kette. (Screenshot: Golem.de)
  • Der kleine Jungen kann auf dem Fabelwesen sogar reiten. (Screenshot: Golem.de)
  • Blitzmagie zerstört diese Holzpforte. (Screenshot: Golem.de)
  • Trico und sein Freund kämpfen gegen Rüstungen. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Spiel bietet Sprachausgabe in einer fiktiven Sprache mit deutschen Untertiteln. (Screenshot: Golem.de)
  • Der kleine Jungen muss ab und zu einfache Kletterpassagen bewältigen. (Screenshot: Golem.de)
  • Trico bewegt sich mit der Geschmeidigkeit einer Katze. (Screenshot: Golem.de)
  • In diesem besonderen Raum gibt es etwas zu finden. (Screenshot: Golem.de)
  • Beim Laden sind Zeichnungen wie von Dürer zu sehen. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Grafik wirkt stellenweise sehr düster. (Screenshot: Golem.de)
In den ersten Spielminuten liegt der arme Trico noch an der Kette. (Screenshot: Golem.de)

Das erste Treffen von Trico und dem kleinen Jungen findet in einer kargen Felshöhle statt: Trico liegt verletzt an einer Kette. Unsere erste Aufgabe ist es, so viel Vertrauen aufzubauen, so dass wir ihn befreien können. Das machen wir unter anderem dadurch, dass wir Fässer mit Futter zu ihm schleppen, über die sich Trico sichtlich freut.

Sobald wir uns mit dem Hund-Katze-Vogel-Wesen angefreundet haben, ziehen wir weiter durch eine weitgehend leere Welt voller Höhlen mit seltsam sakralen Bauruinen, leeren Gängen und Hallen. Ab und zu flattert mal ein Schmetterling durchs Bild, aber das war es dann schon. Um was es in der Handlung geht, erfahren wir erst nach und nach - und zwar bis zum gelungenen Ende auch in der deutschen Version nur durch einen sehr guten Sprecher in einer erfundenen Sprache mit Untertiteln, aber ohne aufwendige Zwischensequenzen oder ähnliches.

Ein Blitz macht den Weg frei

Die Herausforderung in The Last Guardian liegt darin, den richtigen Weg zu finden und Hindernisse zu überwinden. Wenn beispielsweise ein stählernes Tor unser Weiterkommen blockiert, müssen wir uns etwas einfallen lassen. Manchmal finden wir rasch einen kleinen Gang, der uns zu einem Schalter bringt. Es kann aber auch sein, dass wir auf das Gespür von Trico vertrauen müssen. Das dauert oft ein paar Minuten, aber dann fängt unser vierbeiniger Freund an, in eine bestimmte Richtung zu blicken, so dass wir auf ihn klettern und von seinem Haupt auf einen Vorsprung hopsen können.

Unser einziges besonderes Werkzeug ist eine Art Schale, mit der wir einen Lichtstrahl etwa auf Holztüren lenken können. Wenige Augenblicke später schickt Trico vom Ende seiner Rute aus einen Blitzstrahl auf das Ziel, so dass das Holz zersplittert. Auf dem Bildschirm gibt es dafür aber keinerlei Anzeigen - also keine Skala für die restlichen Ladungen und kein Inventar.

Die unzähligen kleinen Rätsel und Herausforderungen sind sehr abwechslungsreich und vielfältig aufgebaut. Natürlich finden sich gewisse Wiederholungen, aber eigentlich haben wir immer wieder gestaunt, was den Entwicklern so alles eingefallen ist und wie geschickt sie den Schwierigkeitsgrad im Verlauf der Handlung gesteigert haben.

Neben den Knobelaufgaben und vielen Kletterpassagen gibt es gelegentlich auch Kämpfe gegen sogenannte Rüstungen. Das sind asiatisch aussehende - aber leere - Vollkörperrüstungen, also eine Art Geisterkrieger. Mit denen setzt sich allerdings meist Trico auseinander. Nach den Gefechten müssen wir unseren aufgebrachten Freund übrigens meist wieder beruhigen, indem wir auf seinen Rücken klettern und ihn streicheln. Erst dann können wir weiterziehen.

Verfügbarkeit und Fazit 

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Darktrooper 08. Dez 2016

Na dann, leg los. Nicht nur Sprüche klopfen :)

Zensurfeind 07. Dez 2016

Mal eine lustige Spiele Idee.

Darktrooper 07. Dez 2016

Nenne uns bitte mal nur 10 Exklusiv Spiele. Und wenn es angebliche Exklusiv Spiele waren...

Darktrooper 07. Dez 2016

Da sagt uns aber schon der Gesunde Menschenverstand das ich für 20¤ Im Monat keine...

Spiritogre 07. Dez 2016

Nein, Chris Roberts brauchte erst einmal überhaupt ein Jahr, um eine Firma mit etlichen...



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