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Verfügbarkeit und Fazit

Die Beziehung zwischen dem Jungen und Trico ist eines der wichtigsten Elemente von The Last Guardian. Anfangs hat das Fabelwesen Angst vor uns. Wenn wir zu nahekommen, stößt es uns sogar wütend zurück. Nach und nach, durch Futtergaben und Streicheleinheiten, bauen wir aber Vertrauen auf und es entsteht so etwas wie Freundschaft. Das zeigt das Programm nur durch das Verhalten von Trico, der sich liebevoll nähert, wenn wir dastehen, oder uns auch mal ganz distanzlos eine Tonne mit Futter aus der Hand reißt - der ein oder andere Hundebesitzer wird das so ähnlich kennen.

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Überhaupt ist das Verhalten von Trico das eigentliche Highlight von The Last Guardian. Das Biest dürfte eines der am aufwendigsten animierten Wesen sein, die bislang in einem Spiel zu sehen waren. Er schleicht katzengleich durch für ihn enge Hallen, er schüttelt sein Haupt, er blickt sich nach Gefahren und dem Weg um, er reagiert mal scheu und mal begeistert auf einen Zuruf des kleinen Jungen - fast wie ein echtes Lebewesen.

Nicht ganz so gelungen finden wir die Steuerung. Zum einen sind die Tasten auf dem Gamepad anders belegt, als wir das gewohnt sind - Springen etwa befindet sich auf dem Dreieck oben. Zum anderen hakt die Kamera in engen Gängen und sie neigt auch sonst zu allerlei Merkwürdigkeiten und Alleingängen. Offenbar versucht sie immer wieder, die Perspektive des Jungen einzunehmen und Trico von unten zu zeigen - das ergibt in Sachen Atmosphäre durchaus Sinn, nervt aber.

  • In den ersten Spielminuten liegt der arme Trico noch an der Kette. (Screenshot: Golem.de)
  • Der kleine Jungen kann auf dem Fabelwesen sogar reiten. (Screenshot: Golem.de)
  • Blitzmagie zerstört diese Holzpforte. (Screenshot: Golem.de)
  • Trico und sein Freund kämpfen gegen Rüstungen. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Spiel bietet Sprachausgabe in einer fiktiven Sprache mit deutschen Untertiteln. (Screenshot: Golem.de)
  • Der kleine Jungen muss ab und zu einfache Kletterpassagen bewältigen. (Screenshot: Golem.de)
  • Trico bewegt sich mit der Geschmeidigkeit einer Katze. (Screenshot: Golem.de)
  • In diesem besonderen Raum gibt es etwas zu finden. (Screenshot: Golem.de)
  • Beim Laden sind Zeichnungen wie von Dürer zu sehen. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Grafik wirkt stellenweise sehr düster. (Screenshot: Golem.de)
Das Spiel bietet Sprachausgabe in einer fiktiven Sprache mit deutschen Untertiteln. (Screenshot: Golem.de)

Die Grafik macht einen sehr durchwachsenen Eindruck. Trico ist toll in Szene gesetzt, aber die Umgebungen wirken stellenweise sehr unecht und künstlich. Teils sieht The Last Guardian fast nach Last-Gen-Konsolen aus. Inwieweit das vielleicht sogar künstlerische Absicht ist, lässt sich kaum sagen. Auf der Playstation 4 Pro können Spieler in zwei Auflösungen antreten: Entweder in 1080p oder in 4K. Die Bildrate wird nur in 1080p absolut stabil bei 30 fps gehalten - sowohl auf der normalen PS4 als auch auf der Pro in 4K kann es also mitunter zu ganz leichten Rucklern kommen.

Die Spieldauer der Kampagne dürfte je nach Erfahrung und Geduld sehr unterschiedlich ausfallen. Es gibt eine Trophäe für alle, die das Ende innerhalb von 30 Stunden erreichen - das sollte eigentlich jeder problemlos schaffen. Eine weitere Trophäe gibt es bei maximal 15 Stunden, was mit etwas Geschick auch noch machbar ist. Und wer Speedruns mag und schnell ist, kann sich auch eine Trophäe für das Absolvieren der Kampagne in maximal fünf Stunden sichern. Ein typischer, erfahrener Spieler dürfte normalerweise um die zehn Stunden benötigen.

The Last Guardian ist nur für die Playstation 4 (Pro) erhältlich und kostet rund 60 Euro. Sammlerausgaben sind ab rund 80 Euro verfügbar. Über Pläne für einen Season Pass oder sonstige Erweiterungen ist nichts bekannt - beides würde auch nicht so richtig zu dem Spiel passen. Einen Multiplayermodus gibt es nicht. Die USK hat dem Programm eine Freigabe ab 12 Jahre erteilt.

Fazit

Es wirkt stellenweise fast unheimlich, wie lebensecht Trico durch enge Gänge schleicht, wie er auf die Handlungen des kleinen Jungen reagiert oder wie er sich einfach mal in einem ruhigen Moment mit sich selbst beschäftigt. Allein schon wegen des Aspekts der Haustiersimulation lohnt sich die Beschäftigung mit The Last Guardian - ein dermaßen faszinierendes Lebewesen haben wir so noch nicht am Bildschirm gesehen.

Aber auch sonst überzeugt das Programm mit seiner eigenwillig erzählten Geschichte. Hier stimmt es mal, dass weniger mehr ist: Durch den Verzicht auf überflüssige Extras, durch die ruhige Atmosphäre und die meist leisen Töne baut The Last Guardian eine ungeheuer dichte Atmosphäre auf. Und ohne, dass man es so richtig mitbekommt, werden im Grunde zwei Geschichten gleichzeitig erzählt: eine über die Beziehung von Trico zum Jungen und dann noch die eigentliche - ebenfalls gelungene - Handlung.

Ganz perfekt ist The Last Guardian allerdings nicht. Die teils enormen Qualitätsunterschiede in der Grafik haben uns auf Dauer allerdings viel weniger gestört als die widerspenstige Kameraführung. Das ist aber auch der einzige echte Kritikpunkt an diesem ungewöhnlichen Meisterwerk, auf das nicht nur Hunde- und Katzenliebhaber einen Blick werfen sollten.

 The Last Guardian im Test: Gassi gehen mit einem computergesteuerten Riesenbiest
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Darktrooper 08. Dez 2016

Na dann, leg los. Nicht nur Sprüche klopfen :)

Zensurfeind 07. Dez 2016

Mal eine lustige Spiele Idee.

Darktrooper 07. Dez 2016

Nenne uns bitte mal nur 10 Exklusiv Spiele. Und wenn es angebliche Exklusiv Spiele waren...

Darktrooper 07. Dez 2016

Da sagt uns aber schon der Gesunde Menschenverstand das ich für 20¤ Im Monat keine...

Spiritogre 07. Dez 2016

Nein, Chris Roberts brauchte erst einmal überhaupt ein Jahr, um eine Firma mit etlichen...


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