The Eye Tribe: Android-Geräte mit den Augen steuern

Das dänische Unternehmen The Eye Tribe(öffnet im neuen Fenster) hat eine Eye-Tracking-Software für das Betriebssystem Android vorgestellt. Sie soll es ermöglichen, Mobilgeräte freihändig zu bedienen.
Mit Hilfe der Software soll der Nutzer beispielsweise durch Augenbewegungen auf Webseiten navigieren können: Das System soll beispielsweise erkennen, wenn er am Ende der Bildschirmseite angekommen ist und automatisch scrollen. Beim Fotografieren werde auf den Bereich fokussiert, auf den der Nutzer gerade schaut.
Sicheres Entsperren
Das System soll zudem das Entsperren des Gerätes sicherer machen: Der Nutzer tippt keinen Code ein oder fährt mit dem Finger über den Bildschirm, sondern schaut nacheinander eine Reihe bestimmter Punkte an. Eine weitere wichtige Anwendung schließlich ist die Steuerung von Spielen mit den Augen.

Die Auflösung sei sehr hoch, heißt es weiter. "Anders als aktuelle mobile Systeme zur Erkennung von Gesichtern und Augen kann unsere Software die Pupille bis auf weniger als einen Millimeter genau erfassen" , erklärt Sune Alstrup Johansen(öffnet im neuen Fenster) , Mitgründer und Chef des Unternehmens. Damit sei es möglich, die Stelle, die der Nutzer auf dem Bildschirm fixiere, ebenso genau zu erfassen, als wenn er mit der Fingerkuppe darauf tippe.
Nur Software
Anders als etwa das schwedische Unternehmen Tobii(öffnet im neuen Fenster) , das ein Komplettpaket aus Software und der dazugehörigen Hardware anbietet, beschränkt sich The Eye Tribe auf die Software. Die Materialkosten für nötige Hardware - ein System aus Infrarot-Lichtquelle und -Kamera - beliefen sich auf etwa 1 US-Dollar, erklären die Dänen. Es sei also problemlos möglich, die nächste Generation von Android-Smartphones und -Tablets damit auszurüsten.
The Eye Tribe hat die Software auf der Konferenz Demo Mobile(öffnet im neuen Fenster) vorgestellt und angekündigt, im Juni ein Software Development Kit für Spiele- und App-Entwickler zu veröffentlichen. Auf der CES hatte das Unternehmen, eine Ausgründung der IT-Universität in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, eine Version der Software für Windows 8 vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) .



