The European Summit: Durch Virtual Reality dem Webcam-Model ganz nah

Die Webcam-Stripper-Branche trifft sich nach dem MWC in Barcelona und spricht über neue Technologien, 4K und Bitcoin. Statt um nackte Haut geht es um Technik und ums Geschäft.

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Handyfoto bei Award-Verleihung in Sitges, Barcelona
Handyfoto bei Award-Verleihung in Sitges, Barcelona (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Sex vor der Webcam ist ein riesiges Geschäft. Verlässliche Marktzahlen dazu gibt es kaum, aber schon vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass die erfolgreichen Plattformen im Monat zusammen rund 30 Millionen Besucher haben. Der jährliche Umsatz dürfte bei mindestens rund einer Milliarde US-Dollar liegen. Entsprechend präsentiert sich die Web-Model-Branche im März 2015 am spanischen Strand nicht aufdringlich pornografisch, sondern als ein wichtiger Teil der IT-Branche mit Bezahldienstleistern, CDNs und SEO-Optimierern. Golem.de hat sich über drei Tage auf der Messe The European Summit angesehen, welche Technologien die Branche verändern.

Inhalt:
  1. The European Summit: Durch Virtual Reality dem Webcam-Model ganz nah
  2. Netzwerke noch nicht für 4K bereit

Wie schon auf den gerade zu Ende gegangenen Fachmessen Mobile World Congress (MWC) und Games Developer Conference (GDC) ist auch hier Virtual Reality ein großes Thema. Davon verspricht sich die Branche, realistischere, direkte Cybererfahrungen bieten zu können.

Die größten Plattformen für die persönlichen Liveshows haben laut Compete.com 30 Millionen Visitors im Monat. Führend sind etwa Imlive, Camfor, Livejasmin, Cam4, Streamate, XCams oder iFriends. Das Unternehmen Camplace, einer der Hauptsponsoren des Branchenevents, arbeitet an neuer Technik. Es will das Head-mounted Display Oculus Rift und die Augmented-Reality-Brille Hololens von Microsoft unterstützen, wie uns Mickey Nagy, Head of Customer Support von Camplace, sagt. Camplace wolle den Mitgliedern das Gefühl geben, wirklich mit dem Tausende Kilometer entfernten Model in einem Raum zu sein. Auch Treffen mit Oculus Rift und Camplace habe es schon gegeben - eine offizielle Ankündigung dazu existiere aber noch nicht.

Anders als die überall im Internet verfügbare Pornografie sind Webcam-Shows persönlich. Oft sind die registrierten Nutzer den Models seit Jahren bekannt und vertraut. Einige arbeiten aus dem heimischen Schlafzimmer, andere sind über soziale Netzwerke bekannte kleine Berühmtheiten. "Das sind Stars auf Twitter, mit mehreren Zehntausend Followern", erklärte Robert M. Riley, Managing Director von M Group, Golem.de.

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Diese persönliche Ebene ist für Virtual Reality besonders geeignet. Das Mitglied kann seinen Stars und Models noch näher sein und so die Illusion einer Beziehung stärken. Der Raum, in dem die Models chatten und strippen, ist oft sehr begrenzt, weshalb für VR oder AR nicht viel berechnet werden muss, weil die Bühne, auf der alles passiert, sehr statisch ist. Das dürfte für Virtual Reality sicherlich gut und günstig umzusetzen sein.

Eine direktere Erfahrung für den Nutzer sollen auch interaktive Sexspielzeuge bieten. Sie seien "die Zukunft der Webcam-Branche", erklärte das Webcam-Model Alex beim Roundtable The Future Of Sextech. Präsentiert wurden Geräte, bei denen Bewegungen des Models über das Internet auf den Nutzer übertragen werden. Anbieter der Hardware sind Kiiroo und das Unternehmen Fleshlight. "Wir arbeiten bereits mit Oculus Rift an der Integration", erklärte einer der Manager.

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Netzwerke noch nicht für 4K bereit 
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