The Division 2 angespielt: Action rund um Air Force One

Mit Level 30 geht es erst so richtig los: Nach der Kampagne werden in The Division 2 die Klassen und Spezialwaffen freigeschaltet. Beim Anspielen hat Golem.de aber auch einen guten Eindruck von der neu ausbalancierten Action bekommen.

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Artwork von The Division 2
Artwork von The Division 2 (Bild: Ubisoft)

Wir waren gerade im Museum für Moderne Kunst in Washington DC. Die Bilder und Skulpturen haben wir allerdings nicht weiter beachtet, sondern sind durch das Gebäude gestürmt und weiter bis zu dem Feld mit der abgestürzten Air Force One, dem Flugzeug des US-Präsidenten. Wer sich jetzt wundert, dass er in den Massenmedien noch nichts von dem Unfall gelesen hat: Ist nur im Spiel so, genauer in einer der Multiplayermissionen von The Division 2.

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Da stürzen wir durch die Galerie und eben zum Flugzeug, um dort gemeinsam mit drei Teamgefährten und mit Zivilisten gegen Rebellen oder Banditen zu kämpfen - was genau, uns auch nach mehreren Durchgängen bei Anspieltermin auf der E3 2018 nicht so klar und auch nicht so wichtig, solange wir die Feinde nur möglichst schnell ausschalten.

Das alles findet in einem neuen Multiplayermodus namens Control Point statt. Was uns allerdings mehr als die neuen Modi und Klassen überrascht hat, ist das im Vergleich zum 2016 veröffentlichten The Division spürbar andere Spielgefühl. Das allgemeine Tempo ist höher, wir und unsere Teamkameraden sterben sehr viel schneller - und das, obwohl wir instinktiv öfter in Deckung gehen, was übrigens wieder ausgesprochen gut auf Knopfdruck passiert.

Auf Nachfrage bestätigen die zuständigen Entwickler von Massive Entertainment unseren Eindruck: The Division 2 soll zwar insgesamt nicht schwieriger werden, aber dafür actionlastiger. Viele Mitglieder der Community des ersten Teils hätten gesagt, dass ihnen die Rollenspielelemente zu sehr im Vordergrund gestanden hätten, und sie eigentlich lieber mehr Zeit in Feuergefechten verbringen möchten.

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Bei den jeweils 20 Minuten langen Kampfeinsätzen rund um die in mehrere Teile zerborstene Air Force One können wir Schutz hinter Betonsperren, Trümmerteilen und diversen Kisten suchen. Allzu lange ausruhen können wir uns dort aber nicht: Die Gegner greifen wesentlich aggressiver an als noch im Vorgänger und versuchen, uns von rechts und links in die Zange zu nehmen. Neben Standardsoldaten bekommen wir es auch mit dick gepanzerten Kriegern zu tun, bei denen wir nach Möglichkeit einen Öltank auf dem Rücken treffen sollten.

Ein bisschen schräg: Es gibt einen Feindtyp, der uns mit einer Art schnell verfestigendem Spezialschaum fixieren möchte. Wenn wir ihn richtig treffen, sprüht er das Zeug aber in wilden Fontänen auf sich selbst und seine Verbündeten, bis die ganze Bande explodiert. Dabei ist aber auch besonders gut zu sehen, dass die Action sich auch in diesem Punkt von der im ersten Division unterschiedet: Das Spiel liefert mehr Rückmeldungen bei Treffern, etwa indem die Gegner viel stärker von Kugeln zurückgeworfen werden.

Ein größeres Kapitel für sich ist der Aufbau des Spiels. In The Division 2 soll es nach derzeitiger Planung so sein, dass Spieler zuerst eine handlungsbasierte Kampange - allein oder zu viert, mit jeweils angepasster Gegneranzahl - absolvieren. Sobald das geschafft ist, hat man Level 30 erreicht, und das eigentliche Mehrspielerabenteuer beginnt, inklusive von ganz neuen Raids mit bis zu acht Teilnehmern.

Bei Level 30 müssen sich Spieler außerdem durch die Auswahl einer Spezialwaffe für eine Klasse entscheiden. Ein Scharfschütze wählt natürlich ein Scharfschützengewehr, eine Art Allrounder einen Hightech-Bogen und der Zerstörer (den wir auf der E3 gespielt haben) einen Granatwerfer; diese Waffen benötigen übrigens blau markierte Spezialmunition.

Außerdem gibt es bei Level 30 zwei Spezialfähigkeiten, beim Anspielen war pro Charakter allerdings nur eine freigeschaltet. Dabei geht es um Extras wie zielsuchende Minen, um ein unsichtbares Gasfeld, in das man etwa die Feinde locken und es dann mit ein paar Schüssen in Flammen setzten kann, sowie um einen kleinen Behälter mit Nanopartiklen, die Rüstung von Feinden abbauen.

Eigentlich gäbe es noch viel über die weiteren Änderungen zu erzählen, etwa beim Heilen und beim Restaurieren der Rüstung - aber das sind dann Kleinigkeiten, die gegenüber den Änderungen bei der eigentlichen Action dann doch weniger ins Gewicht fallen. Einige spannende Sachen hat Ubisoft bislang gar nicht verraten, etwa Details über die Kampagne und die weiteren Modi. Bislang ist nur bekannt, dass der Virus aus The Division nun so einigermaßen im Griff ist, aber die Zivilisation am Boden liegt und eben in Washington wiederaufgebaut werden soll.

Um diese Wissenslücken zu füllen und vielleicht auch ein bisschen was über den wichtigsten Passagier der abgestürzten Air Force One zu verraten, hat Ubisoft aber auch noch Zeit: The Division soll nach aktuellem Stand am 15. März 2019 für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4 erscheinen.

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