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The Day Before: Neue Zweifel am zweithäufigst gewünschten Spiel auf Steam

Abenteuer in einer postapokalyptischen Welt wollte das Survivalspiel The Day Before bieten. Das Konzept kam super an - nun gibt es Probleme.

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Artwork von The Day Before (Bild: Fntastic)

Auf dem ersten Platz Hogwarts Legacy, auf dem dritten Starfield von Bethesda und dazwischen ein Survivalspiel namens The Day Before: So sah bis zum 24. Januar 2023 die Wishlist auf Steam aus - eine für die Vermarktung von Games inzwischen enorm wichtige, durch Interaktionen der Nutzer generierte Übersicht.

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Nun ist The Day Before nicht mehr in der Wishlist aufgeführt. Auch die Shop-Seite auf Steam ist verschwunden, dabei sollte das Spiel nach mehreren Terminverschiebungen eigentlich am 1. März 2023 auf den Markt kommen; als ein Grund für die früheren Verzögerungen wurde der Wechsel von Unreal Engine 4 auf 5 genannt.

Für die nächsten Tage war erstmals ein Video mit echtem Gameplay angekündigt. Das zuständige Entwicklerstudio Fntastic veröffentlichte nun aber auf Twitter eine Erklärung, dass es Probleme mit den Namensrechten an The Day Before gebe.

Die Veröffentlichung des Spiels müsse deshalb auf den 10. November 2023 verschoben werden. Das Video mit dem Gameplay könne erst erscheinen, sobald man noch offene Fragen mit den Anwälten geklärt habe.

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In den Beiträgen unter dieser Erklärung äußerte die Community so gut wie kein Mitleid, sondern Zweifel. Mehrfach fällt das Wort "Scam" - also "Betrug". Viele Spieler glauben nicht, dass Fntastic tatsächlich in der Lage ist, die bei der der Ankündigung von The Day Before gegebenen Versprechen einzuhalten.

Das Studio hat schon länger einen schlechten Ruf. Das liegt zum einen daran, dass es grundsätzliche Zweifel an The Day Before gibt, das bislang nie öffentlich gezeigt wurde. Es gibt die Vermutung, dass die Produktion nie ernsthaft begonnen worden sei, ebenso wie die, dass das Spiel einfach nur in einem unfertigen Zustand sei und noch etwas mehr Zeit benötige.

Kritik an unbezahlter Mitarbeit

Zum anderen ist Fntastic inzwischen wegen seines Umgangs mit Mitarbeitern umstritten. Das Studio hat keinen festen Sitz, sondern wird von den beiden Gründern mobil betrieben. Angeblich gibt es rund 100 Angestellte aus aller Welt. Dazu sollen laut einem Bericht von Eurogamer im Juni 2023 über 40 Freiwillige kommen, die nicht bezahlt werden.

Diese seien für das Testen von Code und Gameplay sowie für Sprachanpassungen zuständig. Das kam bei der Community nicht gut an. Allerdings ist Fntastic nicht die einzige Firma, die sich ohne Bezahlung durch Fans helfen lässt.

Immerhin eines hat Fntastic nicht gemacht: Trotz des hohen Platzes in der Wishlist waren keine Vorbestellungen möglich, so dass Spielern kein unmittelbarer Schaden entstanden sein kann.