The Constitute Eyesect: Mein Fühleraugen-Pferdekopf-Alien-Helm

Wie sieht eigentlich ein Chamäleon oder ein Greifvogel die Welt? Und wie fühlt es sich an, sich selbst aus der Schulterperspektive zu betrachten? Golem.de hat The Constitute besucht und dort den Eyesect-Helm auf Basis eines Oculus Rift ausprobiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Wir probieren Eyesect aus.
Wir probieren Eyesect aus. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Als ich den Eyesect-Helm aufsetze, fühlt sich das an, als ob sich ein Alienschädel auf meinen Kopf senkt. Ich stelle fest: Von hinten betrachtet sehe ich ein bisschen wie der von H. R. Giger gestaltete Xenomorph aus. Ich entfremde mich von meinem eigenen Körper - nicht umsonst wird die Entfremdung eines Menschen von sich selbst im Englischen als Alienation bezeichnet.

Inhalt:
  1. The Constitute Eyesect: Mein Fühleraugen-Pferdekopf-Alien-Helm
  2. Chamäleonaugen und Krakenarme
  3. Kleiner Atom, großer Kopf

Eyesect ist eine helmartige Konstruktion mit einem integrierten Head Mounted Display. Der geteilte Bildschirm ist durch etwa einen Meter lange Kabel mit zwei unabhängigen Kameras verbunden: Eine zeigt die linkte Monitorhälfte, die andere die rechte. Die Kameras werden per Magnet an der Kopfbedeckung befestigt, in den eigenen Händen oder von einer anderen Person gehalten. So kann der Nutzer völlig neue Perspektiven erleben: mit beiden Augen unabhängig sehen wie ein Chamäleon, rumdumblicken wie ein Frosch, aus der Fühlerperspektive wie eine Schnecke die Welt erkunden oder über die eigene Schulter schauen wie in einem Rollenspiel.

"Anders sehen und anders aussehen gehört zusammen", erklärt der Designer Christian Zöllner von The Constitute. Die Berliner Künstlergruppe ging aus VR-Urban hervor und beschäftigt sich mit bionischen wie biologischen Effekten und virtuellen Realitäten. Zusammen mit dem Designer Sebastian Piatza und dem Ingenieur Julian Adenauer hat Zöllner den Eyesect-Prototyp entworfen.

Steht ein Pferd auf dem Hof

Mit horizontalen 240 Grad ist das maximale Gesichtsfeld von Eyesect deutlich breiter als das eines Menschen mit 180 Grad. Daher wirkt der erste Blick mit seitlich am Helm angebrachten Kameras so, als sei ein Fischaugenobjektiv verbaut - aber ohne die starke Krümmung. Zum Vergleich: Frösche erreichen 330 von möglichen 360 Grad, einige Greifvögel erfassen etwa 300 Grad.

Stellenmarkt
  1. IT-Mitarbeiter (m/w/d)
    Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Oberschleißheim
  2. Fachassistent/in (m/w/d)
    KDN.sozial, Paderborn
Detailsuche

Bereits nach kurzer Zeit gewöhnt sich das Gehirn an die ungewohnte Sicht: Wird die räumliche Auflösung gegen einen anteiligen Rundumblick getauscht, rückt die Umgebung näher heran, Bewegungen wirken klarer und sind schneller erkennbar. Bei Fluchttieren wie Pferden oder jagenden Greifvögeln ist dieser Aspekt besonders wichtig.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Chamäleonaugen und Krakenarme 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


justinbrown 25. Feb 2014

Da bekommt "Haben sie etwa gerade eine Auge auf mich geworfen?" gleich eine ganz neue...

KritikerKritiker 24. Feb 2014

Dafür bist du nicht der einzige der als möglicherweiser "pseudo-logisch" zu bezeichnende...

Lala Satalin... 22. Feb 2014

Poor man's fly eyes. :D

Lala Satalin... 22. Feb 2014

Scheinbar habt ihr drei keine Ahnung, dass da auch 0,25mm dünnes Blech reicht... Aber es...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Geleaktes One Outlook ausprobiert
Wie Outlook Web, nur besser

Endlich wird das schreckliche Mail-Programm in Windows 10 und 11 ersetzt. One Outlook ist zudem mehr, als nur Outlook im Browser.
Ein Hands-on von Oliver Nickel

Geleaktes One Outlook ausprobiert: Wie Outlook Web, nur besser
Artikel
  1. Forschung: Blaualge versorgt Computer sechs Monate mit Strom
    Forschung
    Blaualge versorgt Computer sechs Monate mit Strom

    Ein Forschungsteam hat einen Mikroprozessor sechs Monate ununterbrochen mit Strom versorgt. Die Algen lieferten sogar bei Dunkelheit.

  2. Ransomware: Stadt informiert Bürger über Daten im Darknet
    Ransomware
    Stadt informiert Bürger über Daten im Darknet

    Nach einem Ransomware-Angriff auf die Stadt Schriesheim landeten Daten im Darknet. Die Verwaltung ist immer noch eingeschränkt.

  3. Milliarden-Übernahme: Musk spricht von günstigerem Übernahmeangebot für Twitter
    Milliarden-Übernahme
    Musk spricht von günstigerem Übernahmeangebot für Twitter

    Mit Blick auf die Zählung von Spam-Konten bei Twitter hat Elon Musk gefragt, ob die mehr als 200 Millionen Twitter-Nutzer angerufen worden seien.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • AOC G3 Gaming-Monitor 34" UWQHD 165 Hz günstig wie nie: 404€ • Xbox Series X bestellbar • MindStar (u.a. Gigabyte RTX 3090 24GB 1.699€) • LG OLED TV (2021) 65" 120 Hz 1.499€ statt 2.799€ • Samsung SSD 1TB (PS5-komp.) + Heatsink günstig wie nie: 143,99€ [Werbung]
    •  /