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Wir probieren Eyesect aus.
Wir probieren Eyesect aus. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Kleiner Atom, großer Kopf

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Für die technische Umsetzung des Eyesect-Projekts hatte Sebastian Piatza anfangs die Cinemizer OLED im Blick. Das erste Dev-Kit des Oculus Rift weckte Ende 2012 aber schnell das Interesse des Entwicklers: Eyesect war das Thema von Piatzas Masterarbeit, und diese musste im Juni 2013 abgegeben werden.

Weiter Winkel und 60 fps

Als Augen dienen zwei Platinenkameras mit Weitwinkelobjektiven mit einem horizontalen wie vertikalen Öffnungswinkel von jeweils 120 respektive 132 Grad. Die Kameras hat The Constitute so konfiguriert, dass sie mit 800 x 640 Pixeln aufnehmen können. Dies entspricht der Auflösung einer Bildschirmhälfte des Oculus Rift. Beide Kamerabilder werden im Vollbild nebeneinander platziert und alle 16,7 Millisekunden aktualisiert.

Die Kameras und das Oculus Rift sind mit einem Pico-ITX-Computer verbunden, dieser basiert auf einer Kontron-Embedded-Platine. Als Prozessor dient ein Silverthorne-Atom-Chip mit einem Kern und DDR2-Speicher. Mehr Rechenleistung ist nicht notwendig, um den simplen Code auszuführen, der die 60 Bilder pro Sekunde von den Kameras an das Rift weitergibt. Als Betriebssystem kommt Windows 7 zum Einsatz - zwar wäre den Erfindern Linux lieber gewesen, hier funktionieren aber die Kameratreiber nicht wie gewünscht.

Das kleine System und das Head Mounted System werden von einem 7,4-Volt-Lithium-Polymer-Akku mit Energie versorgt, ähnlich wie bei einem ferngesteuerten Spielzeugauto. Eine Ladung reicht für eine bis anderthalb Stunden virtueller Realität, danach muss das Eyesect wieder ans Netz.

Die helmartige Konstruktion ist asymmetrisch aufgebaut und neigt sich daher leicht auf die rechte Seite. Auf Basis der Haltestreben des Oculus Rift und eines Abgusses von Sebastians Kopf hat The Constitute mit Industrieplastilin ein futuristisches Aussehen modelliert, die zum Teil freiliegenden Kabel unterstützen dieses - mit Flüssigkeit gefüllte Schläuche wurden nur aus Zeitgründen nicht verbaut.

Nächste Version auf DK2-Basis

Das Eyesect-Projekt wäre ohne das Artist-in-Residence-Stipendium der Cynetart für Sebastian Piatza nicht realisierbar gewesen: Alleine das Rift und die beiden Kameras kosten zusammen über 600 Euro, dazu kommen das Kontron-Board, die Linsen, weitere Bauteile sowie der Entwicklungsaufwand. Wäre das Eyesect ein kommerzielles Produkt, so Christian Zöllner, würde The Constitute es für 10.000 Euro verkaufen - das entspricht dem Gegenwert des Stipendiums.

Die nächste Evolutionsstufe der VR-Konstruktion soll das zweite Dev-Kit des Oculus Rift nutzen. Zöllner stellt sich beispielsweise ein flexibles Konstrukt aus mit einer Gummihaut überzogenen Stäben vor, an welche die Kameras andocken sollen. Alleine die Idee klingt schon befremdlich. Alien eben.

 Chamäleonaugen und Krakenarme

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justinbrown 25. Feb 2014

Da bekommt "Haben sie etwa gerade eine Auge auf mich geworfen?" gleich eine ganz neue...

KritikerKritiker 24. Feb 2014

Dafür bist du nicht der einzige der als möglicherweiser "pseudo-logisch" zu bezeichnende...

Lala Satalin... 22. Feb 2014

Poor man's fly eyes. :D

Lala Satalin... 22. Feb 2014

Scheinbar habt ihr drei keine Ahnung, dass da auch 0,25mm dünnes Blech reicht... Aber es...

xri12 21. Feb 2014

Muss auch sagen, dass ich das gerne einmal ausprobieren würde. Habe mich schon oft...



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