Abo
  • IT-Karriere:

Kleiner Atom, großer Kopf

Für die technische Umsetzung des Eyesect-Projekts hatte Sebastian Piatza anfangs die Cinemizer OLED im Blick. Das erste Dev-Kit des Oculus Rift weckte Ende 2012 aber schnell das Interesse des Entwicklers: Eyesect war das Thema von Piatzas Masterarbeit, und diese musste im Juni 2013 abgegeben werden.

Weiter Winkel und 60 fps

Stellenmarkt
  1. Deloitte, verschiedene Standorte
  2. mWGmy World Germany GmbH, Köln

Als Augen dienen zwei Platinenkameras mit Weitwinkelobjektiven mit einem horizontalen wie vertikalen Öffnungswinkel von jeweils 120 respektive 132 Grad. Die Kameras hat The Constitute so konfiguriert, dass sie mit 800 x 640 Pixeln aufnehmen können. Dies entspricht der Auflösung einer Bildschirmhälfte des Oculus Rift. Beide Kamerabilder werden im Vollbild nebeneinander platziert und alle 16,7 Millisekunden aktualisiert.

Die Kameras und das Oculus Rift sind mit einem Pico-ITX-Computer verbunden, dieser basiert auf einer Kontron-Embedded-Platine. Als Prozessor dient ein Silverthorne-Atom-Chip mit einem Kern und DDR2-Speicher. Mehr Rechenleistung ist nicht notwendig, um den simplen Code auszuführen, der die 60 Bilder pro Sekunde von den Kameras an das Rift weitergibt. Als Betriebssystem kommt Windows 7 zum Einsatz - zwar wäre den Erfindern Linux lieber gewesen, hier funktionieren aber die Kameratreiber nicht wie gewünscht.

Das kleine System und das Head Mounted System werden von einem 7,4-Volt-Lithium-Polymer-Akku mit Energie versorgt, ähnlich wie bei einem ferngesteuerten Spielzeugauto. Eine Ladung reicht für eine bis anderthalb Stunden virtueller Realität, danach muss das Eyesect wieder ans Netz.

Die helmartige Konstruktion ist asymmetrisch aufgebaut und neigt sich daher leicht auf die rechte Seite. Auf Basis der Haltestreben des Oculus Rift und eines Abgusses von Sebastians Kopf hat The Constitute mit Industrieplastilin ein futuristisches Aussehen modelliert, die zum Teil freiliegenden Kabel unterstützen dieses - mit Flüssigkeit gefüllte Schläuche wurden nur aus Zeitgründen nicht verbaut.

Nächste Version auf DK2-Basis

Das Eyesect-Projekt wäre ohne das Artist-in-Residence-Stipendium der Cynetart für Sebastian Piatza nicht realisierbar gewesen: Alleine das Rift und die beiden Kameras kosten zusammen über 600 Euro, dazu kommen das Kontron-Board, die Linsen, weitere Bauteile sowie der Entwicklungsaufwand. Wäre das Eyesect ein kommerzielles Produkt, so Christian Zöllner, würde The Constitute es für 10.000 Euro verkaufen - das entspricht dem Gegenwert des Stipendiums.

Die nächste Evolutionsstufe der VR-Konstruktion soll das zweite Dev-Kit des Oculus Rift nutzen. Zöllner stellt sich beispielsweise ein flexibles Konstrukt aus mit einer Gummihaut überzogenen Stäben vor, an welche die Kameras andocken sollen. Alleine die Idee klingt schon befremdlich. Alien eben.

 Chamäleonaugen und Krakenarme
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-78%) 2,20€
  2. 12,99€
  3. 69,99€ (Release am 21. Februar 2020, mit Vorbesteller-Preisgarantie)
  4. 69,99€ (Release am 25. Oktober)

justinbrown 25. Feb 2014

Da bekommt "Haben sie etwa gerade eine Auge auf mich geworfen?" gleich eine ganz neue...

KritikerKritiker 24. Feb 2014

Dafür bist du nicht der einzige der als möglicherweiser "pseudo-logisch" zu bezeichnende...

Lala Satalin... 22. Feb 2014

Poor man's fly eyes. :D

Lala Satalin... 22. Feb 2014

Scheinbar habt ihr drei keine Ahnung, dass da auch 0,25mm dünnes Blech reicht... Aber es...

xri12 21. Feb 2014

Muss auch sagen, dass ich das gerne einmal ausprobieren würde. Habe mich schon oft...


Folgen Sie uns
       


Hallo Magenta und Alexa auf dem Smart Speaker der Telekom

Wetter, Allgemeinwissen, sächsische Aussprache - wir haben den Magenta-Assistenten gegen Alexa antreten lassen.

Hallo Magenta und Alexa auf dem Smart Speaker der Telekom Video aufrufen
Atari Portfolio im Retrotest: Endlich können wir unterwegs arbeiten!
Atari Portfolio im Retrotest
Endlich können wir unterwegs arbeiten!

Ende der 1980er Jahre waren tragbare PCs nicht gerade handlich, der Portfolio von Atari war eine willkommene Ausnahme: Der erste Palmtop-Computer der Welt war klein, leicht und weitestgehend DOS-kompatibel - ideal für Geschäftsreisende aus dem Jahr 1989 und Nerds aus dem Jahr 2019.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Retrokonsole Hauptverantwortlicher des Atari VCS schmeißt hin

Linux-Kernel: Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen
Linux-Kernel
Selbst Google ist unfähig, Android zu pflegen

Bisher gilt Google als positive Ausnahme von der schlechten Update-Politik im Android-Ökosystem. Doch eine aktuelle Sicherheitslücke zeigt, dass auch Google die Updates nicht im Griff hat. Das ist selbst verschuldet und könnte vermieden werden.
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Kernel Linux bekommt Unterstützung für USB 4
  2. Kernel Vorschau auf Linux 5.4 bringt viele Security-Funktionen
  3. Linux Lockdown-Patches im Kernel aufgenommen

SSD-Kompendium: AHCI, M.2, NVMe, PCIe, Sata, U.2 - ein Überblick
SSD-Kompendium
AHCI, M.2, NVMe, PCIe, Sata, U.2 - ein Überblick

Heutige SSDs gibt es in allerhand Formfaktoren mit diversen Anbindungen und Protokollen, selbst der verwendete Speicher ist längst nicht mehr zwingend NAND-Flash. Wir erläutern die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Solid State Drives.
Von Marc Sauter

  1. PM1733 Samsungs PCIe-Gen4-SSD macht die 8 GByte/s voll
  2. PS5018-E18 Phisons PCIe-Gen4-SSD-Controller liefert 7 GByte/s
  3. Ultrastar SN640 Western Digital bringt SSD mit 31 TByte im E1.L-Ruler-Format

    •  /