• IT-Karriere:
  • Services:

Chamäleonaugen und Krakenarme

Deutlich verwirrender ist es, eine Kamera nach vorne zu richten und eine nach schräg hinten - wie es ein Chamäleon mit seinen Augen tun kann. Diese Reptilien suchen die Umgebung mit voneinander unabhängigen Augenbewegungen ab, das horizontale Gesichtsfeld umfasst etwa 340 Grad. Ist eine Beute ausgemacht, fokussiert das Chamäleon diese mit beiden Augen und sieht dann binokular mit sehr guter räumlicher Auflösung wie ein Mensch. Das ist wichtig, um die Distanz für die Schleuderzunge abschätzen zu können.

Stellenmarkt
  1. Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  2. INSYS MICROELECTRONICS GmbH, Regensburg

Die fehlt natürlich beim Eyesect-Prototyp, dennoch ist das Gehirn nach einiger Gewöhnung in der Lage, auch völlig unterschiedliche Kamerablickrichtungen - ein imaginäres Auge sieht nach vorne und eines schräg nach hinten - als ein Bild wahrzunehmen. Den Versatz versucht das Gehirn offenbar zu interpolieren.

Nach mehreren Minuten fällt uns auf, dass einer der beiden Monitore deutlich größer wirkt und den anderen zu überlagern scheint. Das zweite Monitorbild wird dadurch eher unterbewusst wahrgenommen - dies ist auf die Augendominanz zurückzuführen: Das menschliche Gehirn fusioniert zwar beide retinalen Bilder, die von der Netzhaut erfasst werden, bevorzugt jedoch die Informationen eines Auges.

Krake oder lieber Computerspielfigur?

Da die Kameras an Kabeln befestigt sind, dienen sie in die Hände genommen als eine Art Fühler oder Fangarme mit Augen. Wir haben versucht, uns wie eine Raubkatze in geduckter Haltung nahe am Boden schleichend zu bewegen und die vor uns stehende Gopro-Kamera optisch abzutasten.

Das Ausstrecken des linken Arms kommt einer frontalen Vergrößerung gleich, der rechte Arm beäugt das kleine Aufnahmegerät von der Seite. Das fühlt sich an wie ein Krake, der ein Beutetier aus allen Richtungen fixiert, kurz bevor er zupackt. Aus Sicht der Gopro hingegen wirkt dieses Taxieren unangenehm und bedrohlich, der feste Blickwinkel vermittelt bedrückende Enge.

Besonders interessant ist die Erfahrung, sich selbst wie eine Computerspielfigur aus der virtuellen Schulterperspektive zu sehen und so die echte Welt zu erkunden. Hierzu haben wir die beiden Kameras einer anderen Person in die Hände gedrückt und diese ist uns mit erhobenen Armen auf Schritt und Tritt gefolgt. Die Kameras befinden sich somit schräg hinter uns, oberhalb des Kopfes.

Auf dem Head Mounted Display sieht das so aus, als würden wir uns wie in einem Rollenspiel fortbewegen - diese Perspektive wirkt für Spieler vertraut und recht angenehm, da das binokulare Sehen nicht verloren geht, die Übersicht sich aber deutlich verbessert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • ohne Tracking
  • mit ausgeschaltetem Javascript
 The Constitute Eyesect: Mein Fühleraugen-Pferdekopf-Alien-HelmKleiner Atom, großer Kopf 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 2,99€
  3. 80,99€
  4. 3,61€

justinbrown 25. Feb 2014

Da bekommt "Haben sie etwa gerade eine Auge auf mich geworfen?" gleich eine ganz neue...

KritikerKritiker 24. Feb 2014

Dafür bist du nicht der einzige der als möglicherweiser "pseudo-logisch" zu bezeichnende...

Lala Satalin... 22. Feb 2014

Poor man's fly eyes. :D

Lala Satalin... 22. Feb 2014

Scheinbar habt ihr drei keine Ahnung, dass da auch 0,25mm dünnes Blech reicht... Aber es...

xri12 21. Feb 2014

Muss auch sagen, dass ich das gerne einmal ausprobieren würde. Habe mich schon oft...


Folgen Sie uns
       


E-Trofit elektrifiziert Dieselbusse - Bericht

Die Ingolstädter Firma E-Trofit elektrifiziert Dieselbusse. Golem.de hat sich die Umrüstung vorführen lassen.

E-Trofit elektrifiziert Dieselbusse - Bericht Video aufrufen
Frauen in der IT: Ist Logik von Natur aus Männersache?
Frauen in der IT
Ist Logik von Natur aus Männersache?

Wenn es um die Frage geht, warum es immer noch so wenig Frauen in der IT gibt, kommt früher oder später das Argument, dass Frauen nicht eben zur Logik veranlagt seien. Kann die niedrige Zahl von Frauen in dieser Branche tatsächlich mit der Biologie erklärt werden?
Von Valerie Lux

  1. IT-Jobs Gibt es den Fachkräftemangel wirklich?
  2. Arbeit im Amt Wichtig ist ein Talent zum Zeittotschlagen
  3. IT-Freelancer Paradiesische Zustände

Amazon Echo Studio im Test: Homepod-Bezwinger begeistert auch als Fire-TV-Lautsprecher
Amazon Echo Studio im Test
Homepod-Bezwinger begeistert auch als Fire-TV-Lautsprecher

Mit dem Echo Studio bringt Amazon seinen teuersten Alexa-Lautsprecher auf den Markt. Dennoch ist er deutlich günstiger als Apples Homepod, liefert aber einen besseren Klang. Und das ist längst nicht alles.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Amazons Heimkino-Funktion Echo-Lautsprecher drahtlos mit Fire-TV-Geräten verbinden
  2. Echo Flex Amazons preiswertester Alexa-Lautsprecher
  3. Amazons Alexa-Lautsprecher Echo Dot hat ein LED-Display - Echo soll besser klingen

Apple TV+ im Test: Apple-Kunden müssen auf jeden Streaming-Komfort verzichten
Apple TV+ im Test
Apple-Kunden müssen auf jeden Streaming-Komfort verzichten

Apple ist mit Apple TV+ gestartet. Wir haben das Streamingabo ausprobiert und waren entsetzt, wie rückständig alles umgesetzt ist. Der Kunde von Apple TV+ muss auf sehr viele Komfortfunktionen verzichten, die bei der Konkurrenz seit langem üblich sind.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Apple TV+ Disney-Chef tritt aus Apple-Verwaltungsrat zurück
  2. Apple TV+ Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig
  3. Apple TV+ Apples Streamingangebot kostet 4,99 Euro im Monat

    •  /