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The Cleaners:
Wie soziale Netzwerke ihre Verantwortung outsourcen

"Delete. Ignore. Ignore. Delete." Die Dokumentation The Cleaners blickt in die Gedankenwelt von Facebooks Sittenwächtern, die täglich Tausende gemeldete Inhalte löschen oder freigeben – ein realer Social-Media-Horrorfilm ohne Aussicht auf ein Happy End.
/ Daniel Pook
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Filmszene aus der Doku The Cleaners (Bild: Gebrüder Beetz Filmproduktion)
Filmszene aus der Doku The Cleaners Bild: Gebrüder Beetz Filmproduktion

Die städtische Müllabfuhr holt alles ab, was wir in die Tonne geschmissen haben, davon können wir uns am Straßenrand selbst überzeugen. Wer aber kümmert sich um den Abfall im Internet – die als unerwünscht oder verboten gemeldeten Beiträge in sozialen Netzwerken? Die deutschen Regisseure Moritz Riesewieck und Hans Block haben sich auf die Suche gemacht und traumatisierte Menschen gefunden, deren Arbeitswelt sie in ihrem Dokumentarfilm The Cleaners zeigen.

Minutenlange Hinrichtungen, Terrorpropaganda, Fake-News und Kinderpornografie zwischen Politsatire, provokativer Kunst und journalistischer Berichterstattung aus Krisengebieten. Tausende Beiträge pro Tag. Evaluieren und Klicken im Sekundentakt. "Delete. Ignore. Ignore. Delete.", hören wir dazu wie eine Abfolge schnell heruntergebeteter Mantras aus dem Off – jeweils gesprochen von einem der sogenannten Cleaners, während er seiner Arbeit nachgeht. Was übersprungen wird, gilt als Fehleinschätzung. Nur drei Fehler im Monat sind erlaubt, sonst droht die Kündigung.

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