The Callisto Protocol im Test: Horror für Hartgesottene

Mit Monstern im Gefängnis eingesperrt - auf einem fernen Mond: The Callisto Protocol schickt Spieler in ein düsteres Abenteuer.

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Jacob Lee in einer Szene aus The Callisto Protocol
Jacob Lee in einer Szene aus The Callisto Protocol (Bild: Krafton/Screenshot: Golem.de)

Wer schon den Winter auf der Erde zu kalt findet, sollte nicht auf den Jupitermond Kallisto reisen: Dort herrscht im Mittel eine Temperatur von rund 140 Grad Celsius - minus natürlich. Auch der Pilot Jacob Lee hat im Actionspiel The Callisto Protocol keine Lust, länger als nötig auf dem tiefgefrorenen Himmelsköper zu bleiben.

Inhalt:
  1. The Callisto Protocol im Test: Horror für Hartgesottene
  2. The Callisto Protocol: Verfügbarkeit und Fazit

Allerdings läuft bei einem Auftrag etwas schief und Jacob landet im riesigen Hochsicherheitsgefängnis auf Kallisto. Schlimm, aber es kommt noch viel schlimmer: Nach einer Runde Tiefschlaf erwacht er nicht in einem gut gesicherten Knast, sondern mitten im Chaos.

Die Roboterwachen sind durch Kurzschlüsse lahmgelegt, die meisten Gefangenen sind zu Monstern mutiert und überall lodern Feuer. Mauern und Treppen sind eingestürzt. Das Ziel von Jacob ist klar: Er will entkommen.

Durch diese Hölle steuern wir die Hauptfigur aus einer leicht nach links versetzten Schulterperspektive. Komplizierte Bildschirmanzeigen oder eine aufrufbare Karte gibt es nicht: The Callisto Protocol ist ein fast vollständig schlauchiges Spiel, in dem wir auf klar erkennbaren Wegen unterwegs sind. Nur gelegentlich finden wir Seitengänge, meist mit Extras wie Munition oder Gesundheitspunkten.

Ähnlich unkompliziert wie die Bedienung sind zumindest anfangs die Kämpfe. Auf Tastendruck weichen wir vor feindlichen Fausthieben nach links oder rechts aus - was hier aber weniger Geschicklichkeit, sondern fast wie bei einem Quicktime-Event eher halbwegs stimmiges Timing erfordert.

Mit einer weiteren Taste prügeln wir im passenden Moment mit Bleirohren oder Schlagstöcken auf die Gegner ein. Die Todesszenen sind teils besonders aufwendig in Szene gesetzt, mit abgeschlagenen Köpfen und anderen bluttriefenden Details. Um an Extras zu kommen, müssen wir dann noch per Tastendruck in die Leichen treten. The Callisto Protocol richtet sich klar an erwachsene Spieler!

Später erhalten wir Fernkampfwaffen wie eine Pistole sowie weitere Extras, der Fokus auf Nahkämpfe bleibt aber. Im mittleren der drei jederzeit wechselbaren Schwierigkeitsgrade ist das Programm durchaus anspruchsvoll, insbesondere in den Bosskämpfen - von denen es allerdings nicht sehr viele gibt.

Ärgerlich: Die automatische Speicherfunktion sichert den Spielstand nur selten und dann oft an unpassenden Stellen, so dass man bei Fehlern oder Niederlagen teils mehrminütige Passagen wiederholen muss. Manuelles Speichern ist nicht möglich.

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The Callisto Protocol: Verfügbarkeit und Fazit 
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