The Book of Boba Fett: Schneller vorbei als Jabbas Herrschaft

Fans können sich in The Book of Boba Fett wieder auf erstklassiges Star Wars freuen. Aber Disney, lasst euch doch bitte mehr Zeit!

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Boba Fett, gespielt von Temuera Morrison, ist Protagonist in seiner eigenen tollen Serie.
Boba Fett, gespielt von Temuera Morrison, ist Protagonist in seiner eigenen tollen Serie. (Bild: Disney)

Achtung! Wir besprechen in dieser Rezension Teile der ersten Folge von Star Wars: The Book of Boba Fett. Auch gehen wir auf einige der Charaktere aus den Star Wars ein. Wer nichts wissen möchte, bevor er selbst die Serie geschaut hat, sollte ab hier nicht weiterlesen.

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Nicht einmal sieben Minuten ist Boba Fett in der ersten Star-Wars-Trilogie zu sehen. Und dann wird er auch noch unzeremoniell in den Sarlacc-Schlund geworfen. Und trotzdem: Der Kopfgeldjäger mit der grünen Rüstung wurde schnell zu einem Fan-Favoriten. Der ikonische mandalorianische Helm ist nicht umsonst auch ein zentrales Stück der äußerst erfolgreichen Disney+-Serie The Mandalorian.

Fans sollten in der zweiten Staffel von The Mandalorian ihren alten Favoriten erneut sehen. Kurz darauf kündigte Disney die Stand-Alone-Serie "The Book of Boba Fett" an - mit Boba im Zentrum des Geschehens. Die erste Folge läuft bereits auf Disney+. Und wir können nur sagen: Der Kopfgeldjäger hat es noch immer drauf. "The Book of Boba Fett" verspricht Star-Wars-Unterhaltung auf dem hohen Niveau von The Mandalorian. Allerdings erbt sie auch eines der größten Mankos: Die erste Folge ist wieder viel zu kurz.

Action und Star-Wars-Nostalgie

In nur etwa 30 Minuten erleben wir einen Teil der Vorgeschichte von Boba Fett, exzellent gespielt von Temuera Morrison. Zusammen mit Assassine Fennec Shand (Ming-Na Wen) will er das gestürzte Gangster-Imperium von Jabba The Hut neu aufbauen. Die erste Folge führt uns zunächst aber in den Schlund des Sarlaac, aus dem der Kopfgeldjäger schnell entkommt. Zu dumm nur, dass kurz darauf Jawas seine Rüstung klauen und Tusken-Räuber ihn anschließend in Ketten legen.

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Bobas Vorgeschichte wird immer wieder unterbrochen von Schnipseln aus der Gegenwart: Es ist nicht einfach, die Clubs und Lokale in Mos Espa auf Tatooine - bekannt aus Star Wars Episode I: Die dunkle Bedrohung - zufriedenzustellen und Gefahr lauert an jeder Straßenecke. Da wundert es wenig, dass es hier rasch zur Sache geht. Die Actionsequenzen sind einmal mehr erstklassig choreografiert und mit coolen Gimmicks versehen. Regisseur Robert Rodriguez verzichtet zum Glück auf schnelle Cuts und eine wackelige Kamera, sodass wir der Action stets gut folgen können.

Außerdem gibt es wieder ausreichend Star-Wars-Magie zu sehen. Kostüme und Set-Design werfen uns zurück in die 70er-Jahre. Sogar die Cantina-Band spielt wieder eine Variante des berühmten Cantina-Songs aus Star Wars Episode IV: Eine neue Hoffnung. Die Mischung aus Animatronics, praktischen Kostümen und gelungenen digitalen Effekten wirkt bodenständig und stets glaubwürdig. Das wundert nicht, sind mit Dave Filoni und John Favreau wieder die beiden Produzenten verantwortlich, die schon The Mandalorian zu Kultstatus verholfen haben.

Motto: Bloß nicht zu lange Folgen drehen

Daher ist es umso schmerzlicher, wenn nach einer wilden Achterbahnfahrt aus Action und Hintergrundgeschichte kaum Zeit für weitere Charakterentwicklung bleibt. Ein Beispiel: Boba Fett heuert zwei gefangengenommene Gammoreanische Leibwachen an - ohne zu zögern. Treu und wortkarg sind sie nun einfach Teil der Truppe.

Wir als Zuschauer müssen das entsprechend akzeptieren, ob wir wollen oder nicht. Auch erhalten wir nur eine sehr vage Vorstellung von der Syndikatswelt, in die Boba und Fennec nun verwickelt sind. In 30 Minuten passt eben nicht viel mehr Story.

Disney sollte sich mit so vielversprechenden Serien wie The Book of Boba Fett mehr Zeit lassen. Das würde die Serie umso besser machen. Unabhängig davon werden wir gespannt auf weitere Abenteuer des legendären Kopfgeldjägers warten. Die erste Folge macht definitiv Lust auf mehr.

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