Die Geschichte einer Vision

Anfangs ist The Billion Dollar Code eine Geschichte um eine Vision, und das in einer Zeit, als man von einem Internet, wie wir es heute kennen, nur träumen konnte. Aber es war diese Vision, die zu Terravision führte - etwas, das seiner Zeit weit voraus war und entgegen allen Wahrscheinlichkeiten glückte.

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Der Erfolg führt Carsten und Juri ins Silicon Valley, zu Gleichgesinnten, wie sie glauben, aber auch in ein Haifischbecken, das die naiven Berliner gar nicht als solches erkennen.

Die Erschaffung einer bahnbrechenden neuen Technik ist eine Sache, ihre Ausbeutung - oder auch anders gesagt: ihre Verwendung - eine ganz andere. Terravision sollte nicht nur auf einem Rechner laufen, den Normalsterbliche gar nicht hatten, es sollte auf allen Computern dieser Welt laufen. Daran arbeitet Art+Com, als die Bombe platzt und Google die Entwicklung von Google Earth bekanntgibt.

Und wieder zeigt sich die Naivität der beiden jungen Männer, beim einen mehr als beim anderen. Glauben sie zuerst noch, mit Google zusammenarbeiten zu können, müssen sie irgendwann erkennen, dass dies nicht der Fall sein wird, dass der Algorithmus von Google Earth auf Terravision basiert und dass eine Patentklage in den USA ausgesprochen teuer ist.

  • Google Earth versus Terravision - die Ähnlichkeiten sind frappierend.
Google Earth versus Terravision - die Ähnlichkeiten sind frappierend.
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Aber diese kleinen Davide aus Berlin wollen sich mit dem Konzern-Goliath anlegen.

Das ist der Kern der vierten Folge dieser Serie, die dem Prozess vorbehalten ist. Die Macher Oliver Ziegenbalg und Robert Thalheim nehmen sich die Zeit, die ein Film gar nicht bieten würde. Bei einer Gesamtlaufzeit von vier Stunden können sie die letzte Folge aber ganz und gar dem Prozess widmen. Die Art, wie die beiden Kreativen an die Serie herangegangen sind, vergleichen sie mit der Serie Chernobyl.

Der Wilde Westen

The Billion Dollar Code, dessen Arbeitstitel noch Terravision war, ist aber nicht nur die Geschichte des Kampfes von David gegen Goliath, sondern auch die Geschichte zweier Freunde.

Hier haben sich die Macher Freiheiten genommen, die damit einhergehen, dass die Figuren nicht mehr die Namen der realen Menschen tragen. Der emotionale Kern ist darum eine große Freundschaft, die in die Brüche geht - und vielleicht wieder gekittet werden kann.

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Zugleich soll die Miniserie aber auch eine größere Geschichte erzählen und über den bitteren Kampf um ein Patentrecht hinausgehen. The Billion Dollar Code illustriert den Wild-West-Aspekt des Internets der 1990er, als alles möglich war und das digitale Zeitalter damit begann, dass Rechtsbrüche an der Tagesordnung waren.

Mit The Billion Dollar Code hat Netflix erneut eine deutsche Produktion am Start, die qualitativ den Serien von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern überlegen ist. Hier wird auf internationalem Niveau operiert, und das mit einer Geschichte, die von der Öffentlichkeit vergessen wurde.

Google Earth verzeichnete zum Zeitpunkt des Prozesses mehr als sieben Milliarden Zugriffe. Das entspricht fast der gesamten Weltbevölkerung. Es ist ein Phänomen, das auch heute noch begeistert, etwas, das es ohne Terravision nicht gegeben hätte.

Das zumindest legt die Miniserie Brian Anderson in den Mund, der Serien-Version von Brian McClendon, der für Google maßgeblich bei der Entwicklung von Google Earth beteiligt war: "Without Terravision Google Earth would have never been possible."

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 The Billion Dollar Code bei Netflix: David gegen Google
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Muntermacher 17. Okt 2021 / Themenstart

Hab gerade mal bei Wiki die Firma gelesen. Dort steht, daß ein Chefentwickler von denen...

pioneer 07. Okt 2021 / Themenstart

Das steht im Artikel.

mnementh 07. Okt 2021 / Themenstart

Es gibt einen zu Art+Com: https://de.wikipedia.org/wiki/ART%2BCOM

bofhl 07. Okt 2021 / Themenstart

Der Ausgang war logisch, denn bereits als die beiden daran dachten, gab es in anderen...

Garius 07. Okt 2021 / Themenstart

Wer sagt dir denn das du das sollst? Vielleicht interessiert dich einfach die Geschichte...

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