• IT-Karriere:
  • Services:

Thaw: Das Smartphone schnappt Dateien vom Bildschirm

Eine direkte Interaktion zwischen Smartphone und Computer soll das System Thaw ermöglichen, das Forscher am MIT entwickelt haben. Der Nutzer kann das Smartphone beispielsweise dazu nutzen, Inhalte auf dem Bildschirm zu manipulieren oder nahtlos zwischen Computer und Mobilgerät auszutauschen.

Artikel veröffentlicht am ,
Thaw: Erkennung über ein Farbgitter
Thaw: Erkennung über ein Farbgitter (Bild: MIT)

Wer ein mobiles Android-Gerät besitzt, kann Dateien mit dem Rechner über den Explorer austauschen, Besitzer eines iPhones oder iPads sind auf iTunes angewiesen. Praktisch ist das beides nicht, und viel einfacher wäre es, Daten ohne eine Zwischenstation auszutauschen: Das ist das Ziel der Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Stellenmarkt
  1. Bundeskriminalamt, Meckenheim
  2. ING-DiBa AG, Frankfurt am Main

Thaw heißt das System, das die Fluid Interfaces Group und die Tangible Media Group zusammen entwickelt haben. Ziel ist, Mobilgeräte und Computer nahtlos miteinander zu vernetzen. Das Smartphone soll dabei sowohl als physische Verbindung zwischen beiden Systemen als auch als grafische Ebene für die Interaktion dienen.

Bildschirme kombinieren

Das Smartphone dient dabei beispielsweise als Gerät, um Inhalte auf dem Bildschirm per Drag & Drop zu verschieben. Ebenso kann der Nutzer Dateien auf das Smartphone verschieben, indem er sie mit der Maus auf das Gerät zieht, das vor dem Bildschirm steht, oder indem er ein Dokument, etwa eine geöffnete Webseite, vom Bildschirm wegzieht.

Daneben haben die MIT-Forscher ein Spiel entwickelt, bei dem das Smartphone als Eingabegerät genutzt wird: Sie zeigen, wie der Spieler die Figur vom Bildschirm auf das Smartphone und von dort wieder zurück auf den Bildschirm transferiert - etwa, indem er das Smartphone schräg hält, so dass die Figur die Schräge hinabrutscht und wieder auf dem Bildschirm landet. Auf dem Smartphone kann er die Figur manipulieren, sie mit den bekannten Gesten vergrößern oder verkleinern.

Erkennung über Farbgitter

Die Orientierung erfolgt über ein Farbmuster, das für den Nutzer nicht sichtbar auf dem Bildschirm liegt. Die hintere Kamera des Smartphones erfasst das Muster und erkennt, wo sich das Gerät im Verhältnis zum Bildschirm befindet - auch die Entfernung erfasst sie bis auf etwa 15 Zentimeter. Zusammen mit den Lagesensoren des Smartphones ermöglicht das eine weitere Form der Interaktion: Der Nutzer kann ein Objekt auf dem Bildschirm vergrößern oder verkleinern, indem er das Smartphone vom Bildschirm entfernt oder sich diesem damit nähert. Er kann per Smartphone auch mit Objekten interagieren, etwa sie drehen.

Vorteil an Thaw sei, dass das System die vorhandene Ausstattung der Geräte nutze. Das System könne also ohne weiteres auf aktuelle Mobilgeräte installiert werden, erklären die Forscher. Sie wollen das System in Kürze auf dem Symposium on User Interface Software and Technology (UIST) vorstellen, das vom 5. bis 8. Oktober2014 in Honolulu im US-Bundesstaat Hawaii stattfindet.

Pin-Art-Display Inform

Die Tangible Media Group beschäftigt sich nach eigenen Angaben damit, "nahtlos die Welten der Bits und der Atome" zu verbinden. Im vergangenen Jahr stellten die Forscher um Leiter Hiroshi Ishii das 3D-Display Inform vor - eine Art digitales Pin-Art.

Inform besteht aus 900 Kunststoffstäben, die in einen Tisch eingelassen sind. Die Stäbe können von Aktoren angehoben werden und so beispielsweise 3D-Inhalte wie topografische Karten darstellen. Aber das System ermöglicht es auch, Gegenstände auf dem Tisch zu manipulieren, etwa mit einem Ball zu spielen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 159,90€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. HP Pavilion 32 Zoll Monitor für 229,00€, Steelseries Arctis Pro wireless Headset für 279...
  3. ab 62,99€
  4. (aktuell u. a. HyperX Alloy Elite RGB Tastatur für 109,90€, Netgear EX7700 Nighthawk X6 Repeater)

Kakarott 23. Sep 2014

Ach Mist Hätten wir unsere Masterarbeit doch etwas weiter verfolgt und wären...

b1n0ry 23. Sep 2014

Genau, habe mich wohl unverständlich ausgedrückt. Das NFC, z.b. direkt im Gehäuse des...

Trollversteher 23. Sep 2014

Geht eben nochmal deutlich schneller. Dagegen ist das Gefuchtel mit dem USB Kabel (wo...

igor37 22. Sep 2014

Ich warte ja immer noch darauf dass man wie in SciFi-Filmen vom Desktop irgendwelche...

limo_ 22. Sep 2014

Hört sich ja richtig gut an aber woher kann man die Software bekommen?


Folgen Sie uns
       


iPhone 11 - Test

Das iPhone 11 ist das günstigste der drei neuen iPhone-Modelle - kostet aber immer noch mindestens 850 Euro. Dafür müssen Nutzer kaum Kompromisse bei der Kamera machen - das Display finden wir aber wie beim iPhone Xr antiquiert.

iPhone 11 - Test Video aufrufen
Handelskrieg: Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche
Handelskrieg
Zartbittere Zeiten für Chinas Technikbranche

"Bitterkeit essen" heißt es in China, wenn schlechte Zeiten überstanden werden müssen. Doch so schlimm wie Donald Trump es darstellt, wird der Handelskrieg mit den USA für Chinas Technikbranche wohl nicht werden.
Eine Analyse von Finn Mayer-Kuckuk

  1. Smarter Türöffner Nello One soll weiter nutzbar sein
  2. Bonaverde Berliner Kaffee-Startup meldet Insolvenz an
  3. Unitymedia Vodafone plant großen Stellenabbau in Deutschland

Von Microsoft zu Linux und zurück: Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme
Von Microsoft zu Linux und zurück
"Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme"

Aus Ärger über Microsoft stieß er den Wechsel der Stadt München auf Linux an. Kaum schied er aus dem Amt des Oberbürgermeisters, wurde Limux rückgängig gemacht. Christian Ude über Seelenmassage von Ballmer und Gates, die industriefreundliche CSU, eine abtrünnige Grüne und umfallende SPD-Genossen.
Ein Interview von Jan Kleinert


    In eigener Sache: Aktiv werden für Golem.de
    In eigener Sache
    Aktiv werden für Golem.de

    Keine Werbung, kein unerwünschtes Tracking - kein Problem! Wer Golem.de-Inhalte pur nutzen möchte, hat neben dem Abo Golem pur jetzt eine weitere Möglichkeit, Golem.de zu unterstützen.

    1. Golem Akademie Von wegen rechtsfreier Raum!
    2. In eigener Sache Wie sich Unternehmen und Behörden für ITler attraktiv machen
    3. In eigener Sache Unser Kubernetes-Workshop kommt auf Touren

      •  /