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Thatic: Sugon verkauft Workstation mit chinesischer Ryzen-CPU

Während Huawei von US-Firmen derzeit boykottiert wird, bietet Sugon eine Ryzen-basierte Workstation für den chinesischen Markt an. Der Chip heißt aber Hygon C86, denn er stammt vom Thatic genannten Joint Venture, nur die notwendige x86-Lizenz kommt indirekt von AMD.

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W330-H30-Workstation mit Hygon-CPU
W330-H30-Workstation mit Hygon-CPU (Bild: AMD/Sugon, Montage: Golem.de)

Mit der W330-H30 verkauft der chinesische Serveranbieter Sugon eine Workstation mit Ryzen-CPU. Für sich genommen ist das nicht ungewöhnlich, wenn der Prozessor nicht genau genommen ein achtkerniger Hygon Dhyana C86 wäre. Er wird nicht von AMD entwickelt, sondern von Hygon, was wiederum eine Tochter von Thatic (Tianjin Haiguang Advanced Technology Investment Corporation) ist, ein Joint Venture von AMD.

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Thatic hat zwei Töchter, die Haiguang Microelectronics Corporation (HMC) und die Chengdu Haiguang IC Design Corporation (Hygon). AMD hält einen Anteil von 51 Prozent an HMC und 30 Prozent an Hygon, den Rest hat jeweils Thatic. Da HMC somit AMD gehört, ist hier die notwendige x86-Lizenz zu finden.

HMC lizenziert die Zen-IP an Hygon, die ein Design entwerfen und das wieder an HMC verkaufen, um dieses bei einem Auftragsproduzenten wie Globalfoundries oder TSMC herstellen zu lassen. Die fertigen Prozessoren kauft dann Hygon ein und bietet sie schlussendlich unter eigenem Namen an - exklusiv im chinesischen Markt.

Um den lokalen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden, verwendet Hygon eine Abwandlung von AMDs SEV (Secure Encrypted Virtualization). Damit werden Daten im RAM verschlüsselt, wobei die AES-128-Engine im Speichercontroller sitzt und die Schlüssel im Secure-Prozessor in der CPU liegen. Wie Anandtech mit Verweis auf Hygon berichtet, nutzt Hygons SEV die chinesischen SM2/SM3/SM4-Krypto-Algorithmen.

Bisher war von Hygon nur der Dhyana bekannt, die chinesische Version von AMDs 32-kernigen Epyc-CPUs für Server. Unklar ist weiterhin, ob Hygon tatsächlich Änderungen an der Hardware vornimmt und eventuell bei TSMC statt bei Globalfoundries oder Samsung fertigen lässt oder ob die Prozessoren eigentlich nur Ryzen respektive Epyc mit anderem Microcode sind.

Die W330-H30-Workstation an sich fällt wenig spektakulär aus (Datenblatt): Neben dem achtkernigen Hygon C86 3188 mit 3,4 GHz gibt es noch einen Octacore mit 3 GHz oder einen Vierkerner mit 3,6 GHz. Dazu kommen vier DDR4-Speicherbänke für bis zu 256 GByte ECC-RAM. Das System kann mit diversen Quadro-Modellen von Nvidia von der P400 bis zu P6000 oder RTX 8000 ausgestattet werden. Als Betriebssystem stehen Windows 10 oder Windows Server 2019 oder Redhat Linux EL 7.x zur Auswahl.

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Seitan-Sushi-Fan 02. Jun 2019

x86 ist so alt, kommendes Jahr ist sogar i6x86 Freiwild, ab 2024 dann SSE und ab 2025...

Arsenal 24. Mai 2019

Steht doch im Text, dass es nur für China ist...


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