So gut, dass es nicht frei verfügbar sein darf? Eher nicht.

Wir hatten unseren Spaß, müssen aber auch feststellen, dass deutsche Autoren GPT-3 in der jetzigen Form nicht fürchten müssen. Sei es, weil das Training der KI hauptsächlich in englischer Sprache stattgefunden hat oder weil es einfach komplizierter ist, sich auf Deutsch auszudrücken. GPT-3 ist noch nicht so weit, konsistent überzeugende Texte abzuliefern, sofern es über ganz simple Aufgabenstellungen hinausgeht.

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Die Ergebnisse erinnern immer etwas an Dadaismus, es mangelt oft an zusammenhängendem Sinn. Manchmal vertieft sich die Machine-Learning-KI in einer Schleife, begründet eine These mit sich selbst. Dann wieder springt sie plötzlich mitten im Satz zu einem ganz anderen Thema. Bei Dialogen scheinen Personen permanent aufzutauchen und wieder zu gehen.

Es zeigt sich aber, dass mit Glück sinnvolle und ziemlich gute Texte möglich sind, auch in deutscher Sprache. Man kann nicht erwarten, dass jeder Versuch, einen Text zu generieren, sitzt.

Will man gute Texte, sind definitiv mehrere Versuche notwendig - und das kann schnell ins Geld gehen. Die Nutzung der Davinci-Engine (für Davinci-Instruct-Beta gilt der gleiche Preis) pro 1k Tokens kostet 6 US-Cent.

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Das hört sich erst mal günstig an. Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Eingaben zur Abfrage, also Vorlagetext plus die Befehle bei Instruct, auch berechnet werden. Da kommen schon nicht unerhebliche Beträge zusammen, wenn man mehr als ein paar Testschnipsel generieren und bei jedem eine Auswahl haben möchte, um die beste Version aussuchen zu können - und dabei ist noch nicht mal an eine vielleicht vielbesuchte Webseite gedacht, die Nutzern die Möglichkeit gibt, selbst Texte zu generieren.

Die Argumentation, dass es zu gefährlich wäre, einen freien Zugriff auf das System zu bieten, erschien uns schon zu Beginn zweifelhaft. Sicher ist, dass das System sich dazu eignet, Geld zu verdienen - solange es keinen freien Zugriff darauf gibt.

Dazu passt es, dass die Non-Profit Organisation OpenAI Inc GPT-3 in die For-Profit-Tochterfirma OpenAI LP ausgründete. Aber auch wenn diese Kontroverse nicht unerwähnt bleiben darf, spielte sie für unsere Analyse keine Rolle. Wir wollen jedoch aus diesem Grund das zwar deutlich schwächere, dafür aber freie Sprachmodell GPT-Neo (vergleichbar mit dem schwächsten GPT-3-Modell, Ada) und das in der Trainingsphase befindliche GPT-NeoX zumindest nebenbei erwähnen.

Handbuch für Softwareentwickler: Das Standardwerk für professionelles Software Engineering

Momentan nicht mehr als ein Spielplatz

Der GPT-3 Playground ist genau das, was der Name verspricht. Er ist ein Spielplatz zur Textgenerierung, mit dem die Neugier bedient werden kann.

Bei sehr kurzen, mit verringerter Kreativität generierten Texten würde GPT-3 auch auf Deutsch besser abschneiden. Allerdings erinnern die Ergebnisse der KI sehr an den Stil von Wikipedia - und dann kann man eigentlich auch gleich dort zu einem Thema etwas nachlesen, statt GPT-3 zu fragen.

  • Screenshot aus dem GPT-3 Playground (Bild: Vladimir Alexeev)
  • Screenshot aus dem GPT-3 Playground (Bild: Vladimir Alexeev)
  • Screenshot aus dem GPT-3 Playground (Bild: Vladimir Alexeev)
  • Screenshot aus dem GPT-3 Playground (Bild: Vladimir Alexeev)
  • Screenshot aus dem GPT-3 Playground (Bild: Vladimir Alexeev)
  • Screenshot aus dem GPT-3 Playground (Bild: Vladimir Alexeev)
  • Screenshot aus dem GPT-3 Playground (Bild: Vladimir Alexeev)
  • Screenshot aus dem GPT-3 Playground (Bild: Vladimir Alexeev)
  • Screenshot aus dem GPT-3 Playground (Bild: Vladimir Alexeev)
  • Screenshot aus dem GPT-3 Playground (Bild: Vladimir Alexeev)
Screenshot aus dem GPT-3 Playground (Bild: Vladimir Alexeev)

Klar, mit etwas Glück und genügend Abfrageversuchen kann man ein relativ gutes Ergebnis zum Vorzeigen bekommen - und ja, das ist an sich schon spektakulär.

Aber für ein konsistent gutes Ergebnis reicht es nicht ganz, und so ist es zu erklären, dass die bei den Modellbeschreibungen auf OpenAIs Website angegebenen Stärken "kreative Texte" nicht nennen, sondern sich auf Zusammenfassungen, Bots für Service-Chats und Ähnliches beschränken.

Und das gilt eben auch für generierte Texte auf Deutsch.

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Kleba 21. Nov 2021 / Themenstart

Kann mich auch nur anschließen - war unterhaltsam +1 :-)

Kleba 21. Nov 2021 / Themenstart

Es gibt schon entsprechende "Versuche" von Netflix (eher humoristisch zu verstehen...

JE 05. Nov 2021 / Themenstart

Die KI hat hier auffallend häufig etwas von "keine Ahnung" geschrieben und auch häufig...

Komischer_Phreak 04. Nov 2021 / Themenstart

Das wird wie immer in dieser Branche laufen: Dafür wird es das KI-Adblocker geben.

Komischer_Phreak 04. Nov 2021 / Themenstart

Du hast Dich offenbar noch nie mit GPT3 unterhalten. Ich würde schätzen, angesichts der...

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