Texas: Tesla startet unbeaufsichtigte Robotaxi-Fahrten

Tesla hat am 22. Januar 2026 einen wichtigen Schritt in seinem autonomen Fahrprogramm vollzogen. Das Unternehmen spart die Sicherheitsbegleiter(öffnet im neuen Fenster) bei einigen seiner Robotaxis in Austin ein. Elon Musk kündigte über X an, dass Tesla nun Fahrten ohne Sicherheitsmonitor im Fahrzeug durchführe.
Die unbeaufsichtigte Flotte bleibt allerdings klein. Schätzungen zufolge handelt es sich um lediglich zwei bis drei Fahrzeuge, die mit der überwachten Flotte von etwa 32 bis 34 Robotaxis(öffnet im neuen Fenster) gemischt werden. Ashok Elluswamy, Teslas Vice Präsident für Autonomie, bestätigte dies.
Tesla hatte das Robotaxi-Konzept erstmals im Oktober 2024 auf dem "We, Robot"-Event angekündigt. Der überwachte Service startete am 22. Juni 2025(öffnet im neuen Fenster) mit einer Flotte von Model-Y-Fahrzeugen. Zunächst kostete eine Fahrt 4,20 US-Dollar, der Preis stieg später auf 6,90 US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) , bevor Tesla auf eine dynamische Preisgestaltung pro Kilometer umstellte.
Technikansatz unterscheidet sich von Konkurrenz
Teslas Robotaxis nutzen ausschließlich Kameras – keine Lidar-, Radar- oder Ultraschallsensoren. Die Model-Y-Flotte verwendet Hardware 4 mit 8 bis 12 Kameras und läuft auf FSD Version 14.2.2. Jede Kamera erfasst etwa 5,4 Megapixel. Tesla arbeitet damit anders als Konkurrent Waymo. Waymo setzt auf eine Sensorsammlung mit 13 Kameras, 6 Radarsensoren und 4 bis 5 Lidar-Systemen. Diese Hardware kostet Schätzungen zufolge etwa 160.000 US-Dollar pro Fahrzeug, während Teslas Sensorhardware nur rund 2.000 Dollar kostet.
Waymo betreibt derzeit etwa 2.500 Robotaxis in sechs US-Städten und führt mehr als 450.000 bezahlte Fahrten pro Woche durch. Das Unternehmen sbsolvierte bis September 2025 mehr als 127 Millionen vollständig fahrerlose Meilen (204 Milllionen km). Eine im Journal Traffic Injury Prevention veröffentlichte Studie zeigt, dass Waymos Fahrzeuge 91 Prozent weniger schwere Unfälle als menschliche Fahrer verursachten.
Teslas Sicherheitsbilanz wirft dagegen Fragen auf. Die Robotaxi-Flotte meldete seit Juni 2025 mindestens acht Unfälle(öffnet im neuen Fenster) an die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA). Dies entspricht etwa einem Unfall pro 64.374 km – das ist rund zehnmal häufiger als bei durchschnittlichen menschlichen Fahrern.



