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Texas: Amazon-Drohne kappt Internetkabel

Eine Amazon-Drohne hat ein Internetkabel in Texas durchschnitten. Nach dem Paketabwurf verfing sich ein Propeller in der Leitung.
/ Andreas Donath
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Amazon-Lieferdrohne (Bild: Amazon)
Amazon-Lieferdrohne Bild: Amazon

Nachdem eine Amazon-Lieferdrohne bei einem Einsatz in Waco im US-Bundesstaat Texas ein Internetkabel durchtrennt hat, hat die US-Luftfahrtbehörde FAA Ermittlungen aufgenommen. Der Vorfall ereignete sich am Mittag des 18. November und reiht sich ein in eine Problemserie bei Amazons Luftlieferprogramm, wie CNBC berichtete(öffnet im neuen Fenster) .

Drohne verfing sich nach Paketabwurf

Ein von CNBC verifiziertes Video zeigt die Amazon-Drohne vom Typ MK30 beim Aufstieg aus dem Garten eines Kunden nach einer erfolgreichen Paketzustellung. Während des Steigflugs verfing sich einer der sechs Propeller in einem nahegelegenen Kabel. Die Aufnahmen dokumentieren, wie die Drohne das Kabel durchtrennt, bevor der Motor abschaltet.

Das Fluggerät führte eine Notlandung durch, bei der die Propeller frei laufen. Die Drohne blieb weitgehend intakt, lediglich ein Propeller wurde beschädigt. Personen kamen nicht zu Schaden, die Internetstörung blieb auf das unmittelbare Gebiet beschränkt.

Zweiter Zwischenfall binnen kurzer Zeit

Die Federal Aviation Administration bestätigte die Einleitung der Untersuchung. Das National Transportation Safety Board sei über den Vorfall informiert worden, habe aber noch keine eigenen Ermittlungen aufgenommen, heißt es in dem Bericht. Amazon erklärte demnach, den betroffenen Kunden für den Kabelschaden entschädigt und sich für die Störung entschuldigt zu haben.

Der Zwischenfall folgt auf eine Havarie, bei der zwei Amazon-Prime-Air-Drohnen in Tolleson im US-Bundesstaat Arizona mit einem Baukran kollidierten. Amazon setzte daraufhin die Drohnenlieferungen in diesem Gebiet vorübergehend aus.

Amazon verfolgt das Drohnenlieferkonzept seit mehr als zehn Jahren. Der Regelbetrieb startete 2022 in College Station in Texas und Lockeford in Kalifornien.

Die sechsarmige MK30 stellt Amazons jüngste Drohnengeneration dar – konzipiert für leiseren Betrieb und geringeres Gewicht. Laut Hersteller verfügt das Modell über Sensortechnologie zur Hinderniserkennung in der Luft und am Boden. Einzelne Kabel sind aber offenbar ein Problem.


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