Teures Sci-Fi-Projekt: Wieso Steven Spielbergs Robopocalypse nie kam
Steven Spielberg hat neue Details zum gescheiterten Science-Fiction-Projekt Robopocalypse veröffentlicht, wie die US-amerikanische Entertainment-Website Slashfilm berichtet(öffnet im neuen Fenster) und sich dabei auf ein Interview mit Spielberg bezieht. Im Gespräch mit dem britischen Filmmagazin Empire erklärte der Regisseur, dass letztlich vor allem die enormen Produktionskosten zur Einstellung des Films geführt hätten.
Der Roman, der nicht verfilmt wurde
Die Verfilmung des Romans von Daniel H. Wilson befand sich Anfang der 2010er-Jahre bereits weit in der Vorbereitung. Das Buch erzählt vom Krieg zwischen der Menschheit und einer künstlichen Intelligenz namens Archos. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven und über verschiedene Aufzeichnungen rekonstruiert. Häufig wurde der Roman als eine Art "World War Z mit Robotern" beschrieben.
Für die Kinoadaption hatte Spielberg bereits Drew Goddard als Drehbuchautor verpflichtet. Außerdem waren Chris Hemsworth, Anne Hathaway und Ben Whishaw für Rollen vorgesehen. Auch Konzeptzeichnungen und Storyboards existierten bereits, bevor das Projekt 2013 gestoppt wurde.
Laut Spielberg war die Finanzierung für seine Produktionsfirma Dreamworks zu riskant. Das Studio habe damals bereits unter wirtschaftlichem Druck gestanden. Besonders der teure Flop Cowboys & Aliens habe die Lage verschärft, so Spielberg. Gleichzeitig seien bei anderen Großproduktionen wie World War Z die Kosten massiv angestiegen, was zusätzliche Unsicherheit ausgelöst habe. Spielberg erklärte, er habe keine externen Investoren gefährden wollen, solange er sich des kommerziellen Erfolgs nicht sicher gewesen sei. Das geplante Budget von rund 200 Millionen US-Dollar galt damals als enormes Risiko.
Ein künftiges Projekt?
Ob Spielberg das Projekt noch einmal aufgreifen könnte, bleibt offen. Inhaltlich wirkt das Thema aktueller denn je. Die Diskussion um künstliche Intelligenz hat sich seit der Romanvorlage allerdings stark verändert. Während Robopocalypse noch klassische Maschinenaufstände im Stil von Terminator oder Matrix verarbeitet, stehen heute eher reale KI-Systeme und ihre gesellschaftlichen Folgen im Mittelpunkt. Steven Spielbergs neuer Sci-Fi-Film Disclosure Day startet am 12. Juni im Kino.
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