Teure Bescherung: Nvidia Geforce RTX 4090 kostet über 2.000 Euro

Die Nvidia Geforce RTX 4090 ( Test ) hat die 2.000-Euro-Marke geknackt. Allerdings aus Kundensicht in die falsche Richtung. Dabei handelt es sich um den Durchschnittspreis aller Modelle bei mehreren Händlern. Selbst der häufig vergleichsweise günstige deutsche Händler Mindfactory kann diesen Preis aktuell nicht unterbieten(öffnet im neuen Fenster) .
Auch wenn die bisweilen schnellste Grafikkarte auf dem Markt gleichzeitig auch seit dem Erscheinen die teuerste Karte der aktuellen Generation war, zählte sie aus der Preis-Leistungs-Perspektive zwischenzeitlich sogar zu den vernünftigeren GPUs. Die Mehrleistung im Vergleich zur Geforce RTX 4080 ( Test ) und AMD Radeon RX 7900XTX ( Test ) reichte aus, um verhältnismäßig gut dazustehen.
Die Gründe für die hohen Preise sind nicht ganz klar. Zum einen dürften besonders im chinesischen Markt einige Hamsterkäufe stattgefunden haben, da einige Zeit nicht abschließend geklärt war, ob die Grafikkarte dort tatsächlich vom Markt verschwinden wird. Mittlerweile ist sie dort nicht mehr erhältlich(öffnet im neuen Fenster) . Weitere Gründe könnte die hohe KI-Rechenleistung gepaart mit 24 GByte GDDR6X sein.
Nvidia ist auch bei KI nicht alternativlos
Wichtig sind diese Punkte vor allem für Entwickler, die zunehmend auch bei den Nvidia-Konkurrenten AMD(öffnet im neuen Fenster) und Intel passende Alternativen finden, ebenfalls mit 16 bis 24 GByte-Grafikspeicher und zu teilweise deutlich attraktiveren Preisen. KI-Helfer in Bildbearbeitungsprogrammen oder Sprachassistenten brauchen ohnehin keine High-End-GPUs, um zu funktionieren. Die speziell dafür integrierten Ausführungseinheiten in kommenden Prozessoren sind dementsprechend auch verhältnismäßig winzig.
Für potenzielle Käufer einer High-End-Grafikkarte werden nun vermutlich die Nachfolger der laut Berichten schon im Abverkauf befindlichen Nvidia Geforce RTX 4070 Ti und RTX 4080 interessanter. Auch AMD dürfte es freuen, denn die RDNA-3-Grafikkarten sind von der Preissteigerung bislang nicht betroffen.



