Kernfusionsforschung bleibt wichtig
Komplett sinnbefreit ist die Arbeit an Kernfusionsreaktoren natürlich nicht. Wer weiß schon, wofür ein einzelnes Kraftwerk, das halbwegs sauber und auch sicher riesige Mengen Energie produzieren kann, noch gut sein wird. Von der Erzeugung einer Einstein-Rosen-Brücke bis zum Raumschiffantrieb gibt es schon Ideen.
Dazu kommt die Arbeit an Iter selbst. So teuer und langwierig sich alles gestaltet – ein ähnlich kooperatives Projekt findet sich kaum. Kaum etwas anderes als das Versprechen auf eine unerschöpfliche Energiequelle lässt die EU, China, Indien, Russland und die USA zusammenfinden.
Wissenschaftliche Erkenntnisse helfen auch anderswo
Schließlich bringt die Forschung auch an anderer Stelle Erkenntnisse. Das Verständnis der starken Wechselwirkung, jener fundamentalen Kraft, die die Atomkerne überhaupt zusammenhält, wird permanent erweitert.
Kernfusion hilft darüber hinaus, zukünftig Isotope erzeugen zu können, die aktuell noch nicht herstellbar sind. Deren medizinischer oder wissenschaftlicher Nutzen muss derzeit noch nicht einmal bekannt sein.
Energieprobleme wird die Kernfusion nicht lösen, nicht in 10 und ziemlich sicher auch nicht in 50 Jahren. Sollte sie aber wider Erwarten doch eines Tages Strom in die Steckdose liefern können, ist das bestimmt auch nicht verkehrt.
IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)



