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Tetra: Warum Stadtbahnen mit 7,2 KBit/s angebunden werden

Das schmalbandige Tetra bietet einige Dienste, die Bahnbetreiber brauchen und die der öffentliche Mobilfunk nicht hat. Darum erhalten Stadtbahnen im Ruhrgebiet jetzt eine Anbindung mit 7,2 KBit/s. Große Datenmengen werden nachts per WiFi übertragen.

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Variobahn der BOGESTRA
Variobahn der BOGESTRA (Bild: BOGESTRA)

T-Systems hat in dieser Woche bekanntgegeben, in den Städten Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen und Herne den Stadtbahnverkehr ans Netz zu bringen. Dabei kommen das Betriebsleitsystem (ITCS) und das Tetra-Digitalfunksystem zum Einsatz. Die Übertragungsrate pro Datenkanal liegt bei Tetra bei nur 7,2 KBit/s. Eine Funkzelle kann mit mehreren Datenkanälen ausgerüstet sein.

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Golem.de sprach mit Ralf Skotarek, Senior Manager aus dem Bereich Travel, Transport & Logistics bei T-Systems darüber, warum Tetra, ein Standard für digitalen Bündelfunk, trotz seiner niedrigen Datenrate eine Existenzberechtigung hat.

Der Auftrag umfasst einen zweistelligen Millionenbetrag. Es sei unter anderem die Erweiterung des TETRA-Funksystems ausgeschrieben worden, wofür T-Systems den Zuschlag erhalten habe, sagte Skotarek. Die Betreiber, die Dortmunder Stadtwerke (DSW21) und die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen (Bogestra), betrieben auch Bahnen und müssten darum eine Funkkommunikation mit einer sehr hohen Verfügbarkeit haben. "Beim Mobilfunknetz wird dagegen keine Verfügbarkeit garantiert, auch wenn diese recht hoch ist. Darum investiert man in eigene Betriebsfunknetze."

Tetra biete zudem auch Dienste wie Gruppenruf, was kein Betreiber im öffentlichen Mobilfunk für den Massenmarkt implementiert hat, was aber für öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sehr wichtig sei. Auch Rufpriorität für Notrufe bietet Tetra, betonte Skotarek.

Mit einem schmalbandigen System lässt sich viel machen

Durch die Einbindung der Stadtbahnen in das Betriebsleitsystem könnten die Anschlüsse gesichert werden. Busfahrer erhalten einen Hinweis, wenn sich Bahnen verspäten.

Mit so einem schmalbandigen System lasse sich viel machen, sagte Skotarek. "Sie müssen natürlich auf die Schmalbandigkeit Rücksicht nehmen und können keine Videodateien überspielen." Massendaten wie Fahrpläne werden über Nacht auf den Fahrzeughöfen per WLAN in die Fahrzeuge übertragen. Echtzeitdaten wie der Start einer Bahn oder Verspätungsdaten gehen über Tetra.

T-Systems wird 157 Stadtbahnen mit Bordrechnern, Software und Bedienteilen, Fahrgastsprechstellen sowie Tetra-Funkgeräten ausrüsten. Auch in Tunnelstrecken installiert T-Systems Tetra-Kommunikationsinfrastruktur. Auch die Erweiterung der zentralen Systeme sowie die Ausstattung der Betriebshöfe mit WLAN, um die Bordrechner der Bahnen mit aktuellen Daten versorgen zu können, gehören zum Leistungsumfang. Ziel des Projekts ist die vollständige Integration des Stadtbahnbetriebs in das vorhandene Betriebsleitsystem. Dies soll Ende 2017 abgeschlossen sein.



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blockchainman 20. Apr 2016

Ok, wahrscheinlich gewöhnt man sich auch daran die Seife aufzuheben im Gefängnis wenn...

johnsonmonsen 18. Apr 2016

Hallo Christian KG! Ja, dass die großen Provider das nicht mehr anbieten ist ein...

Dullidull 18. Apr 2016

Vielen Dank für den Link. Das ist sehr aufschlussreich.

chefin 18. Apr 2016

Funkstandards ändern sich so alle 5-8 Jahre und du kommst mit etwas an, das in den 90er...

plutoniumsulfat 17. Apr 2016

Danke für die Erklärung.


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