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Mobilfunk-Mast to go: Telekom bietet mobilen Antennenstandort kostenlos zum Testen

Die neue mobile Antenne der Telekom versorgt neben dem C-Band auch bei 1,8 und 2,1 Gigahertz. Sie kann kostenlos getestet werden.
/ Achim Sawall
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Beim MWC 2024 informiert die Telekom an ihrem Stand über den Mobilfunk-Container. (Bild: Deutsche Telekom)
Beim MWC 2024 informiert die Telekom an ihrem Stand über den Mobilfunk-Container. Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat eine neue Version ihres Sendemastes für temporäre Mobilfunkversorgung auf Firmengeländen, Großbaustellen oder Events vorgestellt. Das gab der Netzbetreiber am 22. Februar 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Die Antenne wird in der kommenden Woche auf dem Branchenevent MWC in Barcelona international präsentiert.

Nach ersten Praxistests auf Festivals und Großveranstaltungen bot die Telekom einen kostenlosen Prototyp für Geschäftskunden an. Rund ein Dutzend Kunden waren dabei. Dazu zählt Implenia, ein Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister: Das Unternehmen versorgt eine im Tal gelegene Brückenbaustelle. Auch Flaschenpost, ein Lieferdienst für Getränke und Lebensmittel aus Münster, befindet sich unter den Testern. Dieser nutzt die zusätzliche 5G-Versorgung innerhalb einer Logistikhalle.

Die sektorisierte Antenne ermöglicht es, anders als Rundstrahlantennen, mit ihren bis zu drei Sektoren Bereiche gezielter auszuleuchten und das mit bis zu drei verfügbaren Frequenzbereichen. Die mobile Antenne unterstützt sowohl 5G als auch LTE und kann bis auf acht Meter Höhe ausfahren.

Die Telekom entwickelt und produziert selbst keine Mobilfunktechnik, sondern setzt dabei auf die Ausrüster Huawei und Ericsson sowie die Open RAN Community mit Herstellern, die meist aus den USA stammen. Wer die Hersteller für die neue Antenne sei, gab die Telekom bislang nicht bekannt. "Wir setzen den Mobilfunk-Mast-to-go in ganz Deutschland ein. Deshalb haben wir für jeden Netzausrüster eine entsprechende Variante entwickelt" sagte eine Unternehmenssprecherin.

Die erste Version des kompakten Sendemasts ermöglichte bisher LTE und 5G über Frequenzen im Bereich 2,6 und 3,6 Gigahertz. Die neuen Antennen funken jetzt auch bei 1,8 und 2,1 Gigahertz sowie auf den 5G-Frequenzen im Bereich 3,7 Gigahertz für Campusnetze.

Die Mobilfunksendetechnik passt in einen Microcontainer (Länge: 1,6 Meter, Breite: 2 Meter, Höhe: 2,6 Meter). Innerhalb von weniger als einer Stunde kann der Mast laut Telekom von einer Person aufgebaut werden. Der Container kann an eine lokale Stromversorgung angeschlossen oder über jede andere mobile Energiequelle betrieben werden. Die Anbindung ans Datennetz ist sowohl über Glasfaser als auch per Richtfunk möglich. Auch eine Anbindung per Satellit ist realisierbar.

Während der Fußballeuropameisterschaft in Deutschland setzt die Telekom die Antenne ein, um zusätzliche Abdeckung an Fanstandorten sicherzustellen.


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