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Testnetz: Telekom braucht für 5G erheblich mehr Antennen

Das große 5G-Testnetz der Telekom in Berlin liefert erste Erkenntnisse zu der Zahl der benötigten Antennen, aber auch zur tatsächlich erreichten Datenrate und Latenz.

Artikel veröffentlicht am ,
Das 5G-Testnetz wächst.
Das 5G-Testnetz wächst. (Bild: Deutsche Telekom/Screenshot: Golem.de)

Die Deutsche Telekom benötigt für 5G erheblich mehr Antennen als bisher. Das gab das Unternehmen in einem Video bei Youtube bekannt. Luz Hasenforther, 5G-Projektleiter Telekom, erklärte: "Das Besonders an diesen Antennen ist die Anzahl. Wir sind mit 64 Antennenelementen deutlich über dem, was wir heute in unseren Bestandsnetzen haben, mit vier Sende- und Empfangsantennen."

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Mit Beamforming könne der Kunde gezielter mit der Antennenkeule versorgt werden, er bekomme eine viel präzisere Datenverbindung. Es geht bei dem Test in Berlin um wichtige Erkenntnisse zu Höhe, Reichweite und Leistung.

In Berlin hat die Telekom in einem etwa fünf Kilometer breiten Streifen im Stadtteil Schöneberg und darüber hinaus ein 5G-Testfeld eingerichtet.

Sebastian Schaff, Funknetzplaner Telekom, sagte: "Das Frequenzband von 3,7 GHz, was wir nutzen, ist deutlich höher als das, was wir bisher im Mobilfunk eingesetzt haben. Wir haben mit 100 MHz mehr Bandbreite zur Verfügung, auf der anderen Seite werden die Mobilfunkzellen dadurch deutlich kleiner." Es handele sich um eine Testfrequenz, die der Telekom zeitweise zur Verfügung steht.

Schaff: "Wir versuchen eine sehr hohe Kapazität zur Verfügung zu stellen. Durch die kleineren Zellen hat jede Zelle weniger Kunden. Wir werden Datenraten von 1 bis 10 GBit/s im Bereich 5G bekommen. Viel spannender ist aber die Latenzzeit, die bei 1 Millisekunde liegt oder darunter." Dadurch sollen Echtzeitanwendungen möglich sein.

Die 5G-Technik werde in die Live-Netzinfrastruktur integriert, das heißt, sie arbeitet mit der 4G-Technologie der Telekom in Deutschland zusammen. Aufgebaut wird die kommerzielle 5G-Technik von dem Ausrüster Huawei. Die Technik, die Software und die Terminals basieren auf den Standards der 3GPP (3rd Generation Partnership Project) für 5G New Radio in der Non-Standalone-Variante. Die Mobilfunkkomponente von 5G wurde im Dezember 2017 standardisiert. Das 3GPP-Plenartreffen hatte zudem im Juni 2018 die Fertigstellung des Standalone (SA) Release 15 für die 5G-Spezifikationen genehmigt.

Der deutsche Stadtnetzbetreiberverband Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss) hatte erklärt, dass für 5G in Deutschland 1,2 Millionen Antennen aufgestellt werden müssten. Mit Stand von Oktober 2017 gab es pro Mobilfunkbetreiber in Deutschland 25.000 Antennenstandorte.



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Proctrap 27. Jun 2018

am Main ich Rede aber nicht von IN der Stadt sondern einer stark benutzen pendler...

regiedie1. 23. Jun 2018

Nur beim Telefonieren? Wahrscheinlich bekäme man so in gesundheitlich zweifelhafte...

Anonymer Nutzer 22. Jun 2018

OK, Latenz scheint dir ja sehr wichtig zu sein. Nehmen wir mal an es wäre 1ms. Was würde...

lurchie 22. Jun 2018

Bevor bei uns Glasfaser verlegt wird ist die Welt unter gegangen. Nen hybrid Zugang ist...

RipClaw 22. Jun 2018

Bei 700,800 und 900 MHz hat man zusätzlich noch das Problem das hier die verfügbare...


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