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Testlauf: Kann die Bahn mit Partnern wirklich 5 GBit/s im Zug liefern?

Vantage Towers, Ericsson , Deutsche Bahn und Telefónica arbeiten an Tests zum neuen Bahnfunk und hohen Datenraten. Doch es bleiben noch Fragen offen.
/ Achim Sawall
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Die Teststrecke in Mecklenburg-Vorpommern (Bild: Deutsche Bahn)
Die Teststrecke in Mecklenburg-Vorpommern Bild: Deutsche Bahn

Auf dem Connect Congress in Dresden(öffnet im neuen Fenster) wollten die Zuschauer von Vantage Towers wissen, ob 5G-Datenraten von 5 GBit/s im Zug auch dann erreicht werden, wenn man mit Höchstgeschwindigkeit fährt. "Ich kann keine Ergebnisse offenlegen, weil die Tests weiter laufen" , sagte Badiaa Bazarbacha vom Management von Vantage Towers Germany am 18. Juni 2024. Bei dem Gint-Projekt der Deutschen Bahn sollen 5G-Datenraten von 5 GBit/s im Zug erreicht werden, wenn der neue Bahnfunk FRMCS (Future Rail Mobile Communication System) eingeführt wird.

Doch auf der Teststrecke in Mecklenburg-Vorpommern fährt der Zug bislang nur 140 km/h und die Züge können bis zu rund 300 km/h erreichen.

"Die Tests laufen bis zum Jahresende mit unterschiedlichen Konstellationen weiter" , betonte Bazarbacha. Vantage Towers, ein Sendemastunternehmen von Vodafone, habe bisher 13 Towers an der Teststrecke errichtet.

Bis 2030 sind 20.000 Funkmasten nötig

Neben der Bahn sind der Mobilfunkbetreiber O2 Telefónica und der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson an dem 5G-Projekt beteiligt. Die im Gint-Projekt genutzten 3,6 GHz-Frequenzen von O2 Telefónica, gemeinsam mit Campus-Spektrum der Bahn, ermöglichen die Datenrate, allerdings wird jeden Kilometer ein Funkmast benötigt. "Bis 2030 sind 20.000 Funkmasten nötig" , sagte Bazarbacha.

Dabei bleibt die Frage nach dem Tempo des Zuges. Tatsächlich gibt es eine Geschwindigkeitsabhängigkeit, aber 5G ist gegen Dopplereffekte "gehärtet" . Aber das Spektrum ist nur dann ausreichend für 5 GBit/s, wenn mindestens 200 MHz kombiniert werden.

Ein weiterer Vertreter von Vantage Towers erklärte, Super Cells könnten einen Radius von 10 Kilometern ausleuchten. "Dann haben wir weniger Handover" , sagte er.

Offenlegung: Golem.de nahm auf Einladung von Huawei an der Veranstaltung teil. Die Kosten für Anreise und Übernachtung wurden zur Gänze von Huawei übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.


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