Testfahrt mit Ford Mustang Mach-E: Das Pferd fährt elektrisch

Ford hat seinen Mustang mit Elektromotoren sportlich getunt und akustisch gezähmt. Dennoch kann das Elektroauto rasant sein.

Ein Bericht von Peter Ilg veröffentlicht am
Der Ford Mustang Mach-E
Der Ford Mustang Mach-E (Bild: Ford)

Der 17. April 1964 ist ein ganz besonderes Datum für die weltweite Automobilindustrie. Einen Tag, nachdem die Rolling Stones ihre erste Langspielplatte in Großbritannien auf den Markt brachten, stellte Ford in New York sein Modell Mustang vor. Ein schnittiges Sportcoupé wahlweise mit Reihensechszylinder oder V8-Motor. Stones und Mustang schrieben fortan Geschichte.

Inhalt:
  1. Testfahrt mit Ford Mustang Mach-E: Das Pferd fährt elektrisch
  2. Rund 400 Kilometer Reichweite
  3. Der Mustang ist eindeutig ein Sprinter

Der Ford Mustang ist der meistverkaufte Sportwagen der vergangenen 50 Jahre in den USA und war im vergangenen Jahr zum fünften Mal in Folge das meistverkaufte Sportcoupé der Welt. Souverän und sonor blubbern die großvolumigen Achtzylindermotoren. In der neuen Modellvariante des Mustangs entspringt dieser Klang künstlich dezent aus einem Soundgenerator. Den Mustang gibt es nun als Mach-E mit Elektroantrieb.

Unsere Testfahrt mit dem 350-PS-Modell hat gezeigt, dass der elektrische Mustang Fahrspaß mit Komfort und einigen für Ford neuen technischen Details verbindet.

Nur die Rückleuchten erinnern an den Verbrenner

An den Mustang mit Verbrenner erinnern lediglich die markanten dreiteiligen Rückleuchten, einem durchgängigen Designelement der Modellreihe seit den 1960er Jahren. Ansonsten ist der Stromer ein komplett anderes Auto. Der mit konventionellem Motor ist ein tiefer Sportwagen, der elektrische ein hohes SUV. Das ist mit seinen Außenmaßen von 4,71 m Länge, 1,88 m Breite und 1,62 m Höhe für ein typisch amerikanisches Auto klein geraten. Wirklich klein ist das Auto aber nicht, eher genau richtig, denn es bietet ausreichend Platz für fünf erwachsene Personen einschließlich Gepäck.

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Zusätzlichen Stauraum gibt es in der Fahrzeugfront unter der ehemaligen Motorhaube mit einem Ladevolumen von 100 Litern auch für schmutzige Teile: Schlammige Wanderstiefel, nasse Sportklamotten oder Eis zum Kühlen von Getränken für die Strandparty können dort untergebracht werden. Die Stauwanne ist vollständig mit Kunststoff ausgekleidet, auswaschbar und mit Wasserablauf. Das ist zwar nicht neu, weil auch der Ford Puma eine solche Box hat, allerdings im Heck. Pfiffig und praktisch ist die Idee dennoch.

  • Der Ford Mustang Mach-E hat wenig mit dem legendären Sportwagen aus den 1960er Jahren gemein. (Foto: Ford)
  • Das SUV hat ein sportliches Fahrwerk. (Foto: Ford)
  • Das Autos soll durch einen Designtrick optisch sportlich wirken. Dach und Boden sind schwarz. Das macht das Auto hinten tief und nach vorne offen, ähnlich einem Keil. (Foto: Ford)
  • Der große Touchscreen, die zentrale Steuereinheit für viele Fahrzeugfunktionen, einschließlich der Fahrmodi mit den ungewöhnlichen Bezeichnungen (Foto: Ford)
  • Das Markenzeichen der Mustang-Modellreihe: die dreiteiligen Rücklichter (Foto: Ford)
  • Anstatt des Ford-Logos ziert den Mustang ein Wildpferd an Front und Heck. Das ist einzigartig bei Ford. (Foto: Ford)
  • Öffnen der Türen über Sensoren an der B-Säule vorne. Für die hinteren Türen sind die Sensoren an der C-Säule. (Foto: Ford)
  • Der auswaschbare Stauraum in der Front mit Ablassventil (Foto: Ford)
Der Ford Mustang Mach-E hat wenig mit dem legendären Sportwagen aus den 1960er Jahren gemein. (Foto: Ford)

Wem der Platz vorne und hinten nicht reicht, der kann sich für den Mustang eine Anhängevorrichtung mit einer maximalen Anhängelast von gebremsten und ungebremsten 750 kg bestellen. Ausreichend Drehmoment für Anhänger haben Stromer allemal. Doch zusätzliches Gewicht geht zulasten der Reichweite - und die ist ein bestimmendes Argument beim Kauf eines Elektroautos.

Zwei verschiedene Akkugrößen

Den Mustang gibt es mit zwei unterschiedlichen Batterien, die sich mit Heck- oder Allradantrieb kombinieren lassen, so dass vier Antriebsvarianten entstehen. In der Allradversion haben die Autos jeweils einen Motor an der Vorder- und Hinterachse. Die Batterien haben nutzbare Kapazitäten von 68 und 88 Kilowattstunden (kWh), brutto 76 und 99 kWh, mit Reichweiten nach dem offiziellen WLTP-Zyklus zwischen 400 km und 610 km.

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Die geringste Strecke schafft ein Fahrzeug mit der kleinen Batterie und Allradantrieb, die längste ist mit der großen Batterie und Elektromotor im Heck möglich. Wer lange Strecken fährt, wählt am besten diese Kombination. Doch wie realistisch sind die Reichweitenangaben?

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Rund 400 Kilometer Reichweite 
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Bondra81 11. Mär 2021

Kostet nicht wesentlich mehr? Mal abgesehen davon, dass es das Model Y in Europa nicht zu...

berritorre 11. Mär 2021

So ging es mir auch. Ich bin kein grosser Fan des traditionellen Mustangs. Ist einfach...

Melogski 11. Mär 2021

Keine Ahnung? Die Werte (Miles und Kapazität) wurden aus den Ford Webseiten genommen. Die...

Neuro-Chef 11. Mär 2021

Alles seit '79 war schlimmstenfalls langweilig, aber hier ist nun eindeutig eine optische...

jo-1 11. Mär 2021

wie schade - jetzt wird das auch zum SUV. Gut - ich hätte mir eh keinen gekauft - und die...



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