Abo
  • IT-Karriere:

Testberichte: Googles autonome Autos fahren deutlich sicherer

Nur Google testet in nennenswertem Umfang autonome Autos auf Kaliforniens Straßen. Dabei müssen die Testfahrer immer seltener ins Lenkrad greifen. Tesla und Mercedes-Benz schneiden hingegen deutlich schlechter ab.

Artikel veröffentlicht am ,
Googles Autoprojekt macht deutliche Fortschritte.
Googles Autoprojekt macht deutliche Fortschritte. (Bild: Google)

Der Suchmaschinenkonzern Google hat im vergangenen Jahr deutliche Fortschritte bei der Zuverlässigkeit seiner autonomen Testautos verzeichnet. Wie aus Berichten an die kalifornische Straßenverkehrsbehörde DMV hervorgeht, ist das selbstfahrende System bei rund einer Million Testkilometern nur 124 Mal deaktiviert worden. Das waren 217 Fälle weniger als im Jahr 2015, obwohl 340.000 Kilometer mehr zurückgelegt wurden. Die Zahl der Eingriffe sank damit von durchschnittlich 0,8 auf 0,2 pro 1.000 Meilen (1.609 Kilometern).

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Raum Stuttgart
  2. Landeshauptstadt München, München

Googles Autosparte wurde inzwischen unter dem Namen Waymo ausgegliedert. Die übrigen zehn Firmen, die über eine kalifornische Testlizenz verfügen, testeten ihre Autos gar nicht oder deutlich weniger auf den öffentlichen Straßen des US-Bundesstaates. Zudem verzeichneten sie mehr Systemeingriffe pro 1.000 Meilen.

Viele Eingriffe bei Mercedes-Benz

Eine verhältnismäßig schlechte Bilanz wies dabei das Testauto von Mercedes-Benz auf. Auf etwas mehr als 1.000 Testkilometern kam es zu 336 Eingriffen. Davon wurden 153 automatisch ausgelöst, während 183 Mal der Fahrer eingriff. Dies deutet darauf hin, dass die von Mercedes in Kalifornien getesteten autonomen Autos noch längst nicht so ausgereift sind wie die von Google. Allerdings ist im Laufe des Jahres ein spürbarer Rückgang zu verzeichnen gewesen.

Im vergangenen Jahr gar nicht genutzt hat der Volkswagen-Konzern seine Testlizenz. Audi verfügt derzeit über keine Lizenz. Eine recht gute Bilanz weist hingegen BMW auf. Zwar kam der Münchner Konzern ebenfalls nur auf rund 1.000 Testkilometer, doch auf dieser Strecke mussten die Fahrer nur einmal eingreifen. Das habe daran gelegen, dass auf dem Highway 101 das System die Fahrbahnmarkierungen nicht erkannt habe.

Tesla testet autonomes Fahren

Bosch testete drei Autos auf etwa 1.600 Kilometern. Dabei kam es zu 1.442 Eingriffen, die jedoch allesamt auf "geplante Techniktests" zurückzuführen sein sollen.

Neben Google kamen noch die Konzerne GM und Nissan auf nennenswerte Testkilometer, liegen mit etwa 16.000 (GM) und 6.500 (Nissan) aber deutlich dahinter. Neu in der Liste ist der Elektroautohersteller Tesla, der im Oktober und November 2016 erstmals autonome Autos auf Kaliforniens Straßen testete. Dabei mussten die Fahrer auf einer Strecke von etwa 900 Kilometern 182 Mal eingreifen.

Waymo zufrieden mit Ergebnissen

Waymo zeigte sich in einem Blogbeitrag sehr zufrieden mit den Testergebnissen. Dabei verwies die neue Alphabet-Tochter darauf, dass fast alle Testfahrten in einer komplexen städtischen oder stadtnahen Umgebung stattgefunden hätten. Fortschritte mache das Unternehmen zudem bei seinen Tests auf dem eigenen Gelände sowie in der Simulation. Der Tag sei näher gerückt, an dem die selbstfahrenden Autos in der Praxis eingesetzt werden könnten, schrieb Dmitri Dolgov, Waymos Leiter für autonome Autos. Einen ungefähren Termin dafür nannte er jedoch nicht.

Die Auswertung der DMV zeigt jedoch, dass im Grunde nur Google in Kalifornien ausgiebig autonomes Fahren testet. Die übrigen Unternehmen testen entweder vorrangig im Ausland oder in anderen US-Bundesstaaten wie in Michigan, Arizona, Nevada oder Pennsylvania.

Nachtrag vom 2. Februar 2017, 20:25 Uhr

Nach Darstellung von Mercedes-Benz lässt sich von der Anzahl der Abbrüche nicht auf den Reifegrad des Systems schließen. Das Unternehmen habe im vergangenen Jahr in Kalifornien bewusst die Grenzen der Sensorik getestet und sei dabei ausschließlich im innerstädtischen Bereich unterwegs gewesen, sagte Daimler-Sprecherin Katharina Becker. Daher hätten die Testfahrer relativ häufig eingreifen müssen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-75%) 14,99€
  2. 3,74€
  3. 1,72€
  4. (-87%) 2,50€

format 07. Feb 2017

Eben. Daher sind Rückschlüsse aus der Anzahl an Straßen-km nur sehr bedingt sinnvoll und...

egal 06. Feb 2017

Meine Rede, siehe auch meinen Kommentar hier: https://forum.golem.de/kommentare...

matok 03. Feb 2017

Wie bereits geschrieben wurde, stellt sich die Frage, was als Unfall gilt. Wenn du...

Zockermike 03. Feb 2017

10-Stelliger Bereich ;) https://www.tesla.com/de_DE/electric-road-trip?redirect=no

PiranhA 03. Feb 2017

Jop. Hauptsache ein paar Clicks generiert.


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 5700 (XT) - Test

Die Navi-10-Grafikkarten schlagen die Geforce RTX 2060(S), benötigen aber etwas mehr Energie und unterstützen kein Hardware-Raytracing, dafür sind sie günstiger.

Radeon RX 5700 (XT) - Test Video aufrufen
Kickstarter: Scheitern in aller Öffentlichkeit
Kickstarter
Scheitern in aller Öffentlichkeit

Kickstarter ermöglicht es kleinen Indie-Teams, die Entwicklung ihres Spiels zu finanzieren. Doch Geld allein ist nicht genug, um alle Probleme der Spieleentwicklung zu lösen. Und was, wenn das Geld ausgeht?
Ein Bericht von Daniel Ziegener

  1. Killerwhale Games Verdacht auf Betrug beim Kickstarter-Erfolgsspiel Raw
  2. The Farm 51 Chernobylite braucht Geld für akkurates Atomkraftwerk
  3. E-Pad Neues Android-Tablet mit E-Paper-Display und Stift

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

LEDs: Schlimmes Flimmern
LEDs
Schlimmes Flimmern

LED-Licht zu Hause oder im Auto leuchtet nur selten völlig konstant. Je nach Frequenz und Intensität kann das Flimmern der Leuchtmittel problematisch sein, für manche Menschen sogar gesundheitsschädlich.
Von Wolfgang Messer

  1. Wissenschaft Schadet LED-Licht unseren Augen?
  2. Straßenbeleuchtung Detroit kämpft mit LED-Ausfällen und der Hersteller schweigt
  3. ULED Ubiquitis Netzwerkleuchten bieten Wechselstromversorgung

    •  /