Erst nett, dann episch

Ähnlich wie die Rätsel verändert sich auch die Atmosphäre im Verlauf der Handlung: Während Satinavs Ketten anfangs recht gutgelaunt daherkommt und Geron einen königlichen Wettbewerb gewinnen lässt, geht es etwa ab der Hälfte der 10 bis 15 Stunden langen Story immer düsterer zu. Von der Geschichte soll hier möglichst wenig verraten werden, aber unterm Strich ist den Entwicklern eine epische Story mit mehr als genug Spannung und Überraschungen gelungen. Auch die Dialoge und sonstigen Texte sind klasse gemacht, wie von Daedalic gewohnt - allerdings auch sehr viel ernsthafter als in Titeln wie Edna bricht aus oder dem thematisch stellenweise verwandten The Whispered World.

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Für Grafik und Animationen gilt das nur zum Teil. Geron und Nuri agieren vor teils atemberaubend schön gezeichneten Hintergründen, die gut zum typischen Stil von Das Schwarze Auge passen. Dabei bewegen sie sich allerdings oft mit der Eleganz von kaputten Marionetten, die an Satinavs Ketten hängen: ruckelnd, stockend und meist ziemlich abgehackt. Auch sonst ist das Adventure nicht sonderlich effektvoll in Szene gesetzt, Daedalic verzichtet im Spiel wie in den wenigen Zwischensequenzen weitgehend auf dramaturgische Mittel wie Tempowechsel oder das gezielte Hervorheben von Bildausschnitten.

  • Vor Spielbeginn darf der Wähler zwischen zwei Schwieigkeitsgraden wählen.
  • Geron im Arbeitszimmer seines Stiefvaters.
  • Zu Beginn ist Geron in Andergast unterwegs...
  • ... und plaudert unter anderem mit der hübschen Marktfrau.
  • Sogar dem örtlichen König begegnet der Spieler.
  • In einer Höhle trifft Geron auf Nuri, seine Begleitung durch das restliche Abenteuer.
  • In einfachen Zwischensequenzen erzählt das Adventure von der Reise in die Welt von Das Schwarze Auge.
  • Die Hintergrundbilder sind aufwendig von Hand gemalt.
Sogar dem örtlichen König begegnet der Spieler.

Musik und Sprachausgabe sind dagegen gelungen, allerdings mit einer Ausnahme: Die Stimme von Nuri kam nur bei wenigen Versuchspersonen richtig gut an - viele fanden sie zu kindisch, andere wieder zu schrill. Zu einer Fee mögen solche Widersprüche zwar gut passen, aber auf Dauer kann die zweite Hauptperson einem dann doch ganz schön auf die Nerven gehen.

Kenntnisse über Das Schwarze Auge sind nicht nötig. Auch wer noch nie in Aventurien war, kann der Handlung gut folgen. Allerdings kommen Fans der Vorlage nur bedingt auf ihre Kosten, denn die Anzahl der Anspielungen ist nicht sonderlich hoch - da wäre mehr drin gewesen.

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Satinavs Ketten ist für Windows-PC verfügbar und kostet rund 40 Euro. Als Kopierschutz setzt Publisher Deep Silver auf eine Aktivierung bei Steam. Die USK hat eine Freigabe ab 12 Jahren erteilt.

Fazit

Es dauert ein bisschen, bis Satinavs Ketten so richtig in Fahrt kommt. Aber spätestens wenn Geron und Nuri wirklich durch Aventurien reisen und sie immer mehr über den Seher erfahren, entfaltet das Programm die gleiche Spannung wie ein guter Abenteuerroman. Handlung und Dialoge sind eine Klasse für sich, die meisten Rätsel auch - dass man ab und zu mal etwas mehr grübeln muss, gehört dazu. Schade nur, dass das Abenteuer zwar tolle Hintergrundbilder bietet, aber sonst arg altbacken aufbereitet ist. Das offensichtlich nicht allzu üppige Budget ist leider oft allzu deutlich sichtbar, was echte Fans von Adventures allerdings kaum stören dürfte. Satinavs Ketten gehört in die Spitzengruppe des Genres - wer dann auch noch Das Schwarze Auge mag, kommt um den Titel gar nicht herum.

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 Test-Video Satinavs Ketten: Das Schwarze Auge als Adventure
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