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Test-Video: Fluch und Segen der Windows 8 Consumer Preview

Mit Windows 8 führt Microsoft grundlegende Änderungen ein und erweitert sein PC-Betriebssystem um Funktionen für Tablets und Touchbedienung.

Artikel veröffentlicht am ,
Windows 8 Consumer Preview
Windows 8 Consumer Preview (Bild: Golem.de)

Nutzer sehen nach dem Systemstart der Windows 8 Consumer Preview (Download) als Erstes den neuen Lock Screen. Dieser zeigt Informationen zum Netzwerkstatus und dem Ladestand des Akkus und eine Übersicht über anstehende Termine sowie die Zahl der neuen E-Mails und Nachrichten.

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Nach der Eingabe des Passwortes oder eines selbst definierten Bildcodes geht es in die neue Oberfläche Metro. Hier werden die wichtigsten Programme wie der Internet Explorer, Mail, Kalender oder Kontakte in Form von farbigen Kacheln angezeigt - Nutzer von Windows Phone 7 kennen die Ansicht bereits. Der Inhalt der Kacheln ändert sich live, wenn sich die dahinterliegenden Inhalte verändern. Die Reihenfolge und Größe der Kacheln kann vom Nutzer definiert werden. Abhängig von der Auflösung des Monitors lassen sich bis zu 6 x 6 Kacheln in einer Gruppe zusammenfassen.

Die Metro-Oberfläche läuft im Test der Consumer Preview jederzeit flüssig und flott. Die Bedienung mit den Fingern auf einem Samsung XE700 funktioniert gut. Alle Schaltflächen sind so groß, dass sie zielsicher getroffen werden. Für erweiterte Optionen in den Apps gibt es die sogenannten Charms an der rechten Bildschirmseite. Um diese aufzurufen, wischt der Nutzer von rechts in den Bildschirm. Ein Wisch von der linken Seite öffnet die Ansicht aller aktuell geöffneten Programme. Von hier aus können auch zwei Programme in einer Ein-Viertel-zu-drei-Viertel-Aufteilung gleichzeitig angezeigt werden. Programme müssen für eine sinnvolle Bedienung im Viertelmodus noch angepasst werden.

Internet Explorer 10 folgt dem Metro-Stil und nimmt das ganze Display ein. Im HTML5-fähigen Browser kann mit Kneif- und Spreizgesten gezoomt werden. Die Bedienungselemente zeigt der Browser erst, wenn von oben oder unten ins Bild gewischt wird. Die URL-Zeile findet sich unten, die Tabs in Form kleiner Vorschaubilder sind oben. Wird ein neues Tab geöffnet, zeigt der Browser links häufig benutzte Seiten, rechts die angepinnten. Flash unterstützt die Metro-Version des Internet Explorer nicht, URLs können aber mit einem Button auf die Desktopversion geschickt werden, wo die Installation von Flash natürlich möglich ist.

Gelungen ist die Integration von Microsofts Cloud-Speicherdienst Skydrive. Der Anwender hat direkten Zugriff auf seine Bilder, Dokumente oder Musik. Zum Einrichten des Benutzerkontos stehen so zum Beispiel auch alle Fotos aus der Cloud zur Verfügung.

Viele Programme wie der Explorer, der Taskmanager oder Teile der Systemsteuerung sind nur über den klassischen Desktop erreichbar, der bisher jedoch kaum auf Touchbedienung optimiert wurde.

Wechseldatenträger werden in der Consumer Preview von Windows 8 beispielsweise in der oberen rechten Ecke angezeigt. Wenn die Inhalte allerdings vom USB-Stick in die Musiksammlung sollen, geht das nur über den klassischen Windows Explorer, in dem die Touchbedienung vor allem beim Auswählen von Dateien schwer ist. Microsoft hat aber die Schaltflächen für die wichtigsten Funktionen wie "Kopieren" oder "Verschieben nach" vergrößert, damit sie gut mit dem Finger zu treffen sind.

Die Metro-App für Musik und Videos erkennt bisher noch nicht die angelegten Bibliotheken aus der Desktopoberfläche. Wer seine Musiksammlung anhören möchte, muss also auch dazu immer kurz auf den Desktop. Untereinander kompatibel sind die Oberflächen ebenfalls nicht: So ist es nicht möglich, Dateien aus dem Desktop direkt auf eine Metro-Anwendung zu legen, um sie abzuspielen oder zum Beispiel in Skydrive zu sichern.

Mit angeschlossener Maus und Tastatur gestaltet sich die Bedienung des klassischen Desktops in der Regel wie im Vorgänger Windows 7. Auffälligste Änderung ist das fehlende Startmenü in der unteren linken Ecke. Betätigt der Nutzer die Windows-Taste auf der Tastatur, öffnet sich immer der Metro-Startbildschirm, von dem aus alle weiteren Programme verfügbar sind. Komfortabel ist die Funktion, mit der einfach der Name des Programms eingetippt wird, um es zu starten.

Bewegt der Nutzer die Maus in die linke untere Ecke des Desktops, kommt er ebenfalls in die Metro-Oberfläche. In der linken oberen Ecke kann er zwischen allen aktiven Programmen wechseln oder die Programmübersicht öffnen. Über die Ecken an der rechten Seite öffnen sich die Charms. Die aktiven Ecken ermöglichen so schnellen Zugriff auf viele wichtige Funktionen. Sie behindern Nutzer allerdings auch im Alltag. Wer seinen Browser beispielsweise in der Taskleiste unten links ablegt, wird oft aus Versehen die Metro-Oberfläche starten. Ein versuchter Rechtsklick auf den Papierkorb öffnet schnell die Programmübersicht. Wer rechts oben ein Programm schließen möchte, aktiviert die Charms.

Dass Microsoft Windows 8 sehr effizient programmiert hat, bemerkt der Nutzer an der jederzeit flüssigen Darstellung bei alltäglichen Arbeiten. Der Taskmanager zeigt für die meisten inaktiven Anwendungen eine sehr geringe CPU-Last. Zwar ist der Speicherverbrauch hoch, negativ bemerkbar macht sich das aber nicht. Auf dem Samsung XE700 laufen bereits in der Consumer Preview einige Spiele problemlos, beispielsweise Torchlight. Andere Titel wie Warcraft 3 laufen aufgrund von Treiberproblemen noch ohne Ton.

Fazit

Microsofts Metro-Oberfläche ist Fluch und Segen. Unterwegs ermöglicht sie eine intuitive Bedienung beim Surfen im Internet, beim Spielen oder Lesen von E-Mails. Nebenbei auf einem Tablet in der Desktopansicht .exe-Dateien auszuführen, ist ebenfalls praktisch. Der häufige Wechsel in den Desktopmodus bei der Konfiguration des PCs ist mit dem Finger aber auch sehr fummelig.

An die Bedienung mit Maus und Tastatur am Desktop-PC ist der Metro-Startbildschirm noch nicht gut genug angepasst. Um Programme zu starten, wäre kein bildschirmfüllendes Metro-Design notwendig, wenn der Desktop gerade intensiv genutzt wird. Auf dem Desktop stören außerdem die aktiven Ecken.

Den meisten Metro-Anwendungen ist der Betastatus durchaus noch anzumerken. Für den täglichen Einsatz ist die Consumer Preview von Windows 8 trotz ihrer erstaunlichen Stabilität nicht geeignet.



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JakobFelix 28. Mär 2012

Hallo, Habe einen tablet-pc (Wetab) mit win 7 und möchte den Desktop zweimal erweitern...

migerh 06. Mär 2012

Du meinst Bertrand Serlets Kommentar zu Vista waehrend der WWDC 2006? http://www.youtube...

Anonymer Nutzer 06. Mär 2012

Die Liste sehe ich etwas anders, die 95 bis ME waren alle brauchbar bis auf...

redmord 05. Mär 2012

Schön wäre es ja schon, wenn die nörgelnden IT'ler wenigstens verstehen könnten, dass...

syntax error 05. Mär 2012

Ja und die Art und Weise war eben das Problem, die Amigas haben sowas wesentlich...


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