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Test erfolgreich: Opendesk für Krisenkommunikation geeignet

Ein für vier Monate anberaumter Test hat die Open-Source-Office-Suite Opendesk auf ihre Nutzbarkeit im Krisenfall geprüft.
/ Mike Faust
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Opendesk bezeichnet das Projektergebnis als durchweg positiv. (Bild: OpenDesk / Foto Vogt)
Opendesk bezeichnet das Projektergebnis als durchweg positiv. Bild: OpenDesk / Foto Vogt

Die offene Office- und Kollaborationssuite Opendesk eignet sich im Krisenfall für die Notfallkommunikation. Zu diesem Ergebnis kommt ein Test der Bundesagentur für Arbeit, des IT-Unternehmens Bitmarck und des IT-Dienstleisters BG-Phoenics, über den das Zentrum für digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung (Zendis) in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) informiert.

Ziel des von Januar 2026 bis April 2026 angesetzten Projekts war es zu testen, inwieweit Opendesk als Notfallarbeitsplatz für digitale Dienste in Krisenfällen eingesetzt werden kann. In vier eigenständigen Instanzen wurden dabei die Interoperabilität, die Konnektivität und der übergreifende Nutzen unterschiedlicher Cloudinfrastrukturen untersucht.

In verschiedenen Testszenarien wurde unter Realbedingungen überprüft, wie die Opendesk-Module Chat, Dateien, E-Mail und Videokonferenz von Nutzern in Krisen eingesetzt werden können. Ohne weitere Details zu nennen, wird das Ergebnis als durchweg positiv bezeichnet.

Erfolgreicher Nachweis für Verlässlichkeit unter Krisenbedingungen

Leonhard Kugler, Geschäftsführer von Zendis, sieht das Ergebnis des Projekts als Nachweis dafür, dass Opendesk "auch unter Krisenbedingungen schnell, dezentral und verlässlich bereitgestellt werden" kann. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nun direkt in die 8ra-Initiative der EU einfließen, die den Aufbau einer sicheren und souveränen Cloudinfrastruktur in Europa zum Ziel hat.

Auf der Suche nach Alternativen zu Office-Lösungen von großen Anbietern wie Microsoft wird Opendesk immer wieder untersucht. So hat etwa die Stadt Zürich den Einsatz von Opendesk als Alternative zu Microsoft 365 prüfen lassen und dabei einige kritische Erkenntnisse gewonnen.

Der Internationale Strafgerichtshof hat nach politisch induzierten Vorfällen mit Microsoft bereits den Umstieg auf Opendesk beschlossen und auch die Schweizer Armee plant, die Arbeitsplätze des Kommando Cyber mit Opendesk auszustatten. Die Bundeswehr möchte zukünftig ebenfalls Opendesk verwenden.


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