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Test Transformers: Roboter-Showdown statt Lizenz-Fiasko

Sorgfältige Nutzung der Vorlage anstelle von Lizenzschrott: Die High Moon Studios haben mit Untergang von Cybetron ein packendes Actionspektakel rund um die Transformers zustande gebracht.
/ Thorsten Wiesner
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Transformers - Untergang von Cybertron (Bild: Activision)
Transformers - Untergang von Cybertron Bild: Activision

Der Heimatplanet der Transformers erlebt seine letzten Tage, Optimus Prime und seine Getreuen wollen fliehen und eine neue Heimat suchen - und der Spieler ist mittendrin. Gleich die ersten Minuten von Untergang von Cybertron könnten auswegloser kaum sein: In der Rolle von Bumblebee gilt es, einen letzten verzweifelten Versuch zu unternehmen, den Planeten lebend auf einem Rettungsschiff zu verlassen und Megatron sowie seinen Decepticons zu entkommen. Sozusagen nebenbei wird die Steuerung erklärt - schießen, springen, sprinten, Form wandeln und Waffen ausrüsten, alles im Gefecht und unter Dauerbeschuss.

Transformers UvC - Die erste Mission mit Bumblebee
Transformers UvC - Die erste Mission mit Bumblebee (03:50)

Kurze Zeit später ist die Mission auch schon beendet und das Spiel dreht die Zeit zurück - sechs Tage vor dem eigentlichen Showdown. In der Rolle von Optimus Prime geht es daran, die Ereignisse nachzuerleben, die zum vermeintlichen Ende führen und unter anderem den Megaroboter Metroplex zum Leben erwecken. In den folgenden Missionen werden munter Akteure und Seiten gewechselt. Der Spieler erlebt die Ereignisse also immer wieder in neuen Rollen. Obwohl sich die Helden allesamt ähnlich steuern, ist die Bedienung durchaus unterschiedlich, schließlich verfügt jeder Transformer über eigene Spezialfertigkeiten und Fahrzeugformen.

Zwar wird die Story immer nur bruchstückhaft erzählt und ist zudem nicht besonders kreativ, für ständige Spannung ist trotzdem gesorgt - vor allem, da die Action dem Spieler praktisch nie einen Moment zum Luftholen lässt. Die eigenen Truppen schützen, das feindliche Nachschubschiff mit einem Artillerieschlag abschießen, stationäre Geschütze bedienen oder durch die sich ständig wandelnden Gänge des Planeten rennen: Untergang von Cybetron versteht es, den Adrenalin-Pegel konstant hochzuhalten.

Plattformen, Preis und Fazit

Spielerisch präsentiert sich das Ganze wie schon der Vorgänger meist als klassischer Shooter mit sehr linearem Ablauf: Ein Symbol auf dem Bildschirm weist immer zum nächsten Kontrollpunkt, alternative Wege gibt es kaum, Aktionen wie Schalter umlegen oder Türen öffnen werden durch einfachen Knopfdruck erledigt. Dafür muss man immer wieder Deckung suchen und dann mit allem, was das Waffenarsenal hergibt, auf die Kontrahenten feuern. Per Taste wird die Schusshand gewechselt, um so je nach Position besser hinter Kisten und Vorsprüngen hervor zu schießen, Waffen und Munition werden immer wieder im Spielverlauf aufgesammelt. Zudem hinterlassen erledigte Gegner Kristalle, die sich an stationären Teletraan-Stationen in Upgrades und neue Waffen einlösen lassen.

Viel Spaß macht auch wieder das Transformieren in die Fahrzeugform. Es fühlt sich gut an, mit einem feuerkräftigen Vehikel über die Planetenoberfläche zu rasen, dabei zu feuern oder Gegner zu überrollen, auch wenn die Steuerung minimal schwammig ausgefallen ist. Insgesamt funktioniert nicht nur die Pad-, sondern auch die Tastatursteuerung am PC aber gut. Dem Spiel ist seine Konsolenherkunft hier zwar anzumerken, im Vergleich zu anderen Ports ist die (allerdings nicht frei konfigurierbare) Bedienung aber stimmig gelöst.

Transformers Untergang von Cybertron - Trailer (Launch)
Transformers Untergang von Cybertron - Trailer (Launch) (01:40)

Der zerstörte Planet bildet eine stimmungsvoll düstere Atmosphäre, auch die englische Sprachausgabe und die Soundkulisse sind gelungen. Die verwendete Unreal-3-Engine wird allerdings nicht wirklich ausgenutzt. So gelungen die Transformers in Szene gesetzt sind, gibt es doch immer wieder Passagen im Inneren und auf der Oberfläche des Planeten, die etwas mehr Details vertragen hätten. Es gibt keinen Koop-Modus, dafür aber einen Multiplayer-Modus, in dem man mit eigens gebastelten Transformers kämpft. Zum Veröffentlichungsstart gab es noch einige Probleme beim Mehrspielermodus - diese wurden von den Entwicklern durch einen Patch aber mittlerweile größtenteils behoben.

Transformers - Untergang von Cybertron ist für Xbox 360, Playstation 3 und Windows-PC im Handel erhältlich und kostet etwa 60 Euro (Konsolen) beziehungsweise 50 Euro (PC). Die PC-Version muss via Steam aktiviert werden. Die USK hat eine Freigabe ab 12 Jahren erteilt.

Fazit

Aller Linearität und der einfach gestrickten Action zum Trotz: Auch mit Untergang von Cybertron beweisen die High Moon Studios(öffnet im neuen Fenster) , was ein liebevoller Umgang mit einer großen Lizenz bewirken kann. Mit den unterschiedlichen Akteuren in ihren Roboter- oder Fahrzeugformen die lebendigen Kriegsschauplätze zu durchleben, macht Spaß! Schade, dass die Möglichkeiten einer starken Vorlage nur selten so genutzt werden wie hier. Nicht nur Fans der Filme können einen Abstecher nach Cybertron wagen.


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