In der Neuauflage von Thief kehrt Meisterdieb Garret nach einer Dekade zurück - sarkastisch wie früher, aber mit frischer Optik und leicht überarbeiteter Spielmechanik.
Garret ist ein Meister des Taschendiebstahls.Bild:
Marc Sauter/Golem.de
Zehn Jahre ist es her, seit Meisterdieb Garret zuletzt durch die Schatten gehuscht ist - eine komplette Konsolengeneration hat er ausgelassen. Nun wagt Eidos Montreal einen Neuanfang, ähnlich wie schon Crystal Dynamics im vergangenen Jahr mit dem Reboot von Tomb Raider. Die Thief-Reihe begründete noch vor Splinter Cell das Stealth-Genre. Der erste Thief-Teil wurde 1998 vom mittlerweile aufgelösten Studio Looking Glass entwickelt, kombinierte eine ungewöhnliche Spielmechanik mit einer dichten Atmosphäre und überzeugte optisch sowie akustisch.
War Dark Project - wie Thief in Deutschland vermarktet wurde - einst ein Vorreiter, ist der Reboot der Reihe von anderen Spielen beeinflusst: So weist Garrets neues Abenteuer Parallelen zu Assassin's Creed, Dishonored und Dark Messiah auf. Der Entwicklungsprozess von Thief wurde von der Fangemeinde mit Argusaugen beobachtet, die vorgegebenen Sprungmöglichkeiten und das abgeschaffte Erfahrungssystem sorgten für Diskussionsstoff.
Zurück im Glockenturm
Thief beginnt seine von den Vorgängern unabhängige Geschichte mit einem rasanten Prolog: Ein Beutezug Garrets und seines einstigen Schützlings Erin geht gewaltig schief - die Prinzipien des Meisterdiebs gepaart mit der Gewaltbereitschaft der uns unsympathischen jungen Frau lassen das Unglück seinen Lauf nehmen. Ein Jahr später kehrt Garret in die namenlose, viktorianisch angehauchte Stadt zurück und wird Zeuge vieler Veränderungen: Baron Northcrest will die industrielle Revolution vorantreiben und unterdrückt das hungernde und unter der Schwermut-Krankheit leidende Volk, der als Stimme des Volkes bezeichnete Orion ruft zum Kampf gegen Korruption und Gewalt auf.
Bild 1/27: Der Glockenturm ist der Ausgangspunkt aller Missionen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 2/27: Garret hortet darin zudem besondere Beutestücke. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 3/27: Ein Blick durch das Schlüsselloch verhindert ungewollte Zusammenstöße mit Wachposten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 4/27: Der Taschendiebstahl ist nur ein simpler Tastendruck. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 5/27: Wertvolle Gegenstände sind oft gut verwahrt und ihr Tresor mit Rätseln geschützt. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 6/27: Bis auf wenige Ausnahmen ist Thief grau-braun. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 7/27: Der Händler Basso ist ein alter Bekannter. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 8/27: Der Krematorium wird von Ascheflocken umweht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 9/27: Der Diebesfänger-General würde Garret am liebsten tot sehen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 10/27: Northcrest Manor ist der Wohnsitz des Barons. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 11/27: Baron Northcrest möchte die Industrialisierung voran treiben. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 12/27: Kratzer verraten, wo Garret klettern darf. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 13/27: Bei größeren Kletterpartien wechselt Thief in eine Schulterperspektive. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 14/27: Neben weichen Schatten zeigt das Spiel auch grobe Riesenpixel. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 15/27: Die Plastersteine sind mit zusätzlichen Polygonen tesselliert. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 16/27: Die Feuerdarstellung der Unreal Engine 3 ist schick. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 17/27: Hunde schlagen bellend Alarm. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 18/27: Ein Erstickungspfeil sorgt für Ruhe. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 19/27: Seilpfeile eröffnen neue Klettermöglichkeiten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 20/27: Mit Seilen erreicht Garret so Dächer wie das dieses Hauses. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 21/27: Eine Nebenmission führt den Meisterdieb in den Keller eines irren Sammlers. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 22/27: Rätsel wie dieses Runenbrett hätten wir uns häufiger gewünscht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 23/27: Die Königin der Diebe gibt Garret gegen Geld Punkte um die Fokusfähigkeit zu verbessern. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 24/27: Die Heilanstalt ist ein gruseliger Ort. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 25/27: Thief mit HUD und Fokusmodus (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 26/27: Thief mit HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 27/27: Thief ohne HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Garret interessiert sich für all dies zu Beginn wenig, stattdessen besorgt er sich beim Händler Basso - ein alter Bekannter aus den Vorgängerspielen - einen Auftrag, um an Geld zu kommen. Missionen starten wie in früheren Thief-Teilen im Glockenturm, die in einzelne Gebiete unterteilte Stadt liegt dem Meisterdieb zu Füßen. Sobald die Nacht hereinbricht und fahles Mondlicht zwischen den Wolken erscheint, macht sich Garret auf leisen Sohlen auf den Weg.
Obgleich der Baron eine Ausgangssperre verhängt hat, sind die Straßen nicht völlig verlassen - zudem stören die überall patrouillierenden Wachen die Nachtruhe. Da diese feste Routen ablaufen, kann Garret sie beobachten und dann einen Weg planen, der um die Bedrohung herum führt. Per Tastendruck überwindet er beleuchtete Passagen mit einem kurzen Sprint, dies klappt jedoch nicht immer - wir haben diese Möglichkeit daher selten genutzt. Wichtiger ist das vorsichtige Spähen um Ecken und das Ausnutzen der Umgebung: Garret erklimmt vorgegebene Vorsprünge sowie Leitern, klettert Seile nach oben, nutzt eine Kletterkralle und hangelt sich an Regenrinnen entlang. Das funktioniert meist flüssig, gerade beim Herunterspringen bleibt der Meisterdieb aber gerne hängen.
Reich trotz Armut
Bei den Erkundungen fällt auf: Die angeblich mittellosen Bewohner lassen überall wertvolle Gegenstände herumliegen, praktisch alle Wohnungen stehen trotz Ausgangssperre leer und bestehen häufig nur aus einem von Kerzen erhellten Zimmer. Garret betritt die Zimmer durch eine begrenzte Anzahl von Fenstern, die er per Brecheisen aufhebelt. Im Inneren muss jede Schublade einzeln geöffnet, jede Münze extra aufgehoben werden. Damit der Meisterdieb ja keine Beute übersieht, funkelt diese leicht - ohne diese optionale Funktion hätten wir viele Wertgegenstände schlicht übersehen.
Die gefundenen Stücke wandelt das Spiel direkt in Geld um, besonders wertvolle Beute wie Gemälde, Broschen oder Denkmaltafeln bewahrt Garret in Schaukästen im Glockenturm auf - es erschien uns unrealistisch, dass ein Meisterdieb sein Diebesgut nicht zu Geld macht. Bei Händlern tauscht Garret seine Münzen gegen Ausrüstung ein: Das Brecheisen und der Totschläger gehören wie ein Bogen zur Grundausrüstung, Pfeile und weitere Gegenstände müssen gekauft werden.
Bild 1/27: Der Glockenturm ist der Ausgangspunkt aller Missionen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 2/27: Garret hortet darin zudem besondere Beutestücke. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 3/27: Ein Blick durch das Schlüsselloch verhindert ungewollte Zusammenstöße mit Wachposten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 4/27: Der Taschendiebstahl ist nur ein simpler Tastendruck. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 5/27: Wertvolle Gegenstände sind oft gut verwahrt und ihr Tresor mit Rätseln geschützt. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 6/27: Bis auf wenige Ausnahmen ist Thief grau-braun. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 7/27: Der Händler Basso ist ein alter Bekannter. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 8/27: Der Krematorium wird von Ascheflocken umweht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 9/27: Der Diebesfänger-General würde Garret am liebsten tot sehen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 10/27: Northcrest Manor ist der Wohnsitz des Barons. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 11/27: Baron Northcrest möchte die Industrialisierung voran treiben. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 12/27: Kratzer verraten, wo Garret klettern darf. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 13/27: Bei größeren Kletterpartien wechselt Thief in eine Schulterperspektive. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 14/27: Neben weichen Schatten zeigt das Spiel auch grobe Riesenpixel. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 15/27: Die Plastersteine sind mit zusätzlichen Polygonen tesselliert. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 16/27: Die Feuerdarstellung der Unreal Engine 3 ist schick. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 17/27: Hunde schlagen bellend Alarm. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 18/27: Ein Erstickungspfeil sorgt für Ruhe. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 19/27: Seilpfeile eröffnen neue Klettermöglichkeiten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 20/27: Mit Seilen erreicht Garret so Dächer wie das dieses Hauses. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 21/27: Eine Nebenmission führt den Meisterdieb in den Keller eines irren Sammlers. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 22/27: Rätsel wie dieses Runenbrett hätten wir uns häufiger gewünscht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 23/27: Die Königin der Diebe gibt Garret gegen Geld Punkte um die Fokusfähigkeit zu verbessern. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 24/27: Die Heilanstalt ist ein gruseliger Ort. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 25/27: Thief mit HUD und Fokusmodus (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 26/27: Thief mit HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 27/27: Thief ohne HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Ein Schraubendreher lohnt sich, um Lüftungsgitter herauszudrehen, das Messer ist für Sammler interessant, um Bilder aus ihren Rahmen zu schneiden. Wichtiger sind jedoch stumpfe Pfeile, um Wachen durch Geräusche abzulenken oder Lichtschalter zu betätigen. Zwei Varianten von scharfen Geschossen sind ideal, um Bedrohungen mit einem Kopftreffer auszuschalten. Echte Diebe töten aber nur im Notfall und vermeiden Kämpfe. Unauffälliger sind Wasserpfeile zum Löschen von offenen Feuern (die von Wachen wieder entfacht werden können) und Seilpfeile zum Klettern, mit Brand- oder Explosivpfeilen zündet Garret Öllachen an. Erstickungspfeile eignen sich zwar auch für menschliche Gegner, sind aber eher dazu gedacht, Wachhunde oder lärmende Vögel einzuschläfern.
Nur im Licht helle
Die nächtlichen Straßenzüge werden nur spärlich ausgeleuchtet, Garret bewegt sich daher zumeist im Schatten. In geduckter Haltung streckt er die Hände nach vorne aus, eine Vignettierung der Bildschirmränder verdeutlicht dabei, ob sich der Dieb im Dunklen befindet. Laternen, offene Feuer oder die Fackeln der Wachen enttarnen Garret - wenn in diesem Moment die Patrouille in seine Richtung schaut, muss er fliehen oder kämpfen.
Mangels Schwert und der Tatsache, dass der Dieb nur wenige Treffer aushält und nicht automatisch heilt, sollte Garret solche Situationen meiden. Einmal in Alarmbereitschaft versetzt, sucht die Stadtwache die Umgebung gründlich ab - höher gelegene Positionen ignoriert sie jedoch selbst dann, wenn Garret vor ihren Augen nach oben klettert. Auch sonst verhalten sich die Wachen nur begrenzt intelligent: Laufgeräusche oder knirschende Scherben wecken ihre Aufmerksamkeit, bewusstlose oder tote Kollegen ebenfalls. Schleifen wir aber eine Wache in die Dunkelheit, bemerkt die andere nicht, dass diese verschwunden ist und auch Schritte hören die Wachen nur selten.
Bild 1/27: Der Glockenturm ist der Ausgangspunkt aller Missionen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 2/27: Garret hortet darin zudem besondere Beutestücke. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 3/27: Ein Blick durch das Schlüsselloch verhindert ungewollte Zusammenstöße mit Wachposten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 4/27: Der Taschendiebstahl ist nur ein simpler Tastendruck. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 5/27: Wertvolle Gegenstände sind oft gut verwahrt und ihr Tresor mit Rätseln geschützt. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 6/27: Bis auf wenige Ausnahmen ist Thief grau-braun. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 7/27: Der Händler Basso ist ein alter Bekannter. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 8/27: Der Krematorium wird von Ascheflocken umweht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 9/27: Der Diebesfänger-General würde Garret am liebsten tot sehen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 10/27: Northcrest Manor ist der Wohnsitz des Barons. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 11/27: Baron Northcrest möchte die Industrialisierung voran treiben. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 12/27: Kratzer verraten, wo Garret klettern darf. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 13/27: Bei größeren Kletterpartien wechselt Thief in eine Schulterperspektive. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 14/27: Neben weichen Schatten zeigt das Spiel auch grobe Riesenpixel. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 15/27: Die Plastersteine sind mit zusätzlichen Polygonen tesselliert. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 16/27: Die Feuerdarstellung der Unreal Engine 3 ist schick. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 17/27: Hunde schlagen bellend Alarm. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 18/27: Ein Erstickungspfeil sorgt für Ruhe. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 19/27: Seilpfeile eröffnen neue Klettermöglichkeiten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 20/27: Mit Seilen erreicht Garret so Dächer wie das dieses Hauses. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 21/27: Eine Nebenmission führt den Meisterdieb in den Keller eines irren Sammlers. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 22/27: Rätsel wie dieses Runenbrett hätten wir uns häufiger gewünscht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 23/27: Die Königin der Diebe gibt Garret gegen Geld Punkte um die Fokusfähigkeit zu verbessern. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 24/27: Die Heilanstalt ist ein gruseliger Ort. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 25/27: Thief mit HUD und Fokusmodus (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 26/27: Thief mit HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 27/27: Thief ohne HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Wie schon in früheren Thief-Spielen ist Garret im Schatten nahezu unsichtbar: Selbst frontal nähert sich der Dieb so bis auf ein, zwei Meter an Feinde an. Diese sehen ihn auch dann nicht, wenn er einen Brandpfeil in der Dunkelheit zückt. Schleicht Garret sich von hinten an, ist es ein Leichtes, einen Taschendiebstahl durchzuführen - ein etwas längerer Tastendruck genügt. Die Wache bemerkt davon nichts, der nächste Schritt ist daher entweder der Rückzug in den Schatten oder ein Hieb mit dem Totschläger. Diese Spielmechanik ist Geschmackssache, da sie das Spiel bis auf wenige Passagen stark vereinfacht.
Die neunbeinige Katze
Da Garret auf seinen Missionen bestimmte Stadtteile immer wieder durchqueren muss, ist schnell eine Taktik ausgearbeitet, um diese Viertel zu durchqueren. Einzig der südliche Weg des Barons ist kniffelig, da viel Licht und vier Wachen - eine davon auf einem Turm - einen Straßenzug nahezu unpassierbar machen. Mit Gewalt ist diese Stelle kein Problem, schleichend schon. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad würde durch eine tote Wache bereits die Mission scheitern, da es kaum möglich ist, diese ungesehen verschwinden zu lassen.
Je nach Auftrag schaltet das Spiel in bereits mehrfach durchquerten Stadtteilen neue Routen frei, gerade Nebenmissionen erfordern nicht selten viel Aufmerksamkeit, um zum Zielviertel zu gelangen. So ist ein Gebiet nur mit einem Seilpfeil erreichbar - hat Garret keinen dabei, muss er sich erst wieder zurück zum Händler schleichen und neue Geschosse kaufen.
Bild 1/27: Der Glockenturm ist der Ausgangspunkt aller Missionen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 2/27: Garret hortet darin zudem besondere Beutestücke. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 3/27: Ein Blick durch das Schlüsselloch verhindert ungewollte Zusammenstöße mit Wachposten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 4/27: Der Taschendiebstahl ist nur ein simpler Tastendruck. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 5/27: Wertvolle Gegenstände sind oft gut verwahrt und ihr Tresor mit Rätseln geschützt. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 6/27: Bis auf wenige Ausnahmen ist Thief grau-braun. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 7/27: Der Händler Basso ist ein alter Bekannter. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 8/27: Der Krematorium wird von Ascheflocken umweht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 9/27: Der Diebesfänger-General würde Garret am liebsten tot sehen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 10/27: Northcrest Manor ist der Wohnsitz des Barons. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 11/27: Baron Northcrest möchte die Industrialisierung voran treiben. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 12/27: Kratzer verraten, wo Garret klettern darf. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 13/27: Bei größeren Kletterpartien wechselt Thief in eine Schulterperspektive. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 14/27: Neben weichen Schatten zeigt das Spiel auch grobe Riesenpixel. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 15/27: Die Plastersteine sind mit zusätzlichen Polygonen tesselliert. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 16/27: Die Feuerdarstellung der Unreal Engine 3 ist schick. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 17/27: Hunde schlagen bellend Alarm. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 18/27: Ein Erstickungspfeil sorgt für Ruhe. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 19/27: Seilpfeile eröffnen neue Klettermöglichkeiten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 20/27: Mit Seilen erreicht Garret so Dächer wie das dieses Hauses. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 21/27: Eine Nebenmission führt den Meisterdieb in den Keller eines irren Sammlers. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 22/27: Rätsel wie dieses Runenbrett hätten wir uns häufiger gewünscht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 23/27: Die Königin der Diebe gibt Garret gegen Geld Punkte um die Fokusfähigkeit zu verbessern. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 24/27: Die Heilanstalt ist ein gruseliger Ort. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 25/27: Thief mit HUD und Fokusmodus (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 26/27: Thief mit HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 27/27: Thief ohne HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Mechanische Kehlköpfe und verrückte Kunsthändler
Nebenmissionen erhält der Meisterdieb vom Händler Basso, dem Tüftler Ector und dem Schausteller Vittori. Eidos Montreal hat sich hier Mühe gegeben, die Aufträge abwechslungsreich zu gestalten: Wir verfolgen einen Betrunkenen, der anzügliche Witze reißt, holen einen aufgeknüpften Dieb vom Galgen und statten einem wahnsinnigen Sammler einen Besuch ab. Unterwegs muss Garret durch Schlüssellöcher lugen, Schlösser knacken und Bilderrahmen abtasten - beide Minispiele sind extrem simpel (Dietriche können nicht abbrechen). Besser sind die häufigen Rätsel: Auf der Suche nach einem Roboterkehlkopf bekommt es der Dieb mit verschiebbaren Wänden zu tun und erst ein kniffeliges Runenpuzzle öffnet den Weg in den Kellerraum - dahinter wartet ein Schachfeldrätsel.
Bild 1/27: Der Glockenturm ist der Ausgangspunkt aller Missionen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 2/27: Garret hortet darin zudem besondere Beutestücke. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 3/27: Ein Blick durch das Schlüsselloch verhindert ungewollte Zusammenstöße mit Wachposten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 4/27: Der Taschendiebstahl ist nur ein simpler Tastendruck. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 5/27: Wertvolle Gegenstände sind oft gut verwahrt und ihr Tresor mit Rätseln geschützt. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 6/27: Bis auf wenige Ausnahmen ist Thief grau-braun. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 7/27: Der Händler Basso ist ein alter Bekannter. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 8/27: Der Krematorium wird von Ascheflocken umweht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 9/27: Der Diebesfänger-General würde Garret am liebsten tot sehen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 10/27: Northcrest Manor ist der Wohnsitz des Barons. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 11/27: Baron Northcrest möchte die Industrialisierung voran treiben. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 12/27: Kratzer verraten, wo Garret klettern darf. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 13/27: Bei größeren Kletterpartien wechselt Thief in eine Schulterperspektive. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 14/27: Neben weichen Schatten zeigt das Spiel auch grobe Riesenpixel. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 15/27: Die Plastersteine sind mit zusätzlichen Polygonen tesselliert. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 16/27: Die Feuerdarstellung der Unreal Engine 3 ist schick. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 17/27: Hunde schlagen bellend Alarm. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 18/27: Ein Erstickungspfeil sorgt für Ruhe. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 19/27: Seilpfeile eröffnen neue Klettermöglichkeiten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 20/27: Mit Seilen erreicht Garret so Dächer wie das dieses Hauses. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 21/27: Eine Nebenmission führt den Meisterdieb in den Keller eines irren Sammlers. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 22/27: Rätsel wie dieses Runenbrett hätten wir uns häufiger gewünscht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 23/27: Die Königin der Diebe gibt Garret gegen Geld Punkte um die Fokusfähigkeit zu verbessern. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 24/27: Die Heilanstalt ist ein gruseliger Ort. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 25/27: Thief mit HUD und Fokusmodus (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 26/27: Thief mit HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 27/27: Thief ohne HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Andere Missionen erfordern das Entschärfen von Fallen oder das Betätigen von Schaltern, um Geheimgänge zu öffnen: Die Lösung ist hier wortwörtlich naheliegend, selten muss Garret mehr als einen Raum weiter schleichen, um die Mechanismen außer Kraft zu setzen. Hinzu kommt die optionale Fokusfunktion: Per Tastendruck sieht Garret beispielsweise, wo Verankerungen für Seilpfeile sind, wo er mit seiner Kralle Halt findet und wie die Drähte einer Falle verlaufen. Spendet der Dieb der Königin der Bettler Geld, so wertet er diese Funktion weiter auf - etwa für leichtere Kämpfe. Wir haben für unseren Test auf den Fokus verzichtet, da die blauen und roten Hervorhebungen das Spielprinzip ad absurdum führen.
Außerdem hilft der Fokus nicht, wenn Köpfchen gefragt ist: Häufig steht Garret vor einem Tresor mit drei Zahlenrädern und alle Kombinationen durchzuprobieren, würde zu viel Zeit kosten. Daher durchsucht der Meisterdieb die Umgebung und findet meistens Notizen der Hausbewohner. Dort verstecken sich Hinweise auf den Code, die zumindest kurz zum Nachdenken anregen. So beauftragt Vittori Garret, eine neunbeinige Katze zu stehlen. Um an das Tier zu gelangen, ist ein Blick in das hoffentlich zuvor gefundene Tagebuch notwendig.
Spannende Geschichte
Besser als die Nebenaufträge hat uns die eigentliche Mission gefallen: Garret gerät zwischen die Fronten der Industrialisierung und der Revolution und stellt zugleich Nachforschungen an, wie Erin zu Tode kam. Bei seinen Erkundungen verschlägt es den Meisterdieb in ein von Ascheflocken umwehtes Krematorium, in welchem die durch die Schwermut gestorbenen Stadtbewohner verbrannt werden, in ein Haus der Blüten genanntes Bordell ( Dishonored lässt grüßen ), einen gigantischen Bergfried und eine unterirdische Bibliothek.
Bild 1/27: Der Glockenturm ist der Ausgangspunkt aller Missionen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 2/27: Garret hortet darin zudem besondere Beutestücke. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 3/27: Ein Blick durch das Schlüsselloch verhindert ungewollte Zusammenstöße mit Wachposten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 4/27: Der Taschendiebstahl ist nur ein simpler Tastendruck. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 5/27: Wertvolle Gegenstände sind oft gut verwahrt und ihr Tresor mit Rätseln geschützt. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 6/27: Bis auf wenige Ausnahmen ist Thief grau-braun. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 7/27: Der Händler Basso ist ein alter Bekannter. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 8/27: Der Krematorium wird von Ascheflocken umweht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 9/27: Der Diebesfänger-General würde Garret am liebsten tot sehen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 10/27: Northcrest Manor ist der Wohnsitz des Barons. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 11/27: Baron Northcrest möchte die Industrialisierung voran treiben. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 12/27: Kratzer verraten, wo Garret klettern darf. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 13/27: Bei größeren Kletterpartien wechselt Thief in eine Schulterperspektive. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 14/27: Neben weichen Schatten zeigt das Spiel auch grobe Riesenpixel. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 15/27: Die Plastersteine sind mit zusätzlichen Polygonen tesselliert. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 16/27: Die Feuerdarstellung der Unreal Engine 3 ist schick. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 17/27: Hunde schlagen bellend Alarm. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 18/27: Ein Erstickungspfeil sorgt für Ruhe. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 19/27: Seilpfeile eröffnen neue Klettermöglichkeiten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 20/27: Mit Seilen erreicht Garret so Dächer wie das dieses Hauses. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 21/27: Eine Nebenmission führt den Meisterdieb in den Keller eines irren Sammlers. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 22/27: Rätsel wie dieses Runenbrett hätten wir uns häufiger gewünscht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 23/27: Die Königin der Diebe gibt Garret gegen Geld Punkte um die Fokusfähigkeit zu verbessern. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 24/27: Die Heilanstalt ist ein gruseliger Ort. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 25/27: Thief mit HUD und Fokusmodus (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 26/27: Thief mit HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 27/27: Thief ohne HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Viele Wendungen machen die Geschichte spannend, grundsätzlich interessante Charaktere wie der an den von Daniel Day-Lewis gespielten Bill The Butcher erinnernde Diebesfänger-General bleiben jedoch blass. Besondere Orte wie eine gruselige Heilanstalt mit einem Kerker, der an die grandiose Schleichpassage im Bloodsucker-Nest aus Stalker Call of Pripyat denken lässt, ließen uns aber solche Schwachpunkte verschmerzen. Die Qualität der Rätsel - Drehscheiben mit Runen oder bewegliche Treppen - liegt im Durchschnitt ein Stück unterhalb der aus den Nebenmissionen, was jedoch verständlich ist: Die Haupthandlung soll jeder durchspielen können.
Wir haben bis zum enttäuschenden Finale rund 15 Stunden im mittleren Schwierigkeitsgrad benötigt und dabei sowohl auf das an Modern-UI erinnernde Head-up-Display als auch auf die Fokusfunktion verzichtet. Der so fehlende Orientierungsmarker ist vernachlässigbar, da jederzeit eine Karte aufrufbar ist. Nach der Hauptgeschiche kann Garret weiter die Stadt erkunden und Aufträge annehmen.
Technik und Fazit
Thief erscheint für den PC, die alte und die neue Konsolengeneration. Damit einher gehen gewisse technische Einschränkungen, da Eidos auf die kleinsten gemeinsamen Nenner - die Playstation 3 und die Xbox 360 - Rücksicht nehmen musste. So sind einige Spielabschnitte recht klein geraten und Objekte wie Einrichtungsgegenstände könnten detaillierter sein. Auch die schwankende Güte der Texturqualität und die Anzahl der Polygone geben Anlass zur Kritik, hier hätte Eidos die Thief-Version für die schnelleren Plattformen ruhig aufwerten dürfen. Die Render-Videos sind angesichts der hübschen Engine-Zwischensequenzen unnötig verwaschen, die Traumsequenzen fast schon hässlich.
Bild 1/27: Der Glockenturm ist der Ausgangspunkt aller Missionen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 2/27: Garret hortet darin zudem besondere Beutestücke. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 3/27: Ein Blick durch das Schlüsselloch verhindert ungewollte Zusammenstöße mit Wachposten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 4/27: Der Taschendiebstahl ist nur ein simpler Tastendruck. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 5/27: Wertvolle Gegenstände sind oft gut verwahrt und ihr Tresor mit Rätseln geschützt. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 6/27: Bis auf wenige Ausnahmen ist Thief grau-braun. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 7/27: Der Händler Basso ist ein alter Bekannter. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 8/27: Der Krematorium wird von Ascheflocken umweht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 9/27: Der Diebesfänger-General würde Garret am liebsten tot sehen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 10/27: Northcrest Manor ist der Wohnsitz des Barons. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 11/27: Baron Northcrest möchte die Industrialisierung voran treiben. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 12/27: Kratzer verraten, wo Garret klettern darf. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 13/27: Bei größeren Kletterpartien wechselt Thief in eine Schulterperspektive. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 14/27: Neben weichen Schatten zeigt das Spiel auch grobe Riesenpixel. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 15/27: Die Plastersteine sind mit zusätzlichen Polygonen tesselliert. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 16/27: Die Feuerdarstellung der Unreal Engine 3 ist schick. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 17/27: Hunde schlagen bellend Alarm. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 18/27: Ein Erstickungspfeil sorgt für Ruhe. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 19/27: Seilpfeile eröffnen neue Klettermöglichkeiten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 20/27: Mit Seilen erreicht Garret so Dächer wie das dieses Hauses. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 21/27: Eine Nebenmission führt den Meisterdieb in den Keller eines irren Sammlers. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 22/27: Rätsel wie dieses Runenbrett hätten wir uns häufiger gewünscht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 23/27: Die Königin der Diebe gibt Garret gegen Geld Punkte um die Fokusfähigkeit zu verbessern. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 24/27: Die Heilanstalt ist ein gruseliger Ort. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 25/27: Thief mit HUD und Fokusmodus (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 26/27: Thief mit HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Bild 27/27: Thief ohne HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Die Hauptfiguren und Garrets Körper sind bis auf die Haare grafisch gut umgesetzt, die Wache hingegen besteht aus Klonen. Die modifizierte Unreal Engine 3 überzeugt mit tessellierten Straßen und schicker DX11-Beleuchtung: Insbesondere die weichen Schatten, die ständigen Nebelschwaden und die Feuerdarstellung gefallen. Die braun-graue Farbgebung wirkt auf Dauer jedoch eintönig und zu wenig abwechslungsreich. Ähnlich wie bei Tomb Raider hat das für die PC-Umsetzung verantwortliche Studio Nixxes ein paar Besonderheiten implementiert - TressFX gehört aber nicht dazu. Die Supersample-Kantenglättung sorgt theoretisch für ein flimmerfreies Bild, allerdings fehlte diese in unserer noch nicht performanceoptimierten Vorabtestversion ebenso wie die Mantle-Schnittstelle , welche die Bildrate steigern würde.
Thief Deadly Shadow unterstützt so wie Thief Gold die Environmental Audio Extensions (EAX), Thief soll TrueAudio bieten und steht somit in der Tradition der Serie - ausprobieren konnten wir die Raumklangtechnik aber nicht, sie wird wie Mantle per Patch nachgeliefert(öffnet im neuen Fenster) . Die Musikvielfalt reicht von atmosphärischen Klängen bis hin zu treibenden Beats, die Orientierung nach Gehör klappt sehr gut. Die deutsche Sprachausgabe geht in Ordnung, ist jedoch nicht lippensynchron und schlecht abgeschmischt. Die neue Stimme von Garret - auch im Englischen - klingt uns zu weich.
Thief erscheint am 28. Februar 2014 für Playstation 3, Playstation 4, Xbox 360 und Xbox One. Die Windows-PC-Version setzt einen Steam-Account voraus. Die USK hat die Einstufung ab 16 Jahren vergeben, das Spiel ist in Deutschland nicht geschnitten.
Thief versucht, das Gefühl der über ein Jahrzehnt alten Vorgänger in die Moderne zu transportieren, ohne dabei mit der grundlegenden Spielmechanik zu brechen. Das Resultat erinnert an den Lieblingsstreifen, der Jahre später erneut verfilmt wird: Viele Szenen wirken sehr vertraut und früher unmögliche visuelle Effekte verdichten die Atmosphäre. Die Neuinterpretation übernimmt aber auch Schwächen den Originals und fügt neue hinzu.
Wir haben Garret in den früheren Spielen als risikoscheu und prinzipientreu kennengelernt, in Thief lässt er sich schnell für Aufträge gewinnen, die er früher abgelehnt hätte. Diejenigen, die er annimmt, sind dafür so spannend und abwechslungsreich wie die voller Überraschungen steckende Geschichte - ganz anders als die in der ersten Hälfte des Spiels immer wieder zu durchquerenden Stadtteile, die leblos und generisch wirken. Eidos verschenkt zudem Potenzial durch diese abgesteckten Gebiete mit ihren mit Schätzen vollgestopften Einzimmerwohnungen ohne die angeblich verarmten Bewohner.
Viele Wege geleiten Garret zu seiner Beute, Werkzeuge wie der Schraubendreher oder der Greifhaken und die verschiedenen Pfeile ermöglichen individuelle Taktiken - wenngleich viele Türen verschlossen und viele Dächer unerreichbar bleiben. So selten erkennbar ist, welcher Weg die besten Beute- und Erfolgsaussichten birgt, so ausgefeilt sind im späteren Spiel die Rätsel sowie Fallen. Das Schlossknacken und der Taschendiebstahl hingegen könnten simpler kaum sein. Da die künstliche Intelligenz der Wachen an der Schattengrenze und den Dächern endet, ist das Spiel zu einfach.
Am meisten Spaß macht Thief ohne Head-up-Display und ohne die optionale Fokusfunktion: Diese ist wie der Zielmarker oder die Minimap ein Zugeständnis an wenig geduldige Spieler und hilft in praktisch jeder Situation. Dabei sind mit guter Beobachtungsgabe alle Rätsel lösbar, jede Wache umgehbar und alle Geheimnisse auffindbar. Unbemerkt durch Nebelschwaden und Schatten huschen, mit Fingerspitzengefühl und einem Auge für Details ein wertvolles Buch stehlen - in diesen Momenten ist Garret das, was er sein soll: ein Meisterdieb. Und sonst nichts.