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Technik und Fazit

Thief erscheint für den PC, die alte und die neue Konsolengeneration. Damit einher gehen gewisse technische Einschränkungen, da Eidos auf die kleinsten gemeinsamen Nenner - die Playstation 3 und die Xbox 360 - Rücksicht nehmen musste. So sind einige Spielabschnitte recht klein geraten und Objekte wie Einrichtungsgegenstände könnten detaillierter sein. Auch die schwankende Güte der Texturqualität und die Anzahl der Polygone geben Anlass zur Kritik, hier hätte Eidos die Thief-Version für die schnelleren Plattformen ruhig aufwerten dürfen. Die Render-Videos sind angesichts der hübschen Engine-Zwischensequenzen unnötig verwaschen, die Traumsequenzen fast schon hässlich.

  • Der Glockenturm ist der Ausgangspunkt aller Missionen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Garret hortet darin zudem besondere Beutestücke. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Ein Blick durch das Schlüsselloch verhindert ungewollte Zusammenstöße mit Wachposten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der Taschendiebstahl ist nur ein simpler Tastendruck. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Wertvolle Gegenstände sind oft gut verwahrt und ihr Tresor mit Rätseln geschützt. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Bis auf wenige Ausnahmen ist Thief grau-braun. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der Händler Basso ist ein alter Bekannter. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der Krematorium wird von Ascheflocken umweht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Der Diebesfänger-General würde Garret am liebsten tot sehen. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Northcrest Manor ist der Wohnsitz des Barons. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Baron Northcrest möchte die Industrialisierung voran treiben. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Kratzer verraten, wo Garret klettern darf. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Bei größeren Kletterpartien wechselt Thief in eine Schulterperspektive. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Neben weichen Schatten zeigt das Spiel auch grobe Riesenpixel. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Die Plastersteine sind mit zusätzlichen Polygonen tesselliert. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Die Feuerdarstellung der Unreal Engine 3 ist schick. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Hunde schlagen bellend Alarm. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Ein Erstickungspfeil sorgt für Ruhe. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Seilpfeile eröffnen neue Klettermöglichkeiten. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Mit Seilen erreicht Garret so Dächer wie das dieses Hauses. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Eine Nebenmission führt den Meisterdieb in den Keller eines irren Sammlers. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Rätsel wie dieses Runenbrett hätten wir uns häufiger gewünscht. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Die Königin der Diebe gibt Garret gegen Geld Punkte um die Fokusfähigkeit zu verbessern. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Die Heilanstalt ist ein gruseliger Ort. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Thief mit HUD und Fokusmodus (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Thief mit HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
  • Thief ohne HUD (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
Baron Northcrest möchte die Industrialisierung voran treiben. (Screenshot: Marc Sauter/Golem.de)
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Die Hauptfiguren und Garrets Körper sind bis auf die Haare grafisch gut umgesetzt, die Wache hingegen besteht aus Klonen. Die modifizierte Unreal Engine 3 überzeugt mit tessellierten Straßen und schicker DX11-Beleuchtung: Insbesondere die weichen Schatten, die ständigen Nebelschwaden und die Feuerdarstellung gefallen. Die braun-graue Farbgebung wirkt auf Dauer jedoch eintönig und zu wenig abwechslungsreich. Ähnlich wie bei Tomb Raider hat das für die PC-Umsetzung verantwortliche Studio Nixxes ein paar Besonderheiten implementiert - TressFX gehört aber nicht dazu. Die Supersample-Kantenglättung sorgt theoretisch für ein flimmerfreies Bild, allerdings fehlte diese in unserer noch nicht performanceoptimierten Vorabtestversion ebenso wie die Mantle-Schnittstelle, welche die Bildrate steigern würde.

Thief Deadly Shadow unterstützt so wie Thief Gold die Environmental Audio Extensions (EAX), Thief soll TrueAudio bieten und steht somit in der Tradition der Serie - ausprobieren konnten wir die Raumklangtechnik aber nicht, sie wird wie Mantle per Patch nachgeliefert. Die Musikvielfalt reicht von atmosphärischen Klängen bis hin zu treibenden Beats, die Orientierung nach Gehör klappt sehr gut. Die deutsche Sprachausgabe geht in Ordnung, ist jedoch nicht lippensynchron und schlecht abgeschmischt. Die neue Stimme von Garret - auch im Englischen - klingt uns zu weich.

Thief erscheint am 28. Februar 2014 für Playstation 3, Playstation 4, Xbox 360 und Xbox One. Die Windows-PC-Version setzt einen Steam-Account voraus. Die USK hat die Einstufung ab 16 Jahren vergeben, das Spiel ist in Deutschland nicht geschnitten.

Fazit

Thief versucht, das Gefühl der über ein Jahrzehnt alten Vorgänger in die Moderne zu transportieren, ohne dabei mit der grundlegenden Spielmechanik zu brechen. Das Resultat erinnert an den Lieblingsstreifen, der Jahre später erneut verfilmt wird: Viele Szenen wirken sehr vertraut und früher unmögliche visuelle Effekte verdichten die Atmosphäre. Die Neuinterpretation übernimmt aber auch Schwächen den Originals und fügt neue hinzu.

Wir haben Garret in den früheren Spielen als risikoscheu und prinzipientreu kennengelernt, in Thief lässt er sich schnell für Aufträge gewinnen, die er früher abgelehnt hätte. Diejenigen, die er annimmt, sind dafür so spannend und abwechslungsreich wie die voller Überraschungen steckende Geschichte - ganz anders als die in der ersten Hälfte des Spiels immer wieder zu durchquerenden Stadtteile, die leblos und generisch wirken. Eidos verschenkt zudem Potenzial durch diese abgesteckten Gebiete mit ihren mit Schätzen vollgestopften Einzimmerwohnungen ohne die angeblich verarmten Bewohner.

Viele Wege geleiten Garret zu seiner Beute, Werkzeuge wie der Schraubendreher oder der Greifhaken und die verschiedenen Pfeile ermöglichen individuelle Taktiken - wenngleich viele Türen verschlossen und viele Dächer unerreichbar bleiben. So selten erkennbar ist, welcher Weg die besten Beute- und Erfolgsaussichten birgt, so ausgefeilt sind im späteren Spiel die Rätsel sowie Fallen. Das Schlossknacken und der Taschendiebstahl hingegen könnten simpler kaum sein. Da die künstliche Intelligenz der Wachen an der Schattengrenze und den Dächern endet, ist das Spiel zu einfach.

Am meisten Spaß macht Thief ohne Head-up-Display und ohne die optionale Fokusfunktion: Diese ist wie der Zielmarker oder die Minimap ein Zugeständnis an wenig geduldige Spieler und hilft in praktisch jeder Situation. Dabei sind mit guter Beobachtungsgabe alle Rätsel lösbar, jede Wache umgehbar und alle Geheimnisse auffindbar. Unbemerkt durch Nebelschwaden und Schatten huschen, mit Fingerspitzengefühl und einem Auge für Details ein wertvolles Buch stehlen - in diesen Momenten ist Garret das, was er sein soll: ein Meisterdieb. Und sonst nichts.

 Die neunbeinige Katze
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avon 02. Mär 2014

Gut, Minecraft Grafik wäre zwar doch etwas hart, aber grundsätzlich stimme ich dir zu...

MrReset 26. Feb 2014

Ich benutze weder STEAM noch irgendwelches russisches DRM. Ach ja, und STEAM wurde ja...

WonderGoal 26. Feb 2014

Das müsste man denken. Ich habe an der Uni mal ein Brettspiel mit Java und Swing...

ndakota79 25. Feb 2014

Seltsam, dass die so starke KI dann nicht auf einem hohen Schwierigkeitsgrad Verwendung...

Gungosh 25. Feb 2014

Ich freu mich mal mit! Thief hat mir früher viel Spaß gemacht, die Irrenanstalt z.B. war...


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