Fehler und Fazit

Ebenfalls nicht ganz perfekt in den Kämpfen ist, dass die Zielaufschaltung den Gegner nicht so konsequent wie etwa in Bloodborne ins Visier nimmt, sondern ihn ab und an verliert und Geralt immer wieder mit kleinen Sichtproblemen kämpft. Es kommt vor, dass er sich unvermittelt mit ein paar Seitwärtssprüngen zur Seite bewegt, obwohl wir eigentlich zuschlagen wollten. Mag sein, dass diese Fehler noch vor dem Start behoben werden. Wobei fairerweise gesagt werden sollte, dass sie zwar stören, aber kein sehr großes Problem darstellen.

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Überhaupt gibt es bei The Witcher 3 durchaus noch Raum für Korrekturen: Die Steuerung ist auch außerhalb der Kämpfe manchmal hakelig - es kann mal zum Geduldsspiel werden, eine nur leicht verwinkelte Treppe ordentlich herunterzulaufen, oder mit Pferd Plötze korrekt eine Abzweigung zu nehmen. Auch das Inventar und das Charaktersystem dürfen die Entwickler gerne noch mal überarbeiten. Beide sind nicht wirklich schlecht, aber auch nicht sehr gut gestaltet - und verwenden erstaunlich kleine Symbole, obwohl in der Übersicht noch jede Menge ungenutzte Fläche vorhanden ist. Dazu kommen viele kleine Grafikfehler, spät nachladende Texturen, ab und zu seltsame Animationen und Ähnliches.

  • Ab und zu darf Geralt von Riva in schicker Kleidung seinen gesellschaftlichen Pflichten nachgehen. (Screenshot: Golem.de)
  • Mit seiner Hexer-Spezialsicht verfolgt Geralt eine Spur. (Screenshot: Golem.de)
  • In Kneipen wartet ein (optionales) Sammel-Kartenspiel. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Talentbaum kann der Spieler unter anderem die Kampffertigkeiten verbessern. (Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Übersichtskarte sind Stellen für die Schnellreise eingezeichnet. (Screenshot: Golem.de)
  • Texturen sind in Gebäuden teils äußerst detailreich. (Screenshot: Golem.de)
  • Eine lauschige Siedlung birgt Gefahren und Überraschungen. (Screenshot: Golem.de)
  • Pferd Plötze ist Geralt ein treuer Begleiter - und ein Teil des Inventars. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Spiel bietet viele schön gemachte Zwischensequenzen. (Screenshot: Golem.de)
Eine lauschige Siedlung birgt Gefahren und Überraschungen. (Screenshot: Golem.de)

Aber um es klar zu sagen: Bei uns haben diese Probleme angesichts der vielen Stärken und der epischen Ausmaße des Programms den Gesamteindruck nur wenig geprägt. The Witcher 3 ist auch aus technischer Sicht mit seiner imposanten Grafik, den riesigen begehbaren Umgebungen, den vielen aufwendigen Zwischensequenzen und der Masse an handgefertigten Details ein Top-Spiel - und mit Abstürzen oder Plot-Stoppern mussten wir gar nicht kämpfen.

Zum Test hatte Golem.de nur die Playstation-4-Version ohne den angekündigten Day-One-Patch. Diese Fassung läuft nativ in 1080p, also mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Auf der Xbox One verwendet das Spiel laut Hersteller eine dynamisch an die jeweilige Stelle skalierte Auflösung, und am PC kann der Spieler derartige Details natürlich einstellen. Sobald die beiden anderen Versionen vorliegen, gehen wir darauf gesondert ein.

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The Witcher 3 ist ab dem 19. Mai 2015 für Playstation 4, Xbox One (jeweils rund 70 Euro) und Windows-PC (rund 50 Euro) erhältlich. Die PC-Fassung ist im stationären Handel, aber auch über die Downloadportale Steam, Origin und über das zum Entwickler CD Projekt Red gehörende Gog.com erhältlich. Das Spiel erscheint hierzulande sehr aufwendig lokalisiert: Die deutschen Sprecher gefallen uns, insbesondere der kernig gesprochene Geralt. Einen Multiplayermodus gibt es nicht, zwei Solo-Erweiterungen sind angekündigt. Die USK hat dem ungeschnittenen Programm eine Altersfreigabe ab 18 Jahren gegeben.

Fazit

Vor lauter Begeisterung wollen wir uns das Wortspiel diesmal nicht verkneifen: The Witcher 3 ist magisch geworden! Die vielleicht größte Stärke dieses Abenteuers ist, wie es seine faszinierende offene Welt mit den Rollenspiel-Elementen und der Handlung verbindet. Während wir in anderen Titeln auch wunderbar zurechtkommen, ohne die Dialoge zu lesen oder umgekehrt eigentlich nur wegen der Story weitermachen, bietet The Witcher 3 ein Erlebnis aus einem Guss.

Auch einzeln gehören viele Elemente mit zum Besten, was das Genre zu bieten hat. Über die klugen Inhalte einiger pointiert geskripteter Zwischensequenzen denken wir jetzt noch nach, die abwechslungsreiche Welt sieht stellenweise spektakulär aus. Und vom Tempo und den geschickt eingestreuten, eben nicht aufgesetzten Motivationstricks können andere Spiele lernen.

Dabei ist The Witcher 3 nicht perfekt. Die Steuerung fühlt sich manchmal etwas hakelig an, an den überladenen Bildschirm haben wir uns auch nach vielen Stunden nicht wirklich gewöhnt, und beim Charaktersystem haben die Entwickler viel Potenzial verschenkt. Dazu kommen jede Menge kleine Balanceprobleme und Grafikfehlerchen. Und nicht jeder Skyrim-Fan wird den stellenweise etwas bonbonfarben-kitschigen Stil sofort ins Herz schließen.

Trotzdem: CD Projekt Red hat mit The Witcher 3 ein extrem unterhaltsames, großes und erwachsenes Rollenspiel-Abenteuer erschaffen, das die sehr hohen Erwartungen insgesamt mehr als erfüllt hat.

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TTX 20. Mai 2015

Schlimm :( früher war Konsole einfach rein werfen und gamen, heut hat jeder andere Bugs XD

TTX 20. Mai 2015

Ja bitte mehr Cusual Gameplay :) damit bald alle völlig verblöden :D

Sharkuu 19. Mai 2015

sie haben halt den döhler :D

throgh 18. Mai 2015

Schön und das sagt jetzt was: Sind das Alles bessere Menschen, weil sie mehr Geld auf...

gisu 18. Mai 2015

Das grafische Endergebnis vielleicht, nicht aber die Performance. Siehe GTA5, bei...



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