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Test The Last of Us Remastered: Endzeit in 60 fps

Das Grafik-Vergleichsvideo von Golem.de zeigt: Die Remastered-Version von The Last of Us auf der Playstation 4 ist deutlich schöner als die PS3-Version. Wer das packende Abenteuer mit Ellie und Joel noch nicht kennt, sollte den beiden jetzt eine Chance geben.
/ Peter Steinlechner
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The Last of Us (Bild: Sony)
The Last of Us Bild: Sony

Seit einigen Monaten hat der ein oder andere Spieler beim Anblick einer harmlosen Pizza mit Champignons vielleicht gemischte Gefühle. Jedenfalls dann, wenn er das im Juni 2013 auf der Playstation 3 veröffentlichte The Last of Us gespielt hat. Darin erliegt ein Großteil der Menschheit einer Pilzinfektion, der Spieler steuert die Hauptfiguren Ellie und Joel bei ihrem Kampf ums Überleben und ihrer Reise durch die USA. Jetzt gibt es das Abenteuer in der Remastered-Version für die Playstation 4 auch mit schönerer Grafik und zusätzlichen Inhalten.

The Last of Us Remastered - Grafikvergleich (PS3 vs. PS4)
The Last of Us Remastered - Grafikvergleich (PS3 vs. PS4) (02:46)

Statt mit einer Auflösung von 720p (1280×720 Pixel) wie auf der Playstation 3 treten Spieler auf der PS4 in einer Endzeitwelt an, die nativ in 1080p (1.920 x 1.080 Pixel) berechnet wird. Außerdem läuft das Spiel mit einer Bildrate von 60 fps, statt mit 30 fps wie auf der PS3. Wer mag, kann übrigens alternativ trotzdem mit 30 fps antreten - und bekommt dann höher aufgelöste Schatten anzeigt.

Die Entwickler bei Naughty Dog haben außerdem die Auflösung aller Texturen vervierfacht. Dazu kommt eine höhere Sichtweite, und das Level of Detail schaltet später um. Ganz gut sichtbar ist das etwa bei Gegnern, bei denen der Spieler nun auch aus größerer Entfernung den Gesichtsausdruck etwas besser einschätzen kann. In Zwischensequenzen gibt es mehr Tiefenunschärfen- und etwas weniger Körnung-Effekte. Außerdem haben die Entwickler besseres Sub Surface Scattering (Volumenstreuung) für Gesichter und Haut sowie schönere Partikel und Decals eingebaut - vor allem die Partikeleffekte sind gut sichtbar.

The Last of Us - Test-Fazit
The Last of Us - Test-Fazit (02:10)

Der Gesamteindruck der neuen Version ist tatsächlich deutlich besser als der von der Originalversion. Allerdings gibt es immer noch gelegentlich kleinere Grafikfehler, etwa bei der Darstellung von Wasser. Unterm Strich hat Naughty Dog bei der Umsetzung für die PS4 zwar einen guten Job gemacht, aber bei der Definitive Edition von Tomb Raider sind die Unterschiede zwischen Old- und Current-Gen noch minimal größer.

Zusatzinhalte und Fazit

Neben den grafischen Verbesserungen bietet die Neuauflage auch alle bislang verfügbaren Zusatzinhalte. So ist die gelungene Solo-Erweiterung Left Behind - ein Prolog mit Ellie und ihrer besten Freundin Riley - enthalten, dazu kommen acht weitere Multiplayerkarten. Möglicherweise soll es demnächst weitere Maps geben, die dann laut den Entwicklern für beide Fassungen verfügbar sein sollen. Die Remastered-Version enthält außerdem einen noch deutlich härteren Schwierigkeitsgrad in der Kampagne sowie zusätzliche Trophäen.

The Last of Us - komplettes Intro von Left Behind (DLC)
The Last of Us - komplettes Intro von Left Behind (DLC) (02:44)

Das eigentliche Programm ist unverändert, auch einige kleinere Kritikpunkte hat Naughty Dog nicht ausgemerzt. So kann es immer noch passieren, dass Nebenfiguren in Kämpfen mitten in der Schusslinie stehenbleiben. Das ist zwar nicht weiter schlimm, weil sie keinen Schaden nehmen, aber derart absurdes KI-Verhalten ist natürlich der Atmosphäre abträglich.

Die Remastered-Version von The Last of Us ist ab dem 30. Juli 2014 verfügbar. Preisvergleiche lohnen sich mehr als sonst: Je nach Händler kostet das Programm zwischen rund 45 bis knapp 60 Euro. Sony selbst will in seinem Playstation Store für die Downloadversion rund 45 Euro. Das Spiel erscheint hierzulande vollständig lokalisiert. Im Multiplayermodus gibt es kleinere Schnitte: Das Verstümmeln von Gegnern ist etwas weniger brutal in Szene gesetzt, außerdem fließt weniger Blut. Auf der Festplatte belegt das Programm rund 48 GByte. Es gibt einen ersten Patch, der rund 142 MByte groß ist und kleinere Fehler behebt. Von der USK hat das Programm eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten.

Fazit

Bei einem Spiel, das so wie The Last of Us vor allem von der Atmosphäre und der Handlung lebt, ist die Grafik eigentlich nicht das Allerwichtigste. Trotzdem: Die hübschere Optik und die 60 fps der Remastered-Version sind ebenso spürbare wie handfeste Vorteile, mit denen die Abenteuer von Ellie und Joel mehr Spaß machen als auf der Playstation 3 - im Zweifel sollte es natürlich die neue Fassung sein. Wer das Programm bereits kennt und kein ganz großer Sammler oder Fan ist, bekommt beim wiederholten Durchgang allerdings nicht genug Mehrwert, der die erneute Ausgabe rechtfertigt.


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