Eine Petrischale voll Facebook-Freunde
Der Mehrspielermodus von The Last of Us verbindet einzelne Deathmatches durch ein übergreifendes Meta-Game. Mit der Wahl zwischen den beiden Fraktionen Fireflys und Jäger beginnt eine zwölf Wochen lange Minigeschichte. Jede einzelne Onlinepartie stellt die Dauer eines virtuellen Tages dar. Während dieser Zeitspanne muss der Spieler sein stetig wachsendes Überlebendencamp mit Vorräten versorgen. Die erhält er, indem er erfolgreich 4-gegen-4-Teamkämpfe bestreitet. Selbst wenn die eigene Mannschaft verliert, ist durch Abschüsse gesammelte Nahrung so immer noch etwas wert.
Das Camp wird im Menü zwischen den Onlinerunden als eine Art Petrischale voller herumwuselnder Punkte dargestellt. Bei uns ist einer davon Golem.de-Geschäftsführer Jens Ihlenfeld, denn wir haben den Überlebenden via Facebook-Anbindung Fotos und Namen aus unserer Freundesliste zugeordnet.
Viel Zeit nimmt das Metagame als nettes Drumherum nicht in Anspruch, der eigentliche Schwerpunkt im Mehrspielermodus liegt auf spannenden Kämpfen mit hohem Schleichanteil. Die Lauschfunktion zum akustischen Erspähen feindlicher Spieler wurde genauso aus der Solokampagne übernommen wie das Herstellen von Bomben, Messern und Medikits. Dadurch spielt sich The Last of Us online im Vergleich zu vielen anderen Shootern langsamer, belohnt dafür aber umso mehr für taktisches Vorgehen im Team.
The Last of Us ist am 14. Juni 2013 für Playstation 3 im Handel erschienen. Es hat eine USK-Freigabe ab 18 Jahren erhalten und kostet als Standardedition UVP 60 Euro.
Fazit
Sollte The Last of Us tatsächlich das letzte große Meisterwerk für die Playstation 3 sein, kann Sony seine Konsole erhobenen Hauptes in die wohlverdiente Rente schicken. Naughty Dog bietet ein technisch so gut an die Plattform angepasstes Spiel, dass sich die Grafik sogar mit den meisten bisher angekündigten Playstation-4-Spielen messen kann.
Die wahre Stärke der Endzeitreise von Joel und Ellie liegt jedoch ganz woanders. In der aktuellen Konsolengeneration haben uns schon viele Titel menschlich wirkende Spielehelden in Abenteuern versprochen, die eine toll erzählte Geschichte in den Mittelpunkt stellen. Selbst gelungenere Beispiele wie Alan Wake, L.A. Noir oder Heavy Rain sind letztendlich aber daran gescheitert, auch noch fesselnde, abwechslungsreiche Spielmechaniken unterzubringen.
An dieser Stelle trumpft The Last of Us mit seinem dynamischen Schleich-Gameplay auf, das nahtlos an die Intensität der Zwischensequenzen anknüpft und uns selbst erleben lässt, in welcher nervenzerfetzenden Drucksituation sich die Protagonisten während ihrer gesamten Reise befinden.
The Last of Us vereint die besten Eigenschaften eines guten Hollywood-Films und lässt sie den Spieler so erleben, als würden sie tatsächlich vor seinen Augen in einer glaubhaften Welt passieren. Zur Krönung lässt Naughty Dog ihn dann mit einem Ende zurück, das keine großen Explosionen oder alles infrage stellenden Wendungen der Handlung braucht, um noch sehr lange in Erinnerung zu bleiben.
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| Nicht jeder Schuss ein Treffer |










Nur eine Frage der Zeit, bis das Ding mutiert und mit dem Menschen kompatibel wird...
Naja, wenn es denn 50h Story wäre. 50h Spieldurchlauf besteht in den seltensten Fällen...
also leute das spiel macht einfach nur mega spaß ! man lässt sich mitreißen und...
Und natürlich hast du einfach eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit am PC eher die...