Feuergefechte und Fazit

Inhaltlich ist Tales from the Borderlands ein typisches Telltale-Adventure, ähnlich wie zuletzt The Walking Dead und The Wolf Among Us. Die Handlung läuft also mehr oder weniger selbstständig ab, und nur gelegentlich darf sich der Spieler einmischen. Dann kann er etwa in einem Dialog eine von mehreren Antwortmöglichkeiten auswählen und sich so für ein eher aggressives oder eher defensives Verhalten entscheiden.

Außerdem kann er in Actionsequenzen die vorgegebenen Ziele anvisieren und dann den Feuerknopf drücken, oder mit den Pfeiltasten vor Angriffen ausweichen. Beides ist alles andere als herausfordernd - aber das soll es auch gar nicht sein. Immerhin: Wer sich in den Gefechten zu viel Zeit lässt, kann auch mal sterben und muss dann vom letzten Checkpoint aus weitermachen. Die Entscheidungen in den Dialogen bestimmen lediglich einige Details beim Handlungsverlauf.

  • Innerhalb eines Zeitlimits muss der Spieler als Fiona eine Antwort auswählen. (Screenshot: Golem.de)
  • Auf Wunsch lassen sich Untertitel einblenden. (Screenshot: Golem.de)
  • Shade ist die mit Abstand wahnsinnigste Figur. (Screenshot: Golem.de)
  • Der neue Boss von Rhys ist kein netter Typ. (Screenshot: Golem.de)
  • In einer Actionsequenz wählt der Spieler die Waffen eines Kampfroboters aus. (Screenshot: Golem.de)
  • In einem fahrenden Panzer gibt es eine Verfolgungsjagd. (Screenshot: Golem.de)
  • Menüs und andere Grafikelemente erinnern an die Hauptserie. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Robotermodus darf der Spieler auch mal kurz selbst zielen ... (Screenshot: Golem.de)
  • Mit seinem Schlagstock kann sich sogar Schwächling Rhys gut zur Wehr setzen. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Büro von Hyperion macht Rhys eine Entdeckung ... (Screenshot: Golem.de)
In einem fahrenden Panzer gibt es eine Verfolgungsjagd. (Screenshot: Golem.de)

Die erste Episode von Tales from the Borderlands ist jetzt als Download erhältlich. Die Verfügbarkeit ist je nach Plattform unterschiedlich: So müssen Käufer auf Steam für 21 Euro die ganze Staffel kaufen, während es auf Xbox Live momentan nur die erste Episode für rund 5 Euro gibt; später soll auch ein Season Pass erhältlich sein. Das Spiel ist derzeit für Xbox 360 und One, die Playstation 3 und 4 sowie für Windows-PC und Mac OS verfügbar. Ende 2014 sollen auch Umsetzungen für Android und iOS erscheinen. Die USK hat eine Freigabe ab 16 Jahren erteilt.

Derzeit liegt das Programm nur mit englischer Sprachausgabe und optional zuschaltbaren Untertiteln vor. Ob eines oder beides noch übersetzt wird, ist derzeit nicht bekannt. Besonders die gesprochene Sprache setzt fortgeschrittene Englischkenntnisse voraus, weil die Figuren teils sehr schnell und umgangssprachlich reden.

Fazit

Wer die Welt von Borderlands und den zynisch-morbiden Humor der Actionspiele mag, wird Tales from the Borderlands lieben. Das Adventure greift den typischen Look, aber auch die Atmosphäre der Vorlage von Gearbox auf fast schon geniale Art auf. Toll!

Figuren und Handlung gefallen uns - insbesondere die ebenso vielschichtige wie undurchsichtige Fiona sorgt für Spannung. Ein paar der Actionsequenzen sind sehr gut inszeniert. Die Mischung aus schnellen und dramatischen Momenten sowie ruhigen Passagen stimmt. Ganz so emotional und berührend wie die erste Telltale-Staffel von The Walking Dead ist Tales from the Borderlands zwar nicht - das liegt aber auch am Szenario.

Die einzige echte Einschränkung: Sehr viel mehr als Knöpfchendrücken im richtigen Augenblick macht der Spieler wie in den anderen Adventures von Telltale wieder nicht. Das ist einfach so - wer sich damit arrangiert hat, kann aber in Tales from the Borderlands wieder viel Spaß auf Pandora haben.

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 Test Tales from the Borderlands: Witze statt Waffen
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