Test Star Fox Zero: Weltraumabenteuer mit Cockpitproblemen

In Star Fox Zero dürfen Fox McCloud und seine Kumpel erneut das Universum retten. Auf der Wii U gilt es, Asteroiden auszuweichen, Raumschiffe abzuschießen, Endbosse zu besiegen - und die komplizierte Steuerung irgendwie in den Griff zu bekommen.

Artikel von veröffentlicht am
Artwork von Star Fox Zero
Artwork von Star Fox Zero (Bild: Nintendo)

Langjährigen Fans der Nintendo-Konsolen wird die Anfangssequenz von Star Fox Zero vielleicht vertraut vorkommen: Schon in Lylat Wars auf dem N64 gab es eine nahezu identische erste Mission, in der Fox und Kollegen in die Handlung rund um den bösen Obermotz Andross eingeführt und mit den ersten Gefechten vertraut gemacht wurden. Allerdings ist der Einstieg im neuen Star Fox Zero ungleich komplizierter, da die Bedienung alles andere als intuitiv funktioniert.

Stellenmarkt
  1. Data Solution Engineer (m/w/d)
    BSH Hausgeräte GmbH, Traunreut
  2. Director of global SW Test (m/f/d)
    Advantest Europe GmbH, Böblingen
Detailsuche

Schuld ist der Wii-U-Controller. Nintendo zwingt den Spieler, auf zwei Bildschirme zu starren: Während auf dem TV-Gerät der Arwing von hinten zu sehen ist, zeigt der Screen des Pads die Cockpit-Ansicht. Kompliziert wird es dadurch, dass das Zielen und Feuern auf dem Pad passiert - inklusive Ausrichtung der Kanonen durch Bewegung des Pads. Gleichzeitig muss man auf dem großen Screen verfolgen, wo sich Kontrahenten nähern und wann ausgewichen werden muss.

Es braucht deshalb einige Zeit, bis die Steuerung verinnerlicht ist. Bis dahin passiert es immer wieder, dass auf den falschen Bildschirm geschaut oder verwechselt wird, wann die Sticks zur Bedienung des Raumschiffs und wann das Pad zur Ausrichtung des Cockpits bewegt werden müssen. Eine zweite, vereinfachte Steuerungsoption mit Unterstützung des Classic Controllers wäre wünschenswert gewesen.

  • Star Fox Zero (Bild: Nintendo)
  • Star Fox Zero (Bild: Nintendo)
  • Star Fox Zero (Bild: Nintendo)
  • Star Fox Zero (Bild: Nintendo)
  • Star Fox Zero (Bild: Nintendo)
  • Star Fox Zero (Bild: Nintendo)
  • Star Fox Zero (Bild: Nintendo)
  • Star Fox Zero (Bild: Nintendo)
  • Star Fox Zero (Bild: Nintendo)
  • Star Fox Zero (Bild: Nintendo)
Star Fox Zero (Bild: Nintendo)

Abseits der Bedienung ist das Spielprinzip kaum komplizierter als vor 20 Jahren. Mit dem Arwing gilt es, sowohl in schlauchartigen Passagen als auch in offenen Leveln diversen Hindernissen auszuweichen, Kontrahenten mit unterschiedlichen Laserwaffen abzuschießen, wilde Loopings zu fliegen, für Extras und Boni durch Ringe zu steuern und auch immer wieder große Endbosse herauszufordern und die richtige Taktik zu finden, um sie auszuschalten.

Golem Akademie
  1. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    4. März 2022, Virtuell
  2. Azure und AWS Cloudnutzung absichern: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    17.–18. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Für Abwechslung sorgen die Möglichkeit, das Raumschiff in passenden Situationen in einen laufenden Roboter zu verwandeln, sowie die unterschiedliche Gestaltung der einzelnen Planeten. Flüge durch Asteroidenhagel sind ebenso dabei wie Kämpfe um Kolonien und wechselnde Planetenoberflächen.

Langzeitmotivation fehlt

Der Schwierigkeitsgrad steigt von Mission zu Mission kontinuierlich an, unterschiedliche Belohnungen je nach Abschussquote sorgen für einen gewissen Wiederspielwert. Trotzdem motiviert Star Fox Zero nicht über lange Zeit. Nach dem Durchspielen der Kampagne ist nicht mehr viel zu tun, echte Mehrspielermodi gibt es nicht, geboten wird hier im Grunde nur der Koop-Modus. In diesem steuert ein Spieler den Arwing, der andere übernimmt das Zielen und Schießen - was im Gefecht eher verwirrt als Spaß macht.

Leider ist auch die Technik bestenfalls Durchschnitt. Das Geschwindigkeitsgefühl stimmt zwar, auch bei vielen Explosionen bleibt das Spiel flüssig, dafür sind die Texturen nicht auf der Höhe der Zeit und auch der Detailgrad ist enttäuschend. Natürlich sieht Star Fox Zero besser aus als Lylat Wars - aber nicht so viel besser, wie es nach fast 20 Jahren zu erwarten gewesen wäre.

Star Fox Zero ist exklusiv für die Wii U im Handel verfügbar, kostet etwa 40 Euro und hat eine USK-Freigabe ab 12 Jahren erhalten. Ab dem 27. April 2016 ist außerdem eine First Print Edition verfügbar, die etwa 60 Euro kostet und als Bonus noch den Tower-Defense-artigen Titel Star Fox Guard enthält.

Fazit

Die Vorfreude auf das neue Star Fox war unter Nintendo-Anhängern groß - Lylat Wars genießt zu Recht auch fast 20 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung einen hervorragenden Ruf. Leider erfüllt Zero diese hohen Erwartungen nicht. Dabei stört weniger, dass es inhaltlich viele Parallelen gibt und Star Fox Zero zum Teil wie ein Recycling der alten Lylat-Wars-Level wirkt - Platz für ein gutes Weltraum-Abenteuer mit spannenden Kämpfen gibt es schließlich genug.

Viel mehr enttäuscht, dass das Spiel technisch so altbacken daherkommt und die Nutzung des Wii-U-Controllers zudem erzwungen und vor allem in der Anfangsphase aufgesetzt wirkt. Gerade aufgrund der Verschiebung bei der Veröffentlichung - Star Fox Zero sollte eigentlich bereits im November 2015 erscheinen - ist der Titel bestenfalls Mittelmaß und qualitativ weit von dem entfernt, was von Nintendo-eigenen Titeln in Normalform zu erwarten ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


MistelMistel 27. Apr 2016

Quatsch. Von viel zu viel kann keine Rede sein. Ich bin froh das die Steuerung und die...

MistelMistel 26. Apr 2016

Die Steuerung ist klasse. Ich weiß nicht was der Redakteur hat... Star Fox Zero lässt...

Paralyta 26. Apr 2016

Ich wollte sagen, man hätte es Platinum Games komplett überlassen sollen. Platinum Games...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Windows bekommt ein neues Notepad inklusive Dark Mode

Es war nur eine Frage der Zeit: Microsoft zeigt ein neu designtes Notepad für Windows. Das enthält eine bessere Suchfunktion und Dark Mode.

Microsoft: Windows bekommt ein neues Notepad inklusive Dark Mode
Artikel
  1. Streaming: Roku erlaubt keine Justwatch-App auf seinen Geräten
    Streaming
    Roku erlaubt keine Justwatch-App auf seinen Geräten

    Die Streamingsuchmaschine Justwatch gibt es auf vielen Streaminggeräten, nicht aber auf der Roku-Plattform.
    Von Ingo Pakalski

  2. Ampelkoalition: Das Verkehrsministerium wird zum Digitalministerium
    Ampelkoalition
    Das Verkehrsministerium wird zum Digitalministerium

    Aus dem geplanten Ministerium für Verkehr und Digitales wird ein Ministerium für Digitales und Verkehr. Minister Wissing erhält zusätzliche Kompetenzen.

  3. Software-Upgrade: Polestar soll gegen Aufpreis mehr Leistung bekommen
    Software-Upgrade
    Polestar soll gegen Aufpreis mehr Leistung bekommen

    Der Elektroauto-Hersteller Polestar bietet Kunden an, den Polestar 2 per Software-Update mit 50 Kilowatt mehr Leistung auszustatten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Acer-Monitore zu Bestpreisen (u. a. 27" FHD 165Hz OC 199€) • Kingston PCIe-SSD 1TB 69,90€ & 2TB 174,90€ • Samsung Smartphones & Watches günstiger • Saturn: Xiaomi Redmi Note 9 Pro 128GB 199€ • Alternate (u. a. Razer Opus Headset 69,99€) • Release: Halo Infinite 68,99€ [Werbung]
    •  /