Test Silent Hill Downpour: Traditionell Gruseln

Gefangenentransporte kommen selten sicher ans Ziel, zumindest in Krimis und Horrorgeschichten. Silent Hill Downpour macht da keine Ausnahme: Der Gefängnisinsasse Murphy Pendleton soll verlegt werden, das Auto kommt aber von der Straße ab und verunglückt. Wirklich verbessert hat sich Murphys Situation dadurch nicht. Die Handschellen ist er zwar los, dafür findet er sich am Rande des unwirtlichen Örtchens Silent Hill wieder und muss fortan versuchen, dieser unheimlichen Landschaft lebendig zu entfliehen.
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Eine Flucht aus Silent Hill ist natürlich alles andere als einfach. Immer wieder irrt Murphy durch Gebäude oder Straßenzüge der Stadt und muss nach Hinweisen wie Notizzetteln, Schlüsseln oder Ausgängen suchen. Dabei begegnen ihm nicht nur einige seltsame Figuren, sondern auch viele unheimliche und aggressive Alptraumgestalten. Es dauert nicht lange, bis er zu den Waffen greifen muss.












Die Story ist eine der großen Stärken von Downpour. Es ist durchaus spannend herauszufinden, welche Geschichte hinter Murphy steckt und warum ausgerechnet er durch Silent Hill irren muss. In bester Serientradition verschwimmen auch immer wieder Realität und Wahnvorstellung, die Welt verändert sich und zeigt ihre düstere Seite – für Silent-Hill-Veteranen ebenso bekannte wie beliebte Momente.
Technik und Fazit
Leider ist Downpour auch spielerisch eine Reise in die Vergangenheit. Viele Elemente fühlen sich im Jahre 2012 seltsam antiquiert an. Das Aufsammeln von Notizen, Munition und Medipacks und die kleineren Schiebe- und Schalterrätsel sind altbekannt und kaum anders als in Silent Hill 2. Da können auch Beigaben, etwa kleinere Sammelaufträge, nicht viel herausreißen. Ärgerlich sind zudem die Mängel bei der Bedienung: Das Aufheben von neuen Waffen oder der eigentliche Kampf gestalten sich immer wieder unnötig kompliziert und hakelig.












Auch technisch gibt Downpour kein allzu modernes Bild ab. Einige Effekte sind stimmungsvoll und gelungen, im Großen und Ganzen wirkt das Spiel aber alles andere als schön. Matschige Texturen, wenig Details und zahlreiche Ruckler trüben das Bild. Musik und Synchronisation hingegen überzeugen und sorgen immer wieder für ein angenehmes Kribbeln. Das inzwischen achte Silent Hill ist im Auftrag von Konami beim tschechischen Entwicklerstudio Vatra Games(öffnet im neuen Fenster) auf Basis der Unreal Engine 3 entstanden.
Silent Hill Downpour ist für Xbox 360 und Playstation 3 erhältlich und kostet etwa 50 Euro. Das Spiel hat eine USK-Freigabe ab 18 Jahren erhalten.
Fazit
Inhaltlich gelungen, spielerisch altbacken: Silent Hill Downpour versucht vor allem, es Silent-Hill-Veteranen recht zu machen und vernachlässigt so die eine oder andere technische Weiterentwicklung. Gruselfans mit Hang zu spannenden Geschichten und einer Vorliebe für das neblige Silent Hill sollten sich davon nicht abhalten lassen. Trotz einiger Mängel bei Bedienung und Technik ist Downpour ein sehr atmosphärisches und spannendes Survival-Horror-Abenteuer geworden, wie es sie derzeit nicht allzu häufig gibt.



