Abo
  • Services:

Orientierungslose Reise für Anfänger

So viel Gnade erfahre ich schon kurz darauf nicht mehr. Nach der knappen Einleitung werde ich in den "Reise" genannten Karrieremodus entlassen. Hier begleite ich im Proberaum die Originalversionen bekannter Rocksongs wie "Sweet Home Alabama" oder "(I Can't Get No) Satisfaction", um sie schließlich beim großen Auftritt noch einmal alle hintereinander zu absolvieren. Die grafische Präsentation hat dabei höchstens Kellerstubencharme, dafür klingt Rocksmith fantastisch. Und darauf kommt es bei einem Musikspiel mit Realismusanspruch letztendlich am meisten an.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Berlin
  2. OKI EUROPE LIMITED, Branch Office Düsseldorf, Düsseldorf

Der dynamische Schwierigkeitsgrad erweist sich dagegen als wahrer Motivationskiller. Spiele ich ein Lied in seiner simpelsten Form einmal gut, werde ich beim nächsten Anlauf mit zusätzlichen Noten und mir bis dahin unbekannten Techniken konfrontiert. Das Spieltempo ist grundsätzlich sehr hoch, der obere Bereich des Notenlaufbands oft unübersichtlich .

Der Lernfaktor im Karrieremodus bleibt für mich so komplett aus. Immer wenn ich auf der Anfängerstufe Sicherheit gewinne, werde ich vom automatischen Schwierigkeitsgrad sogleich heillos überfordert. Manuell kann ich die Anforderungsstufe nicht regeln, erst nach mehrmalig schlechter Leistung werden die Lieder wieder einfacher. Erste Lernansätze behutsam zu vertiefen, ist so unmöglich.

Diese Aufgabe erfüllen andere Sektionen von Rocksmith besser. Im Modus Riff-Repeater darf ich von mir gewählte Abschnitte eines Songs wiederholen, bis ich sie beherrsche. Ganz wie im eingangs gelobten Eröffnungstutorial. Eine große Bibliothek voller etwas zu kurz gehaltener Erklärungsvideos und zugehöriger Trainingseinheiten behandelt jede Technik, von der ich im Zusammenhang mit Gitarren je gehört habe. Im Arcademodus trainiere ich spielerisch mit Varianten wie Entenschießen meine Reflexe: richtige Note getroffen, Ente tot, Zeitbonus und Punkte für mich.

  • Eine Gitarrenübung mit eingeblendetem Minivideo
  • Das Klinkenkabel steckt im Instrument, der USB-Stecker ist für PC, Xbox 360 und Playstation 3 geeignet.
  • "Jeder kann Gitarre oder Bass spielen", heißt es auf der Verpackung.
  • Die Trainingsbibliothek
  • Im Arcademodus schießt der Spieler beispielsweise mit Tönen auf rote Enten.
  • Mit freispielbaren Amps ahmt Rocksmith unterschiedliche Gitarrentypen nach.
  • Die Effekte auf dem virtuellen Notenlaufband erinnern an Guitar Hero und Rock Band.
  • So sieht Grafik mit "Kellerstubencharme" aus.
  • Nur selten bieten die Lernvideos eine so klar erkennbare Detailansicht.
  • Jede Saite an Gitarre oder Bass bekommt eine eigene Farbe zugeordnet.
  • Hauptansicht des Karrieremodus "Die Reise"
  • Schon früh im Spiel fordern schnell zu spielende Abfolgen.
  • Das Einleitungsvideo nach dem ersten Spielstart
  • Die Aufkleber für den Gitarrenhals liegen Rocksmith bei.
  • Nervig: Vor jedem einzelnen Auftritt muss die Gitarre gestimmt werden.
Im Arcademodus schießt der Spieler beispielsweise mit Tönen auf rote Enten.

Wenn das Lernen doch auch so einfach wäre. Die in biederen Menüs versteckten Trainingsmodi sind umfangreich und gut gemeint, für mich als Neuling aber zu unstrukturiert. In welcher Reihenfolge soll ich all diese Griffe lernen? Wie verbinde ich die verschiedenen Techniken miteinander? Und wie halte ich meine Gitarre eigentlich korrekt? Letztere Frage gehört zu den Basics, die mir Rocksmith sogar überhaupt nicht beantwortet.

Tipps und Trainingsvorschläge, die mir während der "Reise" vorgeschlagen werden, wirken willkürlich zusammengestellt. Schlussendlich habe ich nie das Gefühl, Rocksmith würde sich nach meinem Lernfortschritt richten. Viel mehr will es mir ein Tempo aufdrängen, das ich nicht mitgehen kann. Meine einzige sinnvolle Option ist nun, mir meine Gitarrenschule im Menü selbst zusammenzustellen. Dafür fehlt mir wiederum das Fachwissen.

 Test Rocksmith: Gitarrenlehrer GnadenlosUmfangreiche Werkzeugkiste für Profis 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 25,49€
  2. (-81%) 5,75€
  3. 13,49€

MAHULLA 20. Okt 2014

Also, bei Saturn habe ich Rocksmith für 10 Euro gekauft. Die Steam-Version. Ich besitze...

MAHULLA 20. Okt 2014

Also, bei Saturn habe ich Rocksmith für 10 Euro gekauft. Die Steam-Version. Ich besitze...

dp (Golem.de) 19. Feb 2013

Guten Tag, Das "freie Üben" ist mir bekannt - ich "spiele" Rocksmith auch weiterhin...

Avalord 19. Feb 2013

Du hast diese Nummern ja wohl nicht wirklich auf deine Gitarre geklebt, oder? ;)

nofreak 29. Okt 2012

Ich wollte am Donnerstag bei Amazon die PC-Version der Rocksmith Gitarren-Bundles für...


Folgen Sie uns
       


Nepos Tablet - Hands on

Nepos ist ein Tablet, das speziell für ältere Nutzer gedacht ist. Das Gehäuse ist stabil und praktisch, die Benutzerführung einheitlich. Jede App funktioniert nach dem gleichen Prinzip, mit der gleichen Benutzeroberfläche.

Nepos Tablet - Hands on Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
Drahtlos-Headsets im Test
Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
  2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
  3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

    •  /