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Verfügbarkeit und Fazit

Anders als bei Baldur's Gate können wir uns etwas in das Geschehen hineinzoomen, was besonders in Kämpfen mit vielen Teilnehmern praktisch ist, etwa zum Erteilen von gezielten Befehlen. Die Figuren bestehen nicht aus Bitmaps, sondern sind in 3D animiert, was relativ ordentliche Bewegungen und nette Effekte ermöglicht.

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Pillars of Eternity ist als Download über die bekannten Portale für Windows-PC, OS X und Linux erhältlich und kostet rund 40 Euro. Es sind aber auch teurere Fassungen mit zusätzlichem Inhalt verfügbar. Im stationären Handel gibt es eine Boxversion für rund 50 Euro. Sie enthält neben einem 80-seitigen gedruckten Handbuch den - sehr guten - Soundtrack und ein Kartenposter. Von der USK hat Pillars of Eternity eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten.

  • In Kämpfen ist die Zoomfunktion besonders praktisch. (Screenshot: Golem.de)
  • In der Weltkarte sehen wir einen kleinen Teil von Eora. (Screenshot: Golem.de)
  • Vor dem Spielstart erstellen wir unseren Helden. (Screenshot: Golem.de)
  • Besondere Ereignisse werden mit diesen Einblendungen erzählt. (Screenshot: Golem.de)
  • Hier geht es vorerst nicht weiter... (Screenshot: Golem.de)
  • Nach und nach bringen wir Licht ins Dunkel der Karten. (Screenshot: Golem.de)
  • Der Galgenbaum von Goldtal hängt voller Leichen. (Screenshot: Golem.de)
In Kämpfen ist die Zoomfunktion besonders praktisch. (Screenshot: Golem.de)

Die Texte der deutschen Version sind mit viel Sprachgefühl aufwendig übersetzt. Allerdings führen vergleichsweise viele Rechtschreibfehler und Bugs dazu, dass manche Sätze regelrecht unverständlich sind. Ein paar der Probleme behebt ein inoffizieller, von einem Fan erstellter Patch. Wer mag, kann mit einem Mausklick im Optionsmenü unter anderem zu Englisch wechseln. Die ordentliche Sprachausgabe - die nur wichtige Szenen vertont - erfolgt immer auf Englisch.

Fazit

Pillars of Eternity hat sich etwas mehr verdient als nur wohlüberlegtes Lob - nämlich echte Begeisterung. Das Rollenspiel macht vom ersten Moment an richtig Spaß, bietet wunderbarstes Noch-fünf-Minuten-Gampeplay mit kurzweiligen Kämpfen. Und es fesselt trotzdem auch langfristig mit einer interessanten Handlung und einer vielschichtigen Welt.

Natürlich haben es sich die Entwickler einfach gemacht, indem sie sich direkt und offen bei Baldur's Gate bedient haben. Und trotzdem fühlt sich Pillars of Eternity fast nie wie eine simple Fortsetzung im Geiste an, sondern wie ein neues und frisches Werk. Das liegt am eigenständigen, angenehm erwachsenen und vergleichsweise klischeefreien Szenario. Und an ein paar zwar kleinen, aber eben feinen und sinnvollen Verbesserungen - wie den eingeblendeten Aktionsfenstern, die viel Handlung in kürzester Zeit erzählen.

Größtes Manko ist natürlich die Grafik. Ein Blick auf einen beliebigen Screenshot genügt, um festzustellen, dass das Spiel veraltet aussieht. Besonders störend ist das bei Nacht - und es ist gefühlt sehr oft Nacht, so dass man selbst mit hochgedrehter Gammakorrektur in vielen Abschnitten tatsächlich im finsteren Wald steht. Den Spielspaß schränkt das aber kaum ein. Und immerhin: Ein paar größere Siedlungen sehen hübsch aus, und einige der Kampfanimationen machen auch optisch etwas her.

Unterm Strich hat Obsidian Entertainment mit Pillars of Eternity ein tolles Rollenspiel produziert, auf das jeder Fan von Baldur's Gate einen Blick werfen sollte - das aber auch selbst das Zeug zum Klassiker hat.

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beko 10. Apr 2015

Danke für den Tipp. Ich habe immer das Kampf-Log offen und das daher nicht gesehen...

Psykhe 09. Apr 2015

Du missverstehst ihn hier. Es meint hier *nicht* stufenloses Herumschwenken a la NWN...

Aufklaerer 09. Apr 2015

Wie schon erwähnt, man kann recht einfach eigene Portraits installieren, gibt da auch...

Anonymer Nutzer 09. Apr 2015

Nicht ganz. Immerhin kommen immer wieder neue Ereignisse vor auf Karten. Zb Kopfgelder...


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