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Test PES Manager: Sammelkarten- statt Bundesliga-Manager

Mit PES Manager will Konami Fans von Pro Evolution Soccer nicht auf den grünen Rasen, sondern auf den Managerstuhl schicken. Schade, dass das Spiel für iOs und Android von den klassischen Tugenden einer Management-Simulation nicht viele hat.

Artikel veröffentlicht am ,
PES Manager
PES Manager (Bild: Golem.de)

Eigentlich eine gute Idee: eine Management-Simulation, die Fußballfans parallel zum "großen" Sportspektakel auf Konsole oder PC eben auf dem Smartphone oder Tablet spielen können. Leider hat PES Manager unter anderem ein ähnliches Defizit wie die anderen Pro-Evo-Titel: Der Lizenzumfang ist arg begrenzt. Spieler können ihren Club nicht aus bekannten Vereinsmannschaften wählen, sondern erstellen im Editor ein eigenes Wunschteam, indem Name, Trikot-Design, Farbe und Vereinswappen manuell zusammengebastelt werden.

  • PES Manager (Screenshots: Golem.de)
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PES Manager (Screenshots: Golem.de)
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Danach geht es an das Zusammenstellen des Teams, das allerdings anders abläuft als in vergleichbaren Titeln. Spieler werden als "Badges" - eine Art Sammelkarte - im Spielverlauf vergeben, im Grundsatz nicht unähnlich dem Ultimate-Team-Modus aus der Fifa-Reihe. Gleich zu Beginn wird der erste Profi in einer Art Minispiel verlost. Unserem Team wurde etwa Cristian Zapata vom AC Mailand zugeteilt - immerhin einer von insgesamt 1.500 originalen Profispielern.

Auch im weiteren Spielverlauf werden Profis nicht etwa durch Verhandlungen ins eigene Team gelockt, sondern durch weitere Gewinnspiele. Die Teilnahme daran kostet natürlich In-Game-Währung, die nur in begrenztem Umfang verfügbar ist - wer schnell mehr Profis braucht, muss zum In-App-Kauf greifen.

Taktische Finesse ist hingegen nicht gefragt. Zwar hat jeder Spieler-Badge bestimmte Werte, funktioniert auf einzelnen Positionen besser und beherrscht unter Umständen bestimmte Spezialangriffe. Trotzdem stellt sich im Verlauf des Spiels nie das Gefühl ein, dass wirkliches Geschick vonnöten ist, um zu gewinnen.

Sind Formation und Taktik - beides ist nur rudimentär einstellbar - ausgewählt, schaltet der PES Manager in einen 3D-Modus, in dem die jeweilige Partie absolviert wird. Wer die Lust daran verliert, seinen Spielern beim mäßig inszenierten Kick zuzuschauen, kann durch Beschleunigen des Spieltempos vorspulen.

Spielt das eigene Team besonders gut, gibt es Belohnungen. Überhaupt setzt der PES Manager stark auf diverse, nicht immer nachvollziehbare Bonussysteme. Eine weibliche Assistentin führt von Beginn an in englischer Sprache ins Spiel ein und versucht, die unterschiedlichen Optionen zu erklären - allerdings nur mit begrenztem Erfolg.

Vor allem Experience Points und Friend Points sind wichtig, um vorwärtszukommen, kaufbare oder zufällig zugeloste Gegenstände wie Energy Balls bringen den Spieler hier weiter. Außer weitere Player Badges zu gewinnen, ist es auch möglich, Spieler zu trainieren, damit ihre Eigenschaften zu verbessern und die Siegchancen in den nächsten Partien zu erhöhen.

PES Manager ist für iOS und Android kostenlos in den jeweiligen App Stores verfügbar. Das Spiel finanziert sich über die genannten In-App-Käufe, die zum Vorwärtskommen nicht unbedingt notwendig sind, aber vieles, vor allem das Zusammenstellen eines schlagkräftigen Teams, deutlich beschleunigen.

Fazit

Spieler mit Sammeltrieb sowie Freude an Verlosungen und dem Zufallsprinzip könnten am PES Manager zumindest vorübergehend Gefallen finden. Wer hier eine anspruchsvolle und taktische Herausforderung mit zahlreichen Einflussmöglichkeiten im Stile eines Bundesliga Managers sucht, ist allerdings komplett falsch - das Wort "Manager" im Spieltitel weckt Erwartungen, die das Spiel nicht mal ansatzweise erfüllt.

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TarikVaineTree 28. Mai 2014

+1 Habe nicht die Bildunterschriften sondern den Text gelesen. Als es aber hieß, man...


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