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Neverdead
Neverdead (Bild: Konami)

Kämpfe und Fazit

Die meiste Zeit verbringt der Spieler allerdings in Kämpfen, und da löst der eben doch erstaunlich empfindliche Bryce oft Frust aus, weil er ständig seiner Körperteile - und damit auch der Waffen und der Kampffähigkeit - verlustig geht. Zwar sterben die meisten Gegner nach wenigen Treffern mit den Knarren oder der Klinge des Helden, aber weil er es häufig mit richtig großen Gruppen zu tun hat, die teils durch zerstörbare Monstergeneratoren auch noch ständig Nachschub bekommen, verbringt der Spieler viel Zeit damit, nach Armen suchend über den Boden zu robben - oder schlicht zu warten, bis sich Bryce neu erschaffen kann. Die Steuerung trägt ihr Übriges dazu bei: Die Kamera zeigt das Geschehen nicht immer aus der günstigsten Perspektive, elegante Sprünge in Sicherheit sind kaum sinnvoll möglich, das Zielsystem wirkt schwammig.

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Gelungen sind dagegen die von selbst ablaufenden Gespräche mit Arcadia, die teils sehr witzig sind, besonders wenn sich dann auch noch der Chef von Arcadia per Funk dazugesellt. Die englischen Sprecher sind sehr gut besetzt, hierzulande zeigt das Programm dazu Untertitel an.

Für erledigte Gegner und Aufgaben sowie durch sammelbare Gegenstände bekommt die Hauptfigur im Spielverlauf Erfahrungspunkte, mit denen sie Spezialfähigkeiten freischalten kann. Beispielsweise darf Bryce die Angriffe seiner Klingen oder Kugeln verstärken, oder er bekommt die Möglichkeit, brennende Kugeln für seine Schusswaffen zu verwenden - dafür muss er sich allerdings auch selbst in Brand setzen.

Trotz der vielfältigen Möglichkeiten wird in Neverdead vieles schnell zur Routine. Die Umgebungen sind teils recht schick, wirken aber erstaunlich gleichförmig. Und auch die Kämpfe laufen oft nach dem gleichen Schema ab: Hinter dem Duo fällt eine Tür zu, dann brechen allerlei Höllenhunde hinter einer Mauer hervor und es gibt ein wüstes Gemetzel - da fehlt Abwechslung, was sich auch die gelegentliche Kämpfe gegen Bossmonster nicht grundlegend ändert.

Das beim britischen Entwicklerstudio Rebellion entstandene Neverdead ist für Xbox 360 und Playstation 3 erhältlich und kostet rund 60 Euro. Das Programm erscheint mit einer USK-Freigabe ab 18, Änderungen gegenüber der Originalversion gibt es nicht. Neben der Kampagne gibt es auch einen Multiplayermodus - aber keinen Koopmodus, in dem etwa ein zweiter Spieler die Begleiterin von Bryce steuert.

Fazit

Schade, aus Neverdead hätte man deutlich mehr machen können. Die Grundidee um den unsterblichen Helden, die Handlung und der Humor stimmen - und Bryce Boltzmann ist tatsächlich eine der sympathischeren Figuren der jüngeren Spielegeschichte. Besonders viel Spaß macht es trotzdem nicht, mit ihm Monsterhorden niederzumetzeln. Zum einen gibt es viel zu wenig Abwechslung, zum anderen sind Steuerung und Kamera zu hakelig und frustrieren oft. Immerhin: Wer wirklich auf makaberen Trash-Humor steht, hat mit den morbiden Dialogen und dem schrägen Splatter vermutlich trotzdem ausreichend Spaß.

 Test Neverdead: Unsterblich unterdurchschnittlich

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MrBrown 05. Feb 2012

Ja und? Es kann ja nicht jedes Spiel zum interaktiven Film degenerieren, der Trend ist...



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